Das Thema Elektromobilität ist hier am Forum in einigen markenspezifischen Freds angesprochen. Ich mache mal einen generischen Fred auf aus gegebenem Anlass.
Ich habe heute den Link zu einem Interessanten Vortrag gefunden
Hauptaussage: If a trend becomes obvious, you are too late!
Vorhersagen o 2014: Batteriepreis unter 120$/kWh und Erhöhung der Ladezyklen auf 2400 (Tesla gibt 8 Jahre Garantie auf die Batterien), 3-4 neue Hersteller am Markt (z.B. Samsung, LG, …) o 2015: 5% Hürde Anteil an E-Fahrzeugen am Markt erreicht o 2016: Nachfrage für Verbrennungsfahrzeuge geht zurück o 2017: Hybrid-Ende, kaum mehr Verbrennungsmotoren, Ende Formel 1 mit Verbrennungsmotoren o 2018: E-Busse, E-LKW, Personennahverkehr elektrisch
Ich warte bis jetzt noch auf den Fortschritt der Batterietechnologie. Kommen müsste er aus dem Bereich der mobilen Kommunikation, denn dort kommt es am meisten auf die Leistungsdichte und Kapazität an. Dort wird auch niemand den Herstellern von Akkus vorwerfen, sie halten sie zurück mit ihren Erfindungen zugunsten andere Technologien.
Nicht mal ein Smartphone hält länger als einen Tag. Eine Taschenlampe leuchtet heute heller und länger, allerdings nur wegen der LED, nicht wegen der Batterie.
Gäbe es eine revolutionäre Batterie, mit der man sagen wir mal ein Smartphone für 1000.- Euro dann Eine Woche betreiben könnte, das würden die Leute kaufen.
Auch die Militärs würden derartige Batterien nutzen, Kosten ungeachtet.
Das Tesla diese Autos baut ist sehr schön. Und dort macht Elektromobilität auch Sinn: In Fußgängerzonen, Krankenfahrstühlen, auf Flaniermeilen im Schritttempo, auf Golfplätzen und in Staubsaugerrobotern.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 7. November 2013 16:50
von RobertL
Na der Lars Thomsen lobt ja die Fortschritte bei der Batterientwicklung durch Tesla ganz großartig!!
Ich stelle mir halt immer die Frage wie sich die ganze Sache darstellt bei Wintertemperaturen von -10°C oder tiefer!! Tesla in Kalifornien ist in ein bissl einer anderen Klimazone als wir.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 7. November 2013 17:31
von MBPetersen
Das wird dann lustig ja, im Sommer aber auch.
Ein Heizgebläse im Auto hat zwischen 2-4 kW (kommt das hin?) Leistung. Wenn in der Batterie aber nur 12 kWh sitzen...ja...dann hab ich 4 Stunden warm dann ists aus Im Sommer auch nicht anders, wenn die Sonne auf die Scheiben brennt.
Naja, aber das braucht ja im Testzyklus etc alles nicht beachtet werden. Genauso, wie man bei dem Verbrauchszyklus mit voller Batterie starten darf, und die darin gespeicherte Energie nicht mitgerechnet wird. (Porsche 918 mit 1,5 Liter Verbrauch)...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 7. November 2013 21:28
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 7. November 2013 22:04
von RobertL
@Don Matias Deine Arithmetik in Ehren, aber von jetzt auf gleich werden ja wohl nicht alle KFZ in 2018 von Dino auf Elektro umgestellt werden. Die Aussage ist wohl dass ab 2018 die Technik soweit sein soll/wird um im LKW- und Bus-Bereich erste Fahrzeuge zu sehen um im Personennahverkehr eine wahrnehmbare Rolle spielen wird.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 7. November 2013 22:30
von fredddd
Redox Flow zelle, denke die Zukunft wenn weiterentwickelt...Energie in der Flüssigkeit!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 01:12
von Toy
Unabhängig davon, ob die Infrastruktur in DACH für den Bedarf ausreicht und ob überhaupt genug Eigeninteresse vorhanden ist oder politisch generiert werden kann - das, was Tesla und Konsorteh da innert kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben, ist schon beeindruckend. Mercedes und Toyota, beide auf einigen Gebieten und seit Dekaden Weltmarktführer und Inanspruchnehmer von Technologievorsprüngen müssen sich in ein Startup einkaufen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ob die Elektromobilität für "unsere" Generation (von wievielen Generationen sprechen wir denn im BTF? ) noch alternativlos wird, weiß ich nicht, aber dass die Herren Otto und Diesel nicht auf ganz lange Sicht konkurrenzlos Individualverkehr ermöglichen werden, steht wohl außer Frage.
Wenn man die hiesigen Begehrlichkeiten, wie unendlich große Reichweiten außerhalb der Zivilisation, hohe Anhängelasten oder nur den Spieltrieb außen vor lässt, erscheinen mir die gebotenen Alternativen für Otto-Normalverbraucher auch in Ordnung zu sein.
Ich persönlich glaube, dass ich bis ans Ende meiner Tage mit einem Verbrennungsmotor fahren kann, sofern ich fähig und willens bin, diesen zu finanzieren.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 07:31
von fredddd
Hi, Also ich versteh einige Konzepte nicht...zb. Heizen mit Batterie auf kosten der Reichweite! Dh. Warum heizt man nicht mit Gas im Winter die Elektroautos? Um auch diese noch Streckensicherer zu benutzen, dh. Ohne Angst liegenzubleiben oder zu frieren? Wäre super, Knopfdruck Elektroauto warm! Klima im Sommer genauso! Wenn die Technologie nicht vorhanden eben flexibel sein!
Habe im Sommer durch zufall einen Öamtc Angestellten auf der Tanke getroffen der im Elektroauto ankam! Fährt 30 km nach Wien, er sagt manchmal wirds eng mit Klima und Licht ...bei einigen Herstellern Tour retour! Er meinte Opel Ampera noch das zu gebrauchendste Fzg.
Sehe das genauso!
bitte nicht mit Elektro und Benzinantrieb! 2 Wartungseinheiten!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 08:45
von Feldi
Batterie-Elektoautos sind ein schönes Nischenprodukt für die Stadt und dort haben sie auch ihre Berechtigung. Weltweit flächendeckend wird es sie aber in den nächsten Jahrzehnten nicht geben, denn es fehlt die Infrastruktur (wollt Ihr mipm E-Auto ins Outback, nach Sibirien oder in die Mongolei?) und die benötigten Rohstoffe werden aufgrund der Nachfrage unbezahlbar werden. Brennstoffzelle dürfte keine Alternative sein, denn Platin und Palladium gibt's auch nur begrenzt. Es wäre schlauer gewesen, die ganze Entwicklungsarbeit in die Wasserstoff-Technik zu investieren - das scheint mir das einzig zukunftweisende Konzept zu sein.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 15:40
von niwre77
Eigentlich schade. Ich fand Tesla erfrischend anders:
Feldi hat geschrieben:Es wäre schlauer gewesen, die ganze Entwicklungsarbeit in die Wasserstoff-Technik zu investieren - das scheint mir das einzig zukunftweisende Konzept zu sein.
Das ist der Grund, warum Toyota die Hybrid-Technik Verbrenner/Elektro nur als Übergangslösung und ganz klar auf Kurzstrecken fokussiert sieht. Seit Jahren sagt Toyota klipp und klar "2015 kommt die Brennstoffzelle in Serie". Und das ist auch jetzt noch Stand der Dinge: 2015 kommt das Ding als Serienfahrzeug.
"Aber die Versorgung"...ja, ich weiß. Aber es ist wie immer bei einer neuen Technologie: Irgendeiner muss ja mal anfangen, dann wird der Rest auch nachziehen. Die ersten Jahre ist das ein Fahrzeug für Feldversuche, für Unternehmen mit besonders grünem Anstrich und für ein paar wenige Verrückte Verbraucher in der Nähe einer Wasserstofftankstelle. Dann wird die Versorgung nachziehen.
2017: Hybrid-Ende, kaum mehr Verbrennungsmotoren, Ende Formel 1 mit Verbrennungsmotoren
Das halte ich für unrealistisch, der Verbrennungsmotor wird uns noch ein ganzes Weilchen erhalten bleiben.
Und jetzt kommt der interessante Punkt für uns: Sadayoshi Koyari, Chief Engineer Land Cruiser, sagt klipp und klar, dass es keinen "70 Series Hybrid" geben wird.
Bleibt die Frage, was sinnvoller ist. Wasserstoff-Brennstoffzelle/Elektomotor oder Wasserstoff-Verbrennungsmotor?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 17:15
von netzmeister
Die große Frage ist, wohin sich die Technik grundsätzlich entwickelt und welche Infrastruktur es dafür braucht.
Akkuwechsel oder Schnellladesysteme sind in meinen Augen nicht zielführend, ich sehe Elektromobilität deshalb ganz klar in Kurzstreckenanwendung, Stadt- und Lieferverkehr usw. Der Idealfall ist die Photovoltaik-Anlage in der Firma mit Ladesäule in der Tiefgarage: Morgens hin, tagsüber mit Sonnenenergie laden, abends heim. 40 km Radius sind schon gut, 50 wären natürlich besser, damit hätte man schon viel erreicht.
Und bevor nun die Nachhaltigkeitsdebatte aufflammt: Akkus können mittlerweile recycled oder aufgearbeitet werden, nur ist das noch recht teuer. Aber auch hier gilt: Wer nicht damit anfängt, kann es auch nicht weiterentwickeln. Seit 1998 hat Toyota NiMH-Batterien aus ca. 30.000 Fahrzeugen wiederverwertet, das sind ca. 80% der Althybridfahrzeuge in Japan. Lange Zeit konnten die Inhaltsstoffe der Batterien nur als Rohmaterial für die Produktion von Edelstahl verwendet werden, mittlerweile geht auch hier die Entwicklung weiter: Durch Weiterentwicklungen in der Sortierung und Extrahierung konnte 2010 mit der Wiederverwertung von Nickel aus Hybridakkus begonnen werden. So wird der Nickel wieder dem Kreislauf zugeführt.
Für längere Strecken hängt alles, aber auch wirklich alles, an der Reichweite und deren Verlängerung bzw. Wiederherstellung. Sprich: Man muss tanken können, sonst ist das alles Käse. Mit Wasserstoff könnte das zu realisieren sein, die Technik gibt es immerhin schon lange genug.
