Eigentlich wollte ich mich ja raushalten
Aber offensichtlich scheint Strom am Auto, eine nicht funktionierende Heckscheibenheizung und die Ergründung der Ursachen ja ein echtes Problem zu sein.
Vor einigen Monaten stellte ich fest, daß die Heizung der Heckscheibe am 80er nicht mehr das tat was sie sollte.
Also Kabel abgezogen und mit Multimeter gemessen, Spannung lag an.
Kabel wieder dran, Heizung eingeschaltet, keine (kaum) Spannung lag an.
Kabel wieder ab, einen kleinen 12 Bleiakku aus dem Modellbau an die Heizung angeschlossen, Strom gemessen mit dem kleinen Zangenamperemeter, Strom fließt, Heizung heizt. Heizdrähte ok.
Also: Vermutung Kabelbruch.
Es war:
Ein Kabelbruch, und zwar nicht komplett, sondern 1 oder 2 Litzen hingen noch so gaaanz dünn dran. Der Rest war durch.
Im Übergang von der Karosserie zur beweglichen Heckklappe.
Konnte man feststellen indem man bei geöffneter Heckklappe und abgezogener Schutzhülle das Kabel/die Kabel bewegt hat.
Also in den Schaltplan geguckt, die Kabelfarbe für + Heckscheibenheizung rausgesucht, provisorisch überbrückt und siehe da: Alles wieder gut.
Neue Strippe eingezogen, alte Strippe entfernt, alles wieder wie neu.
Noch ein kleiner Hinweis am Rande: Man sollte bei Verwendung eines externen 12 Volt Bleiakkus, egal wie groß, egal wie stark, egal wie schwer IMMER EINE SICHERUNG DAZWISCHEN SCHALTEN!!!
Zum Test an der Heckscheibe reicht eine 15 Ampere Sicherung völlig aus.
Den Weg zum Testen haben meine Vorschreiber schon explizit erklärt, ich wollte nur mal meine Erfahrung dazu tun. Es soll keine Bastelanleitung sein.
Und, was ich noch festgestellt habe: Manchmal ist es leichter und zielführender alte Analogmeßtechnik zu verwenden als dieses moderne Digitalzeugs.
Auf dem Analogamperemeter sieht man sehr schön das "Gezappel" des Zeigers beim Bewegen/Knicken eines Kabels, die Nachkomma-Digitstellen des Multimeters "wandern" sowieso.
Schön wenn man dann noch so eine alte Möhre sein eigen nennen darf. Stammt aus den frühen 60ern, war immer im Familienbesitz.
Reinhold