Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:
Hola fatguy,da kann ich helfen...
Wir waren mit unserem HDJ75 PickUp (Motorumbau auf HD-T bereits in den späten 90ern, Umrüstung auf "großes" Getriebe (H150F) und Kupplung durch Tom´s 2013), ausgestattet mit alter, kleiner Kabine von Innovation-Campers und Dieseltanks für 250 l, und daher mit 3.8 bis 4,0 t Kampfgewicht (je nach Diesel- bzw. Weinlager), von Dezember 2014 bis Oktober 2017 in Südamerika unterwegs. Vorzugsweise in den (Hoch)Anden.
Der Durchschnittsverbrauch über 99.000 km (genau nach GPS) lag bei 12,3 Liter Diesel pro 100 km.
Ich konnte/kann es selbst kaum glauben...
Ein großes Lob an die alten Toyota-Ingenieure. DAS ist "nachhaltig" (Haltbarkeit + Verbrauch).
Dazu ist noch zu sagen, dass wir die esten 10.000 km in obiger Grafik zuhause absolvierten - schlauchlos auf 255 85 R16 BF Goodrich MT. Gestartet sind wir dann mit Michelin XZL 8.25 R16 (6 Stück) auf der klassischen Sprengringfelge. Diese Bereifung war ideal aber leider bereits nach 65.000 km "glatt", weshalb wir unterwegs auf Lima Caucho Cordillera 7.5 R16 umgerüstet haben.
In Südamerika waren wir kaum mal schneller als mit 80 km/h unterwegs - dafür öfter mal in über 4.000 m Höhe (Gipfelhöhe: 5.260 m am Ojos del Salado in Chile mit 4 t), öfter mal tagelang im 2. Gang, und beim Tanken sind wir wohl öfter mal behumst worden. Und über die Qualität des Bolivianischen Diesels gehen die Meinungen bekanntlich auseinander...
Bis auf 12 Plattfüsse (davon 11 Schlauchdefekte wegen erhöhter Walkarbeit bei deflationierten XZL), ein sich lockerndes Rad(lager) (Werkstattfehler), einen durchgerüttelten Auspuff und zwei gebrochene Blattfederlagen hatten wir keinerlei "Beeinträchtigungen" auf der Reise. "Probleme" sind jedenfalls was anderes... In diesem Zusammenhang: Einen großen Dank an dieses Forum, nach dessen ausgiebigem Studium im Vorfeld ich mich zum Getriebetausch (marodes H55F auf nagelneues H150F) und Pleullagerwechsel entschloss.
Mein Fazit:
Der Umbau eines HZJ7* auf HD-T mit H150F/H151F in Verbindung mit größeren Reifen lohnt sich. Vorzugsweise VOR solch einer Reise. Nicht etwa wegen der Sprit-Ersparnis. Sondern wegen "FAHRSPASS" trotz Überladung! Ca. 40 PS pro Tonne Reisegewicht ermöglichen das berühmte "Dauergrinsen". Einen HDJ75 jahrelang durch/über die Anden treiben zu dürfen, ist jedenfalls unbezahlbar - für alles andere gibt´s ja die MasterCard.
Beim Gedanken daran (und an die nächste Reise) muss ich gerade wieder grinsen...
Gute Fahrt!
martin