Aber natürlich gilt: Die Mischung machts. Es ist Humbug, von 100%iger Elektro-Abdeckung in den nächsten fünf Jahren zu sprechen. Und auch mit Brennstoffzellenantrieb kann man nicht allen Verkehr abdecken. Wir haben gesehen, was passiert, wenn plötzlich viele Leute alternative Kraftstoffe nutzen, siehe Pflanzenöl. Siehe Biobeimischung im Dino-Sprit, die nur mit Hilfe von wahnwitzigen Monokulturen erreicht werden kann. Siehe auch Flüssiggas: Auch hier gäb's Kapazitätsprobleme, wenn plötzlich jeder Benziner umrüstet. Wenn man aber über kurz oder lang eine solide Mischung aus verschiedenen Antriebsarten findet, ist schon wahnwitzig viel gewonnen. Finde ich zumindest.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 17:25
von RobertL
Ob das eine sinnvolle und wirtschaftlich attraktive Sache ist, für die Kurzstrecke und die Langstrecke unterschiedlich Fahrzeuge zu haben, stelle ich mal für große Bevölkerungsschichten in Frage. Viele Familien haben grad mal die Kohle für EIN Auto und keine Lademöglichkeit vor der Haustür, weil Bürgersteig im Plattenbauviertel. Und auf der Kurzstrecke steht man mit der Elektromühle auch im Stau.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 20:17
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 20:38
von landcruiser
Hab mal gelesen, dass ein Konzeptfahrzeug (von Toyota?) mit was bei 6 kg über 600 km Reichweite hatte.
Kann aber nicht mehr sagen wo das war.
Konzeptfahrzeuge sind natürlich nicht unbedingt Serie, aber selbst bei Faktor 10 würde das nicht deinen Überlegungen entsprechen?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 20:44
von Feldi
Don Matías hat geschrieben:Das ist ein Faktor von ~ 3,5*, also 80-Liter-Dieseltank ≈ 280-Liter-Wasserstofftank.
Stimmt, Volumen ist ein Problem. Dafür wiegen die 280 Liter aber nur 20 kg. Mit den 65 kg Gewichtsvorteil kann man locker den Zusatzaufwand darstellen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 20:48
von Feldi
landcruiser hat geschrieben:Hab mal gelesen, dass ein Konzeptfahrzeug (von Toyota?) mit was bei 6 kg über 600 km Reichweite hatte.
Das entspräche ca. 4 Liter Diesel /100km - nix besonderes.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 21:05
von landcruiser
Bei 800 bar dürfte das Volumen kein Problem mehr sein?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 21:28
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 21:38
von landcruiser
OK, das Zeug ist also schon flüssig - war mir nicht klar.
Dann haben sie die 6 kg (mit dem entsprechenden Volumen) vermutlich in entsprechend konstruierten Tank in dem concept car untergebracht?
Bleibt spannend!
Wenn Toyota sich mit einer konkreten Zusage für 2015 so aus dem Fenster lehnt, haben sie vermutlich eine praktikable Lösung?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 8. November 2013 21:52
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 9. November 2013 20:10
von Bayerman
fredddd hat geschrieben:Hi, ...... Er meinte Opel Ampera noch das zu gebrauchendste Fzg.
Der Ampera stand im Sommer bei nem Opelhändler um erfrischende 48.000 EUR......
... "o 2018: E-Busse, E-LKW, Personennahverkehr elektrisch"
MBPetersen schrieb:
'Wenn in der Batterie aber nur 12 kWh sitzen...ja...dann hab ich 4 Stunden warm dann ists aus "
1.
"Anfang 2013 waren in Deutschland 52,4 Millionen Kraftfahrzeuge (Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Sattelschlepper, Omnibusse, Motorräder, sonstige Krafträder und andere Kraftfahrzeuge) zugelassen. Das seit vielen Jahren ungebrochene Wachstum führte 2013 zu einem neuen Höchststand des Kraftfahrzeugbestandes in Deutschland."
3.Annahme: 52'400'000 Kfz werden ueber ein Kalenderjahr jeden Tag acht Stunden mit 1'500 Watt (gemaechliche Ladung, Ladegeraet zieht 6,5 A bei 1,5 kW Leistungsaufnahme) aufgeladen.
4.Schlussfolgerung: 52'400'000 x 365 x 8 x 1'500 = 229'512'000'000'000 Wattstunden Energieaufnahme pro Jahr.
628,7 Mrd kWh = 628'700'000'000'000 Wattstunden Bruttostromerzeugung pro Jahr.
Wenn die Stromerzeugung bis 2018 (~5 Jahre) um rund ein Drittel gesteigert werden soll, dann rate ich an, nunmehr recht zuegig mit dem Kraftwerkskapazitaetsausbau zu beginnen.
(Bei den Herrn Zukunftsforschern hapert es wohl mit der Arithmetik so wie bei den Herrn Klimaforschern mit der Thermodynamik.)
Muchos saludos,
don Matías.
Guten Abend Irgendwie scheint mir der Drittel Stromproduktion mehr für die E Mobilität ein bisschen viel. KWh und Wh vermischt?
Aber trotzdem: Bin schon neugierig wo die el. Energie her kommen soll um zukünftige Bedürfnisse zu decken, vorallem bei ungünstigen Sonnen/Wind- Bedingungen und Spitzenbelastung. In Deutschland stammt immer noch ca. 50% der Energie aus Kohlenkraftwerken und 20% aus Kernkraftwerken. Die Kernkraftwerke sollen verschwinden und die Kohlen- und Gaskraftwerke sollen aus CO2 Gründen auch dezimiert werden. Wie soll das gehen? Erklärt es mir. Aus Gründen Der CO2 Problematik will man weg von Benzin/Diesel betriebenen Fahrzeugen und propagiert Elektroautos die zu einem grossen Teil mit Energie aus Kohlen/Gaskraftwerken geladen werden. Gleichzeitig will man die Energiewende mit Ersatz der Kernenergie (20% der Produktion) durchsetzen. Wie soll da eine Grundversorgungssicherheit erreicht werden?
Gruss
Re: Elektromobilität
Verfasst: 9. November 2013 23:15
von landcruiser
Ich sehe das ähnlich wie Alex:
Es wird ein Mix aus verschiedenen Energieformen geben. Der Meinung war ich schon zu Beginn meiner Pölerei vor 15 Jahren oder so.
Elektro für die Stadt macht Sinn. Man darf nicht nur an den privaten Individualverkehr denken, sondern auch an Lieferanten, Botendienste, Handwerker und ÖPNV.
Zudem gibt es inzwischen durchaus viele Haushalte mit zwei Fahrzeugen. Denke da würde mancher auch über ein größeres Fahrzeug für Strecke und eins für den Weg zur Arbeit nachdenken (wenn der Preis stimmt).
Da würden u.U. sogar Einfachlösungen mit 100 km Reichweite reichen.
Alles nicht ohne Haken und Ösen.
Aber unsere Politik wirds schon (hin)richten.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 9. November 2013 23:23
von RobertL
Ja genau! Einen Ampera um 48 Flocken als Zweitwagen!! So musses sein!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 9. November 2013 23:44
von landcruiser
Es gibt Leute, die kaufen sich einen VW Up, oder wie das Ding heißt, für einen "irren" Preis.
Oder einen J15 für 70.000 €.
Am Geld wirds nicht liegen, nur eine Frage der Motivation.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 00:42
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 11:29
von George
@Don Matías
Die Rechnung stimmt. Also wäre der Energiebedarf noch grösser als ich gedacht habe....
Auch wenn es nur die Hälfte wäre frag ich mich woher die Energie her kommen soll.
20% oder 125 Milliarden KWh (125 TWh) der Kernkraftwerke müssen bis 2022 ersetzt werden. Das hat die Politik so beschlossen. Dieses Ziel allein ist schon sehr ambitiös. Gleichzeitig träumen die Grünen von 100% E-Mobilen. Wie uns Matthias schon vorgerechnet hat, würden das weitere (hypothetische) 229 Milliarden KWh bedeuten. Das wäre mit erneuerbarer Energie allein nicht zu schaffen, auch wenn ganz Deutschland mit Sonnen- und Windkraftwerken zugepflastert würde. Ohne massive Einsparungen (Lebensstandardverschlechterung), rigoroses Strommanagement, neue Netze wegen der dezentralen Produktion wird das unmöglich gehen. Ich lass mich aber gerne belehren.
Man kann natürlich weiter auf Wunder hoffen oder man baut viele neue Kohlen-/ Gaskraftwerke. Das wäre aber entgegen den CO2- Zielen. Die Zukunft wird spannend.
Gruss
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 11:55
von Stephan Walter
Hi, solche Modellrechnungen machen doch keinen Sinn. Wenn jemand mit nem Chemiebuch und einem Rechenprogramm die Welt retten könnte, jemand hät's gemerkt. Natürlich wird immer, auch für Mobilität, Energie gebraucht. Zur Zeit ist Elektromobilität nicht wirklich ökologisch, wir erleben den Beginn einer neuen Technologie. Die funktioniert nicht wirklich besser als der Verbrennungsmotor in seinen Anfangsjahren. Schaut Euch die ersten Autos an. Hat nicht viel mit dem zu tun, was wir heute Auto nennen. Der einzige Grund für den Erfolg des Verbrennungsmotors ist die Möglichkeit, auf kleinem Platz den Kraftstoff zu speichern. Und genau dieser Kraftstoff geht in absehbarer Zeit zu Ende. Vielleicht nicht morgen, aber das Ende ist absehbar. Schon heute gibt man viel Geld aus, um immer neue, schwer zu erschliessende Lagerstätten zu erschliessen. Dadurch wird das Zeug ganz sicher nicht billiger. Es gibt viele vielversprechende Konzepte, u.A., die Flotte der Elektroautos als einen riesigen, vernetzten Speicher zu nutzen. Autos stehen mehr als sie fahren. In 40 Jahren wissen wir mehr.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 13:33
von 1958
Amerika und Russland sind inzwischen in konkurrenz getreten von Gas - öl und Kohle.
Beide haben Energievorräte die die das mehrfache des Öl's aus den Nahosten übertreffen.
Meine Persönliche Prognose - die Preise für die fossielen Energien werden sinken.
Für Autogas - sehr viele Betriebe produzieren als Abfallstoffe - Metan oder Propangas. Stahlproduzenten z.B.
Wenn die Stahlpreise weiter sinken wird man das Gas nicht mehr abfakkeln - sondern sammeln und verkaufen.
Autogas für 50 cnt der Liter - wer hat was dagegen ???
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 14:56
von Stephan Walter
Wen ich mir anschau' wie das Zeug gefördert wird, dann kann ich da keine rosige Zukunft sehen. "Hauptsache Sprit" ist vielleicht etwas kurz gedacht. Zur Zeit gibt es keine echten Alternativen für fossile Brennstoffe bei Fahrzeugen. Wasserstoff ist auch keine Lösung. Einfach Meerwasser in den Tank ist halt nicht, die Umwandlung braucht viel Energie. Ich denke, über eine Entwicklung zu diskutieren, die so weit in die Nach vorne reicht, macht wenig Sinn. Mann wird abwarten müssen, was die Zukunft bringt. Der Elektromotor selbst kann so ziemlich alles besser als ein Verbrennungsmotor.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 16:06
von netzmeister
RobertL hat geschrieben:Ob das eine sinnvolle und wirtschaftlich attraktive Sache ist, für die Kurzstrecke und die Langstrecke unterschiedlich Fahrzeuge zu haben, stelle ich mal für große Bevölkerungsschichten in Frage.
Völlig richtig. Das ist ein finanzielles und auch ein Platzproblem, von der Energieverschwendung bei der Herstellung ganz zu schweigen. Es macht absolut keinen Sinn, ein Elektroauto als wenig gefahrenen Stadt-Zweitwagen zu kaufen, um damit die Umwelt zu schonen, soviel steht fest. Der Umwelt hilft es mehr, wenn man die alte dinobetriebene Möhre so lange wie möglich erhält, statt sich ständig was Neues zu Kaufen.
Der Umwelt wäre aber auch schon viel damit geholfen, wenn wir auf den ganzen unnötigen Schnickschnack in den Neuwagen verzichten und damit das Gewicht (und damit ganz erheblich den Verbrauch) reduzieren würden.
Wollma aber alles nicht.
Kein Mensch kauft sich einen Twizzy, wenn er bei dem Ding auf ordentliche Türen verzichten muss. Ich für meinen Teil hätte sogar Bock, Prius Plug-in zu fahren, wenn die Kiste nicht so klein und so teuer wäre. Und ganz allgemein sond im Moment einfach noch ein ungeheurer Spieltrieb und viel Experimentierfreude vonnöten, um sich wirklich auf das Experiment Elektromobilität einzulassen.
Lassen wir noch zehn Jahre ins Land gehen. Schon jetzt bekommt man gebrauchte Elektrofahrzeuge für relativ kleines Geld, auch wenn das im Moment noch viel Augenwischere ist (Stichwort Akkuwechsel, Akkumiete usw.). Aber je mehr davon in den Markt wandern, desto mehr sind in ein paar Jahren auch gebraucht erhältlich, desto mehr sinkt der Stückpreis, desto weiter entwickelt sich die Technik. Elektromobilität gab es schon vor hundert Jahren, und in zehn Jahren wird es zum Stadtbild gehören.
Es gibt übrigens auch einen Prius Plug-in mit Autogasumbau. DAS finde ich richtig geil: Aufladbar für 25 km rein elektrisch, danach Hybridantrieb mit Gas. Und das alles mit einem tatsächlich vollwertigen Auto.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. November 2013 18:37
von Don Matías
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Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. November 2013 21:26
von George
Stephan Walter hat geschrieben:Hi, solche Modellrechnungen machen doch keinen Sinn. Wenn jemand mit nem Chemiebuch und einem Rechenprogramm die Welt retten könnte, jemand hät's gemerkt.
Am anfang stehen immer Ideen, Visionen, aber die Umsetzung ist meist Knochenarbeit. Um zu wissen ob ein Ziel erreichbar ist, müssen zuerst alle Faktoren benannt werden. Wenn zum Beispiel die Schweizer Grünen fordern bis 2050 nur noch Elektromobile auf den Strassen zu dulden, frage ich mich wie die das erreichen wollen. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/12786820
Es nützt nicht viel Luftschlösser zu bauen und auf neue Technologien zu hoffen. Solange sich die Menschheit derart unkontrolliert weitervermehrt und alles nur auf wirtschaftlichem Wachstum und Konsum basiert ist die Welt eh nicht zu retten.
Gruss
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. November 2013 21:49
von RobertL
Don Matías hat geschrieben:
"Die Deutsche Post setzt insgesamt schon 15 Elektroautos vom Typ Mercedes Vito E-Cell ein, ..."
Die Post hatte schon vor gut 70-80 Jahren Paketzustellfahrzeuge mit Elektroantrieb. Von Hansa-Lloyd und Bergmann.
Schon 1899 experimentierte die Reichspost mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Als in den 1920er Jahren die Paketzustellung von pferdebespannten Paketwagen auf Kraftfahrzeuge umgestellt wurde, setzte man hierfür Lastwagen mit Elektroantrieb ein. Sie konnten 2 t zuladen und erreichten mit 14 PS eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 30 km/h. Bei einer Reichweite von rund 60 km waren sie für den innerstädtischen Einsatz ideal.
1938 hatte die Reichspost über 2.600 Elektro-Lkw in Betrieb.
Neben dem Hansa Lloyd wurden Elektrowagen der Berliner Firma Bergmann am häufigsten eingesetzt. Die Fahrzeuge waren außerordentlich robust und hatten eine heute unvorstellbar lange Lebensdauer: Viele der in den 1920er Jahren angeschafften Elektrofahrzeuge waren bis 1968 im Einsatz – über 40 Jahre!
Stephan Walter hat geschrieben: Hi, solche Modellrechnungen machen doch keinen Sinn. Wenn jemand mit nem Chemiebuch und einem Rechenprogramm die Welt retten könnte, jemand hät's gemerkt. Am anfang stehen immer Ideen, Visionen, aber die Umsetzung ist meist Knochenarbeit. Um zu wissen ob ein Ziel erreichbar ist, müssen zuerst alle Faktoren benannt werden. Wenn zum Beispiel die Schweizer Grünen fordern bis 2050 nur noch Elektromobile auf den Strassen zu dulden, frage ich mich wie die das erreichen wollen. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/12786820
Es nützt nicht viel Luftschlösser zu bauen und auf neue Technologien zu hoffen. Solange sich die Menschheit derart unkontrolliert weitervermehrt und alles nur auf wirtschaftlichem Wachstum und Konsum basiert ist die Welt eh nicht zu retten.
Gruss
Wenn Du mich zitierst, ich seh' das ja nicht anders, ausser vielleicht, dass ich diese Entwicklung für vergleichbar mit der Entwicklung des Verbrennungsmotors halte. Da hat auch kein Mensch irgend was vorhersagen können. 2050 sind noch verdammt lange hin. Schau Dir die Welt vor 35Jahren an, was damals vorhersagbar war und heute Realität ist. Konkrete Überlegungen oder gar laienhafte Berechnungen machen da wenig Sinn. Man wird abwarten müssen. Die Richtung stimmt für mich jedenfalls, soweit das heute mit dem Wissen von heute absehbar ist. Irgendwie scheint mir das Hauptproblem die Veränderung an sich zu sein. Der Mensch mag das nicht. Wahrscheinlich hat die Pferdekutschenlobby vor hundert Jahren genau so argumentiert wie jetzt die Autofetischisten ( ja, ich bin auch einer). Ich seh ' die Alternaitven nur nicht ganz so negativ. Man muss ja nicht immer ganz vorne mit dabei sein.
Grüsse Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 09:02
von Feldi
Elektrofahrzeuge haben ja ihre Berechtigung, in der Stadt, aber eigentlich noch mehr auf dem Land. In meinem Heimatdort braucht praktisch jeder ein Auto weil es keinen brauchbaren ÖPNV gibt. Allerdings betragen 90% der täglichen Fahrstrecken nur zwischen 10 und 50km. Gebraucht würde also eine simple, leichte Kiste ohne Firlefanz, die einen mal eben von A nach B bringt, quasi so'n fahrbares Regendach. Auch stünden hier oftmals die Flächen zur Verfügung, um so'n Teil solar zu laden In dieser Richtung gibt es kaum was brauchbares auf dem Markt, und wenn, dann isses zu teuer. Mit dem Thema Energieverbrauch und Schadstoffemmissionen kämen wir viel schneller voran, wenn die Industrie eine Ergänzung zur Verbrenner-Limousine entwickeln würde, statt diese ersetzen zu wollen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 10:32
von netzmeister
Der elektrische Fiat 500 von Karabag kostet 20 tsd. Euro. Das ist ein markttauglicher Preis.
Das Problem ist nach wie vor, dass es in den Augen der Leute immer noch ein "Experiment" ist, so eine Kiste zu fahren. Es ist noch lange nicht in den Köpfen angekommen, dass das alles tatsächlich funktioniert.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 12:58
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 13:34
von landcruiser
Manchmal erinnern mich einige Postings in ihrer strikten Ablehnung der Elektromobilität doch etwas an die Zeit, die lange zurück liegt
Über die erste Schienenfahrt in Deutschland am 7. Dezember 1835, die einige reiche Kaufleute zwischen Nürnberg und Fürth ermöglichten, wurde Angst und Schrecken verbreitet: Einige Ärzte sagten jedem, der mit der Bahn fahren würde, schlimme Gehirnkrankheiten voraus. Eine Lungenentzündung durch den Fahrtwind würden sich alle holen, die mit vollkommen wahnsinniger Geschwindigkeit von dreißig oder gar vierzig Kilometern in der Stunde durch die Gegend rasen würden. Der giftige Qualm aus der Lokomotive würde die Menschen und das Vieh vergiften.
( das bedeutet: Bitte nicht zu Ernst nehmen! )
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 14:18
von ALI
Also, was Elektromobilität betrifft, sind eindeutig die Senioren die Fortschrittlicheren.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 14:44
von netzmeister
"Das Auto hat keine Zukunft. Ich setze auf das Pferd" meinte Kaiser Wilhelm II. in einem Mercedes-Simplex 17/22 PS aus dem Jahr 1904 sitzend.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 14:56
von 1958
Erst wenn E- Auto und Strom günstiger sind wie die herkömmlichen ( Verbrennungsmotoren ) - werden die elektrischen den Markt erobern.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 15:38
von netzmeister
Das liegt weniger an den Kosten als vielmehr an der Logistik. Die meisten wissen schlicht nicht, wo sie die Dinger bequem laden sollten und wie weit sie dann damit kämen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 15:53
von robert2345
Ist zwar alles Nett für die City. Würde meine Frau auch fahren nur sie sagte richtiger Weise, dass man sich noch die Hände schmutzig machen muss um das blöde Kabel noch irgendwo anzustecken.
Also, GSM Karte rein ins Auto, Bordcomputer soll es aufzeichnen und weitersenden (die notwenigen Daten) und die Parkplätze beim Lebensmittelmarkt, Shoppingcenter oder bei den Firmen sollten Induktion haben. Stehst Du auf dem Platz, bekommt dein Auto Strom. Abgerechnet über die Bordelektronik und übermittlung per GSM/ LTE Netz.
Alles andere ist Blödsinn oder wollt ihr in Zukunft an jedem Parkplatz einen Strombock haben und dann etwa bei Regen oder Schnee mit dem Starkstromkabel rumhantieren. Außerdem woher nehmen wir dann so viel Strom her, wieder aus einem Atomkraftwerk. Na das ist dann aber Umweltschutz.
Das umdenken passiert also in den Köpfen der Leute erst, wenn entweder die Ladequalität zB. per Induktion funktioniert oder die Reichweite der Batterien bei ca. 700km liegt, damit man damit auch etwas fahren kann ohne zu laden.
Bis bald Robert
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:02
von Ozymandias
Atomkraft IST Umweltfreundlich, jedenfalls im Gegensatz zu allem andere, Wasserkraft ausgenommen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:05
von netzmeister
Siehste, und genau das ist das Problem: Wir sind bequem bis zur Überspannung. Wir akzeptieren, an der Tankstelle mit der stinkenden Dieselpistole rumzuhantieren und hinterher den Schmodder vom Lack zu wischen. Aber wenn man ein Elektrokabel irgendwo einstecken soll, ist das zuviel verlangt.
Und mit "wir" meine ich jetzt nicht spezifisch unsere kleine Gemeinschaft hier, die diese maximale Bequemlichkeit in aller Regel nicht zeigt.
netzmeister hat geschrieben:Das liegt weniger an den Kosten als vielmehr an der Logistik. Die meisten wissen schlicht nicht, wo sie die Dinger bequem laden sollten und wie weit sie dann damit kämen.
@ ozy bei allem respekt, aber der bericht ist von 2007 und von der realität überholt.
in einer zeitung habe ich dieser tage gelesen, dass im märz 2013, an einem klaren und windigen tag, bereits 70% !!!! des deutschen energiebedarfs von windkraft und solar erzeugt wurde.
es ist momentan wohl so, dass wir deutschen zuviel energie produzieren. ein teil dieser überschüsse, verkaufen wir dann den lieben nachbarn (österreich) für wenig oder gar kein geld. die pumpen damit wasser den berg hoch und verkaufen uns bei bedarf die wasserkraft-energie dann wieder zurück
gruss peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:18
von Ozymandias
Was nützt mir diese dämliche zyklische Energie? Wir brauchen 80% Bandenergie - und jetzt kommst du.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:20
von Ozymandias
Öhm, und die Strom Tarife sind in D/A seit 2007 glaub ich nicht gesunken oder? Hab da vor kurzem erst eine Sendung gesehen wo sie mit +70% angegeben wurden innert 4 Jahren für den durchschnittlichen deutschen Haushalt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:22
von netzmeister
In der Tat: Deutschland produziert zu viel Strom, die Überschüsse werden seit Jahren schon an die Nachbarn verkauft.
Das ist aber alles auch wieder nur ein "ja aber". Mit "ja aber" werden aber selten wirklich weltbewegende Ziele erreicht.
Zurück zur Elektromobilität: Wer von Euch ist schonmal Hybrid oder rein Elektro gefahren? Und wie war der Eindruck?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:24
von Ozymandias
Die Elektroameise ist sehr angenehm zu nutzen, die möchte ich auch nicht mißen.
......mir ist grad langweilig, merkt mans?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 16:32
von Bondgirl
Bis auf die fehlende Geräuschkulisse (tatsächlich ein grösseres psychlogisches Problem für mich als erwartet ) finde ich elektrisch frahren angenehm. Mein Männe fährt fast täglich E, allerdings beruflich. Daher auch deutlich dynamischeres als den Tweezy. Der ist sehr angetan, also auch ehrlich privat Alternative für die Dinge die wir jetzt so im speziellen automobil umsetzen ists natürlich nicht. Aber durchaus eine Option für 2/3 aller anderen Anwendungen. We´ll see ....
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:15
von landcruiser
robert2345 hat geschrieben:...und die Parkplätze beim Lebensmittelmarkt, Shoppingcenter oder bei den Firmen sollten Induktion haben. Stehst Du auf dem Platz, bekommt dein Auto Strom Robert
Induktiv - bei den Ladeströmen?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:36
von Ozymandias
Auch der Verlust von 30% Energie beim aufladen geht stets vergessen, bei weitem nicht alles was man aus der Steckdose saugt kommt dann auch als Energie zum fahren aus dem Akku.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:37
von TomB
netzmeister hat geschrieben:Zurück zur Elektromobilität: Wer von Euch ist schonmal Hybrid oder rein Elektro gefahren? Und wie war der Eindruck?
Ich fahr jeden Tag Prius und finde die Technologie wirklich genial. Ein Plug-In-Hybrid mit ca 40-60km Reichweite dürfte 80% der Nutzer zufriedenstellen. Die können dann sehr günstig Autofahren und wenns mal weiter geht reicht ein 40L Tänkchen für über 800km Reichweite. Damit komm ich im Landcruiser grad mal 200km weit. Das kleine Teil lässt sich dazu noch recht agil bewegen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:38
von timo cr
landcruiser hat geschrieben:
robert2345 hat geschrieben:...und die Parkplätze beim Lebensmittelmarkt, Shoppingcenter oder bei den Firmen sollten Induktion haben. Stehst Du auf dem Platz, bekommt dein Auto Strom Robert
Induktiv - bei den Ladeströmen?
Bei der Zahnbürste gehts doch auch
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:49
von 1958
Also die Reichweite und Aufladestationen ist das eine Thema
aber
wenn man nach 4 - 5 Jahren oder X Anzahl gefahrener Km einen Neuen Batteriesatz braucht - bei Toyota sagte man mir eine Zahl van um die 8.000 Euronen - da fängt man erst mal an in seinem Portemonnaie nach dem nötigen Kleingeld zu suchen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 17:54
von netzmeister
Anna: Gerade die Laufruhe ist ein entscheidendes Argument, das wir hier noch nicht hatten! Blöd für die anderen Verkehrsteilnehmer (ich musste bei solchen Probefahrten öfters mal hupen, damit die Fußgänger mich bemerkten), aber angenehm für die Insassen.
Das klingt jetzt lächerlich für jemanden, der am liebsten mit dem Großdiesel rumgurkt, aber: Die leichten Vibrationen des Motors und die immerwährende Geräuschkulisse machen einen Teil des Stresses aus, dem man beim Autofahren ausgesetzt ist. Jaja, ich weiß: "Stress" ist relativ, und mich stresst Autofahren auch nicht, weil ich's einfach mag. Dennoch: Körperlicher und psychischer Stress durch Vibrationen und Lärm sind vorhanden, und seien sie noch so gering bzw. seien sie noch so kompensiert durch den Spaß daran. Ist mittlerweile ja auch zur Genüge medizinisch erwiesen.
Die meisten von Euch kennen den Unterschied, wenn man vom BJ in ein Fahrzeug mit modernem, laufruhigen Motor umsteigt: Das ist eklatant. Genauso massiv ist der Unterschied aber nochmal von einem modernen Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb.
Ich brenne jährlich eine Menge km in den Asphalt, vornehmlich mit einem PKW, der sich auf Langstrecke ganz wunderbar fährt. Und dennoch war es für mich ein echter Augenöffner, als ich die ersten km in einem Elektroauto zurückgelegt habe. Bei der Fahrt war das nichtmal so vorrangig, am angenehmsten habe ich das im Stadtverkehr empfunden: Die Ruhe, die Entspanntheit, die Vibrationsarmut sind einfach genial. Ich hätte das vorher sicherlich auch lächelnd weggewunken, aber ich war damals dann doch ziemlich erstaunt, wie außerordentlich entspannt sich sowas fährt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:07
von netzmeister
Ralph: Noch so ein Mythos. Toyota (das ist jetzt keine Markenbrille, aber da weiß ich es halt, über andere Hersteller kann ich nix sagen) gibt beim Prius von vornherein 8 Jahre Garantie auf die Akkus. Grundsätzlich soll sie aber wartungsfrei sein und auch über das gesamte Fahrzeugleben funktionieren (man spricht von "mindestens 15 Jahren"), nicht zuletzt auch wegen der rigiden Ladesteuerung. Es fahren noch genügend Prius 1 herum, die die originalen Akkus drin haben (wobei da vermutlich irgendwann die Leistung sinkt, klar).
Ich habe schon Prius-Taxen mit über 400 tsd. km gesehen - erster Akkusatz, keine Probleme. Sagt natürlich nicht viel über den Gesamtmarkt aus, aber nach allem, was ich bislang aus Köln und von den Händlern gehört habe, halten die Dinger ewig. Und ich hätte auch überhaupt keine Sorgen, mir einen 1er Prius gebraucht zu kaufen, davon habe ich ebenfalls bislang nur geile Geschichten gehört. Wenn die Kiste nicht so klein und so unfassbar hässlich wäre. :-p
Für den Austausch habe ich übrigens von Kosten um die 3000 Euro gehört. Das kann ich gerne erfragen, wenn es Euch interessiert. Die BILD schreibt hier sogar von knapp 2400 Euro: http://www.autobild.de/artikel/gebrauch ... 74045.html
Und: Die Entwicklung geht ja weiter. Nach mittlerweile über 5 Millionen gebauten Hybridfahrzeugen seit 1997 (!) ist zumindest eine Menge Erfahrung da.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:14
von Makrele
robert2345 hat geschrieben:...oder wollt ihr in Zukunft an jedem Parkplatz einen Strombock haben und dann etwa bei Regen oder Schnee mit dem Starkstromkabel rumhantieren.
Hehe... 1.50m Schneeberg davor. Desweiteren bezweifle ich doch stark,das an einer öffentlichen (Haupt)-Straße der Stromkabel über den gesamten Tag hinweg im besagten Strombock stecken bleibt. Nicht selten kommen da Leute mit den gar seltsamsten Ideen im Kopf dran vorbei!
Ansonsten find ich E-Mobilität ne gute Sache. Die Reichweiten sind doch heute schon wesentlich länger als der meisten Leute ihr Fahrwege. Vielleicht noch mit Bremsenergie und mit integrierten Solarzellen foliert etc. etwas aufgepimmt...
Für´n Urlaub muß dann halt noch´n Lux oder HZJ her.
Mfg Christian
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:21
von netzmeister
Ich hab hier irgendwo einen Link rumliegen zu einem Eigenbau. Nicht einer der üblichen "Einsitzer-mit-rundgelutschter-Eiform-und-ultra-Leichtgewichts-Folienkanzel-auf-Rennradrädern-mit-zusätzlichem-Tretantrieb"-Eigenbauten, sondern was gehaltvolleres: Ein Suzuki SJ410. Motor raus, Elektromotor rein, direkt ans originale Getriebe geflanscht, Steuerungseinheit dazu, Akkus hinten rein, feddich. Der Erbauer hatte von Reichweiten um 50 km gesprochen, was ich bei DIESER Konstruktion mit all dem Gewicht absolut erstaunlich finde. War allerdings noch nicht zugelassen, es fehlte noch die Abnahme. Ich fand das hochinteressant, weil es zeigt: Wenn man auf Firlefanz verzichtet, geht schon jetzt eine Menge, und das sogar halbwegs kostengünstig.
Ich schau nachher mal, ob ich den Link noch finde.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:25
von Makrele
netzmeister hat geschrieben:...Gerade die Laufruhe ist ein entscheidendes Argument, das wir hier noch nicht hatten! Blöd für die anderen Verkehrsteilnehmer (ich musste bei solchen Probefahrten öfters mal hupen, damit die Fußgänger mich bemerkten), aber angenehm für die Insassen.
Ist ja eigentlich auch Irrsinn,Jahrzehnte dran zu arbeiten damit sie leiser werden (weil Lärm ja nunmal krank macht),um sie dann,wenn sie leise sind wieder künstlich lauter zu machen...
Ich finde den Ansatzt vorhandene Autos mit Elektromotor um zu bauen sehr schön, da hat man schon einen Großteil Energie gespart und hat zudem auch echt leichte Autos ohne viel Schnick Schnack Was wiegt den ein Golf 2 wenn der Motor und Getreibe raus sind ?
Hatte vor Jahren Seite gefunden die das viel machen, hauptsächlich alte Franzosen wegen dem Leergewicht ...
Es gab mal eine Studio mit einem Motor der mit Druckluft läuft bei dem die Luft dank Filter hinten sauberer raus kommt als sie vorne rein geht. Klar muss Druckluft auch produziert werden, aber das könnte man zB Tagsüber machen wenn die Sonne scheint und Lagern. Man könnte auch 1-2 Ersatzflaschen mitnehmen wenn die zu fahrende Strecke mal länger ist ...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:52
von netzmeister
Noch zwei Ideen zur Brennstoffzelle: Es gibt mittlerweile markttaugliche Lösungen "Brennstoffzelle für zu Hause", auch wenn die Systeme derzeit noch sehr teuer sind. Wenn sich das weiter verbreitet, verallgemeinert sich auch der Umgang mit Wasserstoff, was dem Brennstoffzellenfahrzeug den Boden bereiten könnte.
Und: Man kann Wasserstoff ja auch aus Erdgas gewinnen, auch wenn das dann leider nicht das reinste Ergebnis ist. Es gibt Anlagen, die mit diesem nicht ganz so reinen Wasserstoff arbeiten können. Das heißt: Grundsätzlich liegt der theoretische Gedanke nicht allzu fern, den fürs Fahrzeug benötigten Wasserstoff im eigenen Keller über den Erdgas-Haus-Anschluss herzustellen. Gut, das ist jetzt weit hergeholt, aber es sei nur mal so in den Raum gestellt...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 18:55
von TomB
Die Brennstoffzelle hat ein grundlegendes Problem beim Wasserstoffbetrieb: Sie macht aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom und draus entsteht Wasser. Im sonnigen Dubai ist das genial. In unseren Breitengraden bei Minustemperaturen zerstört sie sich selber.
Das ist eigentlich das Spannendste an der Elektromobiltät! Das sich mit überschaubarem Aufwand und mit "Crowd-Funding und -Sourcing" Projekte und Produkte von kompletten Newcomern realisieren lassen.
Im Prinzip finde ich E-Mobiltität klasse - ich habe halt nur meine Bedenken bezüglich unserer Klimazone und der "Technologie-Readiness" . Der Twizy z.B. wäre ja an sich ein geniales Teil (eventuell noch mit Gepäcksanhänger), wenn er gscheite Türen hätt', wie Alex schon geschrieben hat. So kann man einer guten Idee viele Käufer vorenthalten.
Ja und - wie übersteht so ein E-Vehikel die Salzstreuorgien im Winter in unseren Städten??
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 20:20
von netzmeister
Wenn's aus Plastik ist, ganz wunderbar...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 20:37
von Ozymandias
netzmeister hat geschrieben:Und: Man kann Wasserstoff ja auch aus Erdgas gewinnen, auch wenn das dann leider nicht das reinste Ergebnis ist. Es gibt Anlagen, die mit diesem nicht ganz so reinen Wasserstoff arbeiten können. Das heißt: Grundsätzlich liegt der theoretische Gedanke nicht allzu fern, den fürs Fahrzeug benötigten Wasserstoff im eigenen Keller über den Erdgas-Haus-Anschluss herzustellen. Gut, das ist jetzt weit hergeholt, aber es sei nur mal so in den Raum gestellt...
Ich bin mir ziemlich sicher dass dich diese Lösung am Ende mehr Energie kostet als wennd das Gas direkt in einem reinen Gasmotor verbrennst.
Du weisst ja, jede Umwandlung von Energie in eine andere Form ist mit hohen Verlusten belegt.
Strom selber ist eine tolle Sache - solange man am Kabel hängt. Gehts über Speichermedien irgendwelcher Art verschwindet der Spar und Umwelteffekt recht schnell im Nirvana. Siehe auch > Graue Energie
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 20:54
von RobertL
netzmeister hat geschrieben:Wenn's aus Plastik ist, ganz wunderbar...
Naja - die Antriebsmechanik ist wohl net aus Plastik und wie gut diese gegen dauernden Salzsprühnebel geschützt und resistent ist.... ??
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 22:23
von Gerhard
Dass nach so langer Zeit mein Login noch funktioniert, hat mich jetzt doch sehr gefreut
Wir neigen dazu, zu vergessen, dass der Verbrennungsmotor im Individualverkehr nur deswegen bestehen kann, weil eine riesige Industrie dahinter die Versorgung sicherstellt, von der Exploration über die Förderung und Raffinierung bis hin zum Verteilnetz. Wir machen uns wenig Gedanken darüber, wie gering der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist, wenn man die Gesamtbilanz über die ganze Kette betrachtet. Hier gehts nicht ums Geld, sondern rein darum, wie viel Energie es bedarf, um einen Liter Kraftstoff bis in den Tank des Abnehmers zu bringen, und zwar von der Förderung bis zur Tankstelle. Als Laie vermute ich, dass das E-Fahrzeug in der Gesamtbetrachtung wesentlich besser abschneiden würde.
Aber die Elektromobilität steht noch ganz am Anfang. Vermutlich wird man in den nächsten 5 Jahren vernünftige Reichweiten aus Energiespeichern mit vernünftiger Energiedichte erzielen, aber das ist nur ein kleiner Teil des zu lösenden Problems. Die gesamte Kette, angefangen bei umweltfreundlicher Stromerzeugung, die Verteilnetze, die entsprechend ausgebaut werden müssen, Optimierung der Ladezeiten und vieles mehr, muss gelöst werden.
Ich mutmaße daher, dass reine E-Fahrzeuge noch längere Zeit eine Nische bleiben werden, bis solch grundlegende Probleme zufriedenstellend gelöst sind und von der Mehrzahl autofahrenden Bevölkerung akzeptiert wird.
Noch ein Wort zur Energiegewinnung: Wie bereits in früheren Postings angedeutet, ist der erforderliche Mehraufwand an elektrischer Energie enorm. Der nächste große Technologieschritt zur Erzeugung elektrischer Energie ist mit ITER und DEMO noch gut 30 Jahre hin. Ich bezweifle, dass die europäische Energiepolitik entsprechende Ausbaupläne mit konventionellen, umweltfreundlichen Kraftwerken heute verfügbarer Technologie hätte, die einen derartigen Zuwachs an Elektromobilität überhaupt ermöglichten. Wollten wir 100% E-Mobilität, würde das vermutlich bedeuten, dass die ganze Nordsee mit Offshoreanlagen zugepflastert ist, und in den Alpen jeder Bach und Fluß von der Quelle bis zur Mündung gestaut ist. Wenn nicht die Politik, dann wird die Realität hier auf die Bremse treten und einem die Freude am E-Auto wegen des durch die Nachfrage steigenden Strompreises versauen, vom Zorn der Mindestrentner und Kleinverdiener auf die E-Mobile gar nicht zu reden. Es reicht schon, wenn man sich die Diskussionen um Ökostrom-Abgaben ansieht. Analogie hierzu gewünscht? Wie enthusiastisch waren wir vor 10 Jahren mit Pflanzenöl im Selbstzünder, bis der Biodiesel-Boom die Preise ruiniert hat. Seitdem, außer vielleicht bei Uwe, ist es hier relativ still geworden.
Bei allen theoretischen Vorteilen, E-Mobilität für die breite Masse ist ein Riesenprojekt, und die Entwicklung geeigneter Fahrzeuge nur ein Teilaspekt für erfolgreiches Gelingen, der Weg dahin eher in Jahrzehnten denn in Jahren zu messen.
Ich möchte nicht missverstanden werden angesichts meiner Skepsis, ich hatte vor Kurzem einen Ampera zwei Tage als Ersatzwagen, und obwohl das wieder "nur" ein Hybrid ist (aber sicher grad der lässigste am Markt), im E-Betrieb ist das Ding einfach der Hammer. Seitdem will ich so was.
Beste Grüße
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 22:30
von RobertL
Haaa - der Gerhard schreibt was! Seltener als der Anblick eines Elektromobils !
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 23:04
von Gerhard
Ja, das wär eh noch zu klären ob ich hier schreiben DARF, als Täter in der Mautbranche
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. November 2013 23:24
von 1958
Alex
Da ich mich schon etwas intensiever mit den Auris Hybrid beschäftigt habe - wollte mir Toyota NL nur eine volle Garantie von max. 100.000 Km auf die Baterien geben. Ich gehe davon aus das eine gut funcktionierende Batterie auch nach 100.000 Km min. 75% Ladekapazität hat.
Da wir hier in Europa - im gegensatz zu Texas oder anderen sehr warmen Ländern - auch mal niedrigere Temperaturen haben - die wie man weiss - eine etwas eigene Beziehung zu Batterien haben.
Ganz einfach - Toyota gibt einfach eine schriftliche Garanite von 500.000 Km mit einer garantierten Ladekapazität von 75% - und alle Zweifel sind beseitigt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 00:55
von George
peter völk hat geschrieben:@ ozy bei allem respekt, aber der bericht ist von 2007 und von der realität überholt.
in einer zeitung habe ich dieser tage gelesen, dass im märz 2013, an einem klaren und windigen tag, bereits 70% !!!! des deutschen energiebedarfs von windkraft und solar erzeugt wurde.
Bei kühlem aber sonniger, unbewölkter Wetterlage produzieren Photovoltaikanlagen am meisten, nur was nützt euch das? Das die zuviel produzierte und durch die per Planwirtschaft festgelegten Vergütungen eigentlich teure Energie billig oder gratis ins Ausland verschenkt wird. Warum das? Nur weil die Netze stabil gehalten werden müssen. Ja, an solchen Tagen könnte man unzählige E-Mobile aufladen bis die Drähte glühen. Aber jeder weiss, es gibt nicht nur alle Tage Schön- und windiges Wetter. Also muss man entweder elektrische Energie besser speichern können oder man legt die Stromerzeugung so aus, dass der zu erwartende Verbrauch gedeckt werden kann. Die durch Windkraft erzeugte Energie im Norden kann wegen unterdimensionierten HS-Netzen noch gar nicht südwärts übertragen werden. Die ganze Netzplanung ist überhaupt sehr komplex und unübersichtlich geworden weil überall Erzeugungsanlagen gebaut werden aber nur sehr zyklisch Energie erzeugen. Der Punkt wird total unterschätzt. Der Idealfall ist was anderes, nämlich regionale Erzeugungsanlagen, die soviel Strom erzeugen wie vor Ort zu jeder Zeit gebraucht wird.
Ich bin überhaupt nicht gegen Elektromobilität wie oben angedeutet. Ein Elektromotor hat gegenüber Benzin und Diesel angetriebenen Motoren viele Vorteile. Wenn die Speicherung el. Energie entscheidend weiterentwickelt werden kann und genügend Energie zur Verfügung steht, wäre die Revolution innert weniger Jahre vollzogen. Nur wenn, wäre usw. hat noch nie was bewegt. Auch müssen wir uns langsam vom Gedanken verabschieden, dass immer genug Ressourcen zu jeder Zeit für Jedermann/Frau verfügbar sind.
Gruss
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 07:47
von Stephan Walter
Hi, ja, so etwa siehts aus. Irgendwann ist das fossile Zeug fertig, auch wenn für die, die heute den Führerschein machen wohl noch genug da ist. Wenn die nächste Tiefseebohrung mal so richig schief geht oder in den USA wegen des Frackings ein paar Kinder tot umfallen, siehts vielleicht anders aus. Immer genug für Alle (auch den Rest der Welt) wird schwierig.
Es gibt viele gute Ideen, z.B. den Elektrofahrzeugpark, der ja überwiegend steht, als Speicher für die erneuerbaren Energien zu nutzen. Solche Konzepte werden hier in Karlsruhe am KIT seit Jahren durchgedacht, den Leuten unterstell' ich mal mehr Kompetenz als selbsternannten Weltformelkennern. Der indivvidualverkehr in den Ballungsräumen ist ja das grösste Problem. Wenn irgendwo in der Walachei dann noch ein alter Traktor mit fossilen Brennstoffen läuft, wen juckts? Und selbst dort ist ne PV gestützte Ladung für ein Elektrofahrzeug einfacher zu realisieren als ein Tankstellennetz.
Die technischen Voraussetzungen für EMobilität sind teilweise schon Realität, z.B. genormte Anschlüsse für EMobile, Schutzkonzepte ( das ist gar nicht so trivial) vernetzbare Zählerplätze. Der Ausbau der Höchstspannungsnetze läuft zwar zu langsam, aber er läuft, die Entwicklung der Speicher geht voran. Die Elektroautos, die heute verfügbar sind, sind schon noch ein wenig Spielerei, ist auch gerade Mode, elektrisch zu fahren. Beim aktuellen Erzeugungsmix ist das wenig ökologisch. Ist einfach der Beginn einer Entwicklung, da muss man sich jetzt keinen soo grossen Kopf machen, sondern Abwarten, was draus wird. Immer als erster vorne dran sein, das muss ja nicht sein. " Oh, Gott, die machen mir mein Spielzeug madig" - Denken ist aber auch Kindisch. Im Moment schlagen sich die Elektroautofahrer mit ganz banalen Problemen rum. Ein Geschäftspartner mit seinem Tarazzi Zero z.B. mit dem Problem, seine Scheibenb beschlagsfrei zu halten. Daran hat irgendwie Keiner gedacht. Einen12V Heizlüfter in das vorhandene Akkusystem zu integrieren ist gar nicht soo einfach...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 07:55
von buschfieber
Nur mal so ins unreine: Wenn es tagsüber einen Überschuss aus den Photovoltanlagen gibt, den man (noch) nicht wer weiss wie weit transportieren kann, warum nicht damit lokal Nachtspeicheröfen aufladen. Ja, ja, ich weiss, das Wort verursacht bei den Ökis Krebs, aber dann nennen wir sie einfach um in Tagspeicheröfen. Besser als Öl und Gas zum Heizen zu verbrennen doch allemal, oder? Und über die Rundsteuerempfänger auch flexibel zu handhaben.
Busse sind kein Problem. Die Brennstoffzellen da werden vor einfrieren geschützt durch eine Heizung. Ausserdem ist der Bus sowieso fast ständig unterwegs. Da wird das Problem minimiert. Nun lös das mal bei nem Auto welches durchaus ne Woche lang bei -20 Grad stehen gelassen wird.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 09:54
von RobertL
Ich lese überall den "Wunsch" heraus die gegenwärtige Individual-Mobilität, welche auf Erdöl aufbaut, 1:1 mit Elektrofahrzeugen zu ersetzen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich das für den falschen Ansatz.
Man muß nicht nur in der Technologie etwas ändern sondern auch in den Köpfen der Leute, in gesellschaftlichen Stereotypen, in Raumplanung & -ordnung etc...
Am besten ist es wenn die Notwendigkeiten, sich von A nach B zu bewegen (die Notwendigkeiten, nicht die Lust! ), auf ein Minimum reduziert werden und intelligente Verkehrs-/Raumkonzepte umgesetzt werden.
Wenn man nur den Großraum Zürich nimmt, braucht man dort eigentlich kein Auto weil der öffentlich Nahverkehr so gut ausgebaut ist. In Wien hat's fast dieselbe Situation, aber eben nur fast. Wie ebenfalls schon an anderer Stelle geschrieben würde ich selbst eigentlich kein Auto brauchen.
Und solange ein Auto (egal ob Dino oder Strom) ein mächtiges Statussymbol ist, speziell in D, wird sich nicht viel ändern.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 10:03
von TomB
RobertL hat geschrieben:Ich lese überall den "Wunsch" heraus die gegenwärtige Individual-Mobilität, welche auf Erdöl aufbaut, 1:1 mit Elektrofahrzeugen zu ersetzen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich das für den falschen Ansatz.
Man muß nicht nur in der Technologie etwas ändern sondern auch in den Köpfen der Leute, in gesellschaftlichen Stereotypen, in Raumplanung & -ordnung etc...
Am besten ist es wenn die Notwendigkeiten, sich von A nach B zu bewegen (die Notwendigkeiten, nicht die Lust! ), auf ein Minimum reduziert werden und intelligente Verkehrs-/Raumkonzepte umgesetzt werden.
Volle Zustimmung. Ich arbeite seit rund 3 Jahren von Zuhause aus wie viele andere in der IT. Ich arbeite zuhause sicher mehr als im Büro und geniesse es zwischendurch meinen Hund streicheln zu können. Ausserdem lege ich 100-200km weniger mit dem Auto zurück und das jeden einzelnen Tag, bin einer weniger der zum Stau beiträgt, einer weniger der die Innenstädte verstopft. In unserer vollelektronischen Welt gäbe es eigentlich ganz, ganz viele Jobs die von Zuhause aus erledigt werden können. Warum solches nicht von den Firmen verlangen? Wenn nötig mit einer Strafsteuer auf Büro-Flächen?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 11:29
von netzmeister
RobertL hat geschrieben:Ich lese überall den "Wunsch" heraus die gegenwärtige Individual-Mobilität, welche auf Erdöl aufbaut, 1:1 mit Elektrofahrzeugen zu ersetzen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich das für den falschen Ansatz.
Korrekt, das sehe ich auch so. So wie es für unterschiedliche Nutzungsbereiche unterschiedliche Fahrzeugkonzepte gibt (und WIR bewegen uns ja auch in diesem Spannungsfeld), gibt es halt auch unterschiedliche Antriebskonzepte.
@Stephan: Ich bin von den Smart-Grid-Ansätzen bislang nicht wirklich überzeugt. Wenn ich sehe, wie im Alltag jede weitere Stufe Komplexität weitere Probleme verursacht (und das alles ist weit entfernt von Smart Grid), weiß ich nicht, ob wir uns mit der ganzen "Auto im Netz als Pufferspeicher"-Sache nicht noch viel mehr Probleme einheimsen. Ich hab's gerne so simpel wie möglich. Gut, "simpel" und "moderner Elektroantrieb" widerspricht sich ein wenig, aber ob man es noch weiter verkomplizieren sollte, weiß ich halt auch nicht...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 12:26
von Feldi
RobertL hat geschrieben:Ich lese überall den "Wunsch" heraus die gegenwärtige Individual-Mobilität, welche auf Erdöl aufbaut, 1:1 mit Elektrofahrzeugen zu ersetzen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben halte ich das für den falschen Ansatz.
Exakt! Bei den jetzigen Möglichkeiten ist es völliger Blödsinn, eigentlich nur für die Langstrecke interessante 5sitzige 2T-Limousinen mit Klima, El. FH, el. Sitzverstellungen und dem ganzen anderen Komfortkram als Elektrofahrzeuge zu bauen, obwohl die Dinger dann bestenfalls 200 km Rechweite haben. Für die Kurzstrecke kann ich auf einen Großteil der Ausstattung verzichten und zwei Sitze würden eigentlich auch reichen. Hier bestünde schon jetzt ein richtiges Massensegment, daß die Autoindustrie aber mehrheitlich ignoriert So gesehen ist Netzis E-500er schon der richtige Ansatz, wenn auch zu teuer und noch nicht konsequent genug abgespeckt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 12:43
von netzmeister
Noch eine kleine Anmerkung, weil gerade gelesen und zum Thema "Deckung des Energieaufwands" passend: Die Stadt Karlsruhe hat in den letzten Jahren eine ganze Menge Straßenlaternen mit LED-Technik bestückt und spart dadurch jährlich 175 Megawattstunden elektrische Energie. Das ist eine ganze Menge - und das ist exakt der Strom, der Nachts gebraucht wird, wenn die schönen Photovoltaik-Anlagen nicht laufen. Und Karlsruhe ist jetzt nicht wirklich groß, wieviel Potential steckt dann erst im gesamten Bundesgebiet.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 16:53
von netzmeister
Bzgl. "Öffentliche Ladesäulen" usw.: Im Zuge von Tests zur Ladeinfrastruktur erweitert Toyota den 2012 begonnenen Feldversuch in der japanischen Präfektur Aichi auf Hotels und beliebte Touristenorte. Zu den 32 schon vorhandenen Ladesäulen werden 40 zusätzliche errichtet, das geschieht u.a. mit Unterstützung der lokalen Regierungen und über einem Dutzend Unternehmen und Organisationen.
Im Fokus steht dabei der praktische Alltagseinsatz der Ladestationen: Der Feldversuch konzentriert sich auf die Suche optimaler Standorte für den Aufbau von Ladestationen und benutzerfreundliche Authentifizierungsmöglichkeiten. Außerdem wird ermittelt, wie Unternehmen zum Aufbau von Ladesäulen motiviert werden können. Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche: 1. Durch die Kooperation mit den vier lokalen Regierungen werden Ladestationen vorwiegend bei Hotels und in Touristenorten installiert, um einerseits dem lokalen Tourismus einen Schub zu geben, andererseits auch Touristen auf Plug-in Hybridfahrzeuge und Elektroautos aufmerksam zu machen. Während der Testphase wird großflächig für das Programm und die Lademöglichkeiten geworben. 2. Mit den Zugangskarten (Prius Plug-in Hybrid Mitgliedskarten) für die von der Toyota Media Service Corporation entwickelten Ladestationen „G-Station“ können Autofahrer künftig auch die „EVC1“-Ladesäulen von Toyota Industries Corporation nutzen. Dies erhöht die Benutzerfreundlichkeit und Reichweite. 3. An beliebten Touristenorten werden zusätzliche, per Münzeinwurf betriebene Ladegeräte (100 Yen pro Ladung) aufgebaut, um weitere Einnahmen zu generieren und die Installationskosten zu refinanzieren. Diese Ladestationen werden außerdem zur Untersuchung verschiedener Abrechnungsmethoden und Preisstrukturen genutzt.
Die Industrie muss solche Dinge einfach anschieben, damit die Technik überhaupt erstmal in der Öffentlichkeit ankommt. Toyota beschränkt sich dabei naturgemäß immer erstmal auf die japanischen Inseln, logisch. Dort gab es bis vor kurzem ja auch die energieautarke Modellsiedlung, in der u.a. die Hybridfahrzeuge als Pufferspeicher für die Hausenergie genutzt wurden.
Andere Hersteller haben sicher ähnliche Feldversuche und Testinstallationen, da bin ich allerdings nicht ganz so informiert, weshalb meine Infos hier ein wenig arg Toyota-lastig sind. Wenn jemand weitere Meldungen und Infos hat: Immer her damit, das ist immer interessant!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 18:01
von Stephan Walter
Hi,
Nur mal so ins unreine: Wenn es tagsüber einen Überschuss aus den Photovoltanlagen gibt, den man (noch) nicht wer weiss wie weit transportieren kann, warum nicht damit lokal Nachtspeicheröfen aufladen. Ja, ja, ich weiss, das Wort verursacht bei den Ökis Krebs, aber dann nennen wir sie einfach um in Tagspeicheröfen. Besser als Öl und Gas zum Heizen zu verbrennen doch allemal, oder? Und über die Rundsteuerempfänger auch flexibel zu handhaben.
Darüber wird zur Zeit nachgedacht. Energetisch nicht der Traum und als Einzelöfen in Wohnräumen eine der schlechtesten Heizungsarten überhaupt, ist es eine real mögliche Speichermöglichkeit. Das Problem ist, in Zeiten niedrigerer Erträge fossil zuheizen zu müssen. Ausserdem lässt sich der Energiefluss lokal nur sehr begrenzt steuern. Unterm Strich läuft das wieder auf Smartgrid raus. @ Alex Du hast schon recht mit Deinen Bedenken, allerdings reden wir hier von höchst realen Dingen, die bereits umgesetzt werden. Die Frage ist, wie weit man dann dieVerknüpfung via Smartgrid zulässt. Ob die Flotte der Elektroautos tatsächlich ein wesentlicher Teil der Speicher sein wird, wer weiss. Ganz dumm ist die Idee jedenfalls nicht, liegt sehr weit in der Zukunft. Mit der LED Technik hast Du auch Recht, in der öffentlichen Beleuchtung setzt sich das langsam durch, auch wenn die Umrüstung furchtbar teuer ist. Geht übrigens auch Zuhause, ich habe daheim nicht eine einzige Glühlampe mehr. Unlängst gab es eine Rückerstattung von den Stadtwerken, satte 180 ,-€. Grüsse Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 18:11
von niwre77
Nur mal so am Rande - die von der Industrie gepushten und hochgelobten LED Lampen sollte man nicht überbewerten:
Man muss halt immer abwägen, ob es sich tatsächlich lohnt - und dabei kommt es auf die Ziele an. Wenn ich zum Ziel habe, nur Geld zu sparen, lohnt die Umrüstung auf LED nicht, und auch einen A+++-Kühlschrank kaufe ich erst dann, wenn der alte hinüber ist. Wenn als Gemeinde das Ziel "Strom einsparen, Umweltfreundlichkeit demonstrieren" lautet, mögen die Kosten gedeckt sein. Anderes Beispiel: Den alten Ölbrenner auf Gas umrüsten lohnt sich erst dann wirklich, wenn z.B. der Tank demnächst den Geist aufgibt und renoviert werden müsste.
Und da schließt sich der Kreis zum Elektroauto: Ein Umstieg der "Ersparnis" zuliebe fällt flach. Ich habe das für mich mal durchgerechnet am Beispiel des Prius Plug-in: Ich käme im Vergleich zu meiner gasbetriebenen Autobahnschüssel auf "satte" 500 Euro Ersparnis im Jahr. Dafür lease ich kein 30-tsd.-Euro-Auto.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 18:43
von landcruiser
Hab bei mir ca. 1,5 kW Glühlampen durch 300 W LED ersetzt.
Kosten ca. 160 €.
Rechnerische Ersparnis bei den Verbrauchskosten im ersten vollen Jahr 195 € bei 0,27 €/kWh.
Und ich sitze nicht bei blau-weißem Licht, sondern warm-weiß.
In Arbeitsbereichen wo ich gern Licht auf den Fingern habe, hab ich die LED aber wieder rausgeschmissen.
Was ich sagen will: Muss jeder, wie beim Auto, für sich selbst entscheiden und vor allem mal selbst probieren.
Angefixt haben sie mich durch diese mistigen LED-Taschenlampen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 18:47
von Feldi
"Smart grid", was ja weitaus mehr umfaßt, als nur vorhandene Stromspeicher zu nutzen, ist halt 'ne EE-Krücke. Nachdem die Energiewende ja dem Wunschdenken von Politikern und nicht der Entwicklung von Fachleuten entsprungen ist, hat man vergessen, daß volatile Energiequellen nur mit entsprechenden Speichern funktionieren. Und nachdem keine brauchbare Speichertechnik zur Verfügung steht - und auf absehbare Zeit auch nicht stehen wird - sucht man jetzt händeringend nach jeder Möglichkeit -> smart grid. Für mich läuft smart grid nur auf eine weitere Bevormundung des Bürgers hinaus, dem demnächst vorgeschrieben wird, wann er seinen Kaffee zu kochen und seine Socken zu waschen hat. Diese "Energiewende" ist ein einziges Disaster - eine prizipiell gute Idee von Dilletanten verpfuscht.
Etwas off topic...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 19:13
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 19:17
von Feldi
Du bist gemein!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 19:41
von netzmeister
Dann musst Du aber auch die Relationen dazuschreiben, Matías: Deine Modellrechnung ergibt knapp 800.000 elektrisch gefahrene km jährlich. Mit einem Tesla. Das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch eines RUF Elektro-Porsches.
Der weiter oben erwähnte Karabag E500 wird mit 11 kWh für 100 km angegeben. Das ergibt bei 175 MWh knapp 1,6 Millionen km.
Alles realitätsferne Milchmädchenrechnungen, wohlgemerkt.
Man kann alles schön- oder kaputtrechnen. Das bringt uns aber nicht weiter. Die Straßenbeleuchtung war ein Beispiel für die mögliche Einsparung EINES Bereiches, nicht mehr und nicht weniger.
Was mich viel mehr wundert, ist, dass hier mal wieder nur eine handvoll Leute mitdiskutieren. Hat sonst keiner eine Meinung zur Elektromobilität? Ist sonst niemand in so nem Ding gesessen? Oder lasst Ihr Euch wie immer einfach nur bequem unterhalten und wartet auf den Knall...?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 19:59
von Feldi
netzmeister hat geschrieben:Man kann alles schön- oder kaputtrechnen. Das bringt uns aber nicht weiter.
Da hast Du schon Recht, Alex. An manchen Stellen geht aber das Wunschdenken völlig an der Realität vorbei. Da würde es nicht schaden, wenn hi und da mal einer nachrechnen würde. Wenn man sich solche Diskussionen im TV ansieht, dann fällt doch auf, daß dort ausschließlich Politiker, Journalisten oder diese dä.... Frau Kempfert sitzen. Einen Fachmann für Versorgungs- oder Netztechnik sieht man da nie.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 20:07
von buschfieber
Stephan Walter hat geschrieben:Darüber wird zur Zeit nachgedacht. Energetisch nicht der Traum und als Einzelöfen in Wohnräumen eine der schlechtesten Heizungsarten überhaupt, ist es eine real mögliche Speichermöglichkeit.
Na ja, zumindest finanziell nicht ganz so schlimm: Einfamilienhaus mit Büro in DE bei mir letztes Jahr etwa 1800 EUR. Ob da Öl oder Gas viel billiger ist? Ja, da mag es besseres geben, hier in CH setzen viele gerade auf dem Land auf Holz (auch Pellets) und selbst in kleinsten Dörfern tun die Leute sich zu einem Wärmeverbund zusammen und heizen zentral mit einer Holzschnitzelfeuerung. Dazu muss man aber wissen, dass es in vielen Orten neben den "Einwohnern" auch noch die "Bürger" gibt, und der "Bürgergemeinde" gehört in der Regel auch der Wald, Holz(abfall) also quasi zum Nulltarif, abgesehen von den Arbeitseinsätzen (aber die heizen ja auch ein...) Aber zurück zu den "Piep"öfen. Klar wird das beim tagsüber laden wahrscheinlich auch nicht viel billiger als heute. Aber wenn sie nun schon mal da sind (und die der neueren Generation ohne Asbest)....immer noch billiger, als das ganze Haus auf eine andere Heizung umzurüsten. Für 20t oder 30 t kann man lange Strom kaufen.... Und damit kommen wir dazu, was andere hier ja auch schon gesagt haben, man muss bei aller Fortschrittsfreude letztlich auch an die Gesamtbilanz denken, und da kann es in der Summe besser sein, die alte Schleuder weiter zu fahren, bis sie auseinander fällt und erst dann neue Rohstoffresourcen zu verbrauchen, was ja letztlich auch wieder mit einem beträchtlichen Energieverbrauch verbunden ist (Stahl- und Aluminiumherstellung, Kunststoffe). Und gerade diesen Willen zur Gesambetrachtung vermisse ich bei den meisten Ökis und "Experten". Beispiel "Gelber Sack". Wenn ich den Aufwand sehe fürs sammeln, transportieren, sortieren, und dann geht vieles davon in den Balkan auf die Deponie (sic!). Dann doch lieber den Kram verbrennen, mit der Hochdruckschiene Strom erzeugen und mit dem Rest ganze Stadtteile heizen. Und das eventuell mit "Zwangsanschluss" bei der Ausweisung neuer Baugebiete (wird hier in SO gerade heiss diskutiert). Klar stösst eine Müllverbrennung auch Abgase aus, aber in der Summe dürfte das erheblich weniger sein, als wenn jeder einzelne für sich kokelt. Und man bekommt dabei ja noch etwas von dem an Energie wieder heraus, die man vorher rein gesteckt hat. Nicht umsonst wirbt hier der örtliche Betreiber mit einer "heimischen" Energiequelle.....versucht so was mal in DE.....
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 21:18
von George
Netzmeister hat geschrieben: "... zum Thema "Deckung des Energieaufwands" passend: Die Stadt Karlsruhe hat in den letzten Jahren eine ganze Menge Straßenlaternen mit LED-Technik bestückt und spart dadurch jährlich 175 Megawattstunden elektrische Energie. Das ist eine ganze Menge - und das ist exakt der Strom, der Nachts gebraucht wird, wenn die schönen Photovoltaik-Anlagen nicht laufen. ."
Das müssen aber ganz alte Pfunzeln gewesen sein. Die hätte man schon vor Jahren mit neuen Entladungslampen tauschen können mit der gleichen Stromersparnis, aber weniger Investitionskosten und höheren Unterhaltskosten (Lampenwechsel). LED ist eine gute Sache, aber fast neue Entladungslampen gegen LED zu tauschen, wie das in gewissen Städten praktiziert wird, macht keinen Sinn. Nur bei den Strassenbeleuchtungen lässt sich verhältnissmassig wenig einsparen. Der jährliche Verbrauch Deutschlands Strassenbeleuchtungen beträgt 0,7% des Gesamtverbrauchs Die Informationstechnik (IT, Server, Klimatisierung, USV) verbraucht im Vergleich momentan 1,8% und hier wurde in den letzten Zeit kräftig eingespart trotz immer schnelleren Netzen und Ausbau.
Da bin ich doch am überlegen ob ich sowas nicht doch brauche Tim
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 22:49
von Stephan Walter
Die Umrüstung läuft überwiegend dort, wo ohnehin umgebaut wird. Karlsruhe ist ja zur Zeit eine einzige Baustelle. In den Stadtteilen wird zur Zeit das Stromnetz von Freileitung auf Erdverkabelung umgestellt. Dabei wird dann auch die Strassenbeleuchtung umgestrickt. Eine alte Überspannungsleuchte an nen Mast hängen kommt nicht gut. In neu erschlossenen Baugebieten baut niemand mehr konventionelle Leuchten ein. Eine gute Entladungslampe ist energetisch (noch?) gleichwertig, da kann LED höchstens mit Wartungskosten punkten. Für die Gemeinden ist die Strassenbeleuchtung ein echter Kostenfaktor, da spielt dann auch die Wartung rein. Fast alle Gemeinden im Umland haben schon vor Jahren die Strassenbeleuchtung runtergefahren, die Halbnachtschaltung deaktiviert, Leuchtmittel ausgebaut.
Ich sehe die Überlegungen zum Smart Grid nicht als Bevormundung. Da will doch niemand das Kaffe kochen verbieten. Wäre rechtlich auch nicht ganz einfach. Man kann aber leicht über flexible Tarife, die der Lastsituation angepasst sind, Verbrauchsverhalten steuern oder gleich bestimmte Geräte freigeben, die nicht unbedingt zu jeder Zeit laufen müssen. Die Waschmaschine z.B. kann auch innerhalb eines sinnvoll begrenzten Zeitraums stressfrei in Überschusszeiten mit günstigen Tarifen laufen oder halt wegen der Lieblingshose kurz vor dem Date für ein paar Cent mehr. Bei Elektroheizungen wurde das ja früher schon ähnlich umgesetzt. Hat mit EMobilität zugegeben wenig zu tun. Das Schöne ist, egal wie wir hier diskutieren, die Zukunft wird ihren eigenen Weg gehen. In 30 Jahren werden wir sehen,wer Recht hatte. Vielleicht fahren wir ja dann auch mit Himbeersaft, so ein Fliewatüüt wär doch was.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 22:57
von PeterC
netzmeister hat geschrieben:
Was mich viel mehr wundert, ist, dass hier mal wieder nur eine handvoll Leute mitdiskutieren. Hat sonst keiner eine Meinung zur Elektromobilität? Ist sonst niemand in so nem Ding gesessen? Oder lasst Ihr Euch wie immer einfach nur bequem unterhalten und wartet auf den Knall...?
Nö, eben erst gefunden. Soll ja vorkommen.
Ich habe schon ein E-Auto gefahren. Zwar nur ein Prototyp mit 4 * 60kW und ein 45kWh Akku. Reichweite entweder 180km im Zyklus oder 20 Minuten richtig Spass. Aber immerhin.
Und diese Erkenntnis zeigt mir: nur über Emotionen verkaufe ich ein Auto * das weniger umweltfreundlich ist (bei aktuellem Energiemix) * das weniger Reichweite hat (der kommt kaum weiter als mein Diesel wenn die Reservelampe angeht) * und dafür sackteuer ist.
Einen nicht mal erkennbaren Eup (ab 26900 €) würde ich mir nicht kaufen, ein i3 ( ab34950 €) erscheint mir da einfach logischer. Wenn ich schon unsinnig viel Geld ausgebe, will ich mich dann auch beim Benutzen immer wieder darüber freuen. Das kann aber auch daran liegen, dass wir gute Fahreigenschaften und -leistungen einfach wichtig sind und die Volkswagen da einfach nicht hinkommen wollen oder können.
Rechnen wir mal ein bißchen anders:
Pro 100k ca 15kWh Strom, incl. Gebläse und mit "normaler" Fahrweise. Wenn bei uns im Dorf die Leute nach Hause kommen und über Nacht die Energie für den nächsten 50km Tag nachladen wollen, dann brauchen sie 7,5 kWh (mindestens, Wirkungsgrad mal aussen vor). An einer normalen 16A Steckdose dauert es ca. 5 - 8 Stunden. Da wird es dunkel in der Strasse, weil alle gleichzeitig laden müssen. Deshalb fand ich die +36% relativ einleuchtend. Etwa so, als würden alle gleichzeitig die Waschmaschine einschalten. Falls jetzt jemand die Schnelllader ins Spiel bringt: die übertragene Energie bleibt gleich, nur der zeitliche Verlauf ändert sich. Dann wird es eben nacheinander immer mal dunkel
Nebenbei: die Vorheizdosen für die grünen Kabel in Skandinavien sind auf 700W begrenzt, warum bloß?
Also, es bleibt viel zu tun. Nur sollten wir langsam anfangen und neidlos die Leute vorlassen, die die notwendige Kohle haben solche Autos jetzt neu zu kaufen und damit den Markt entwickeln. Genauso wie ABS und Airbag erst in der Oberklasse Einzug gehalten haben und kaum 15 Jahre später zur Standardausstattung wurden.
Die günstigen Betriebskosten gehören ebenfalls in das Reich der Fabel. Sobald ein nennenswerter Anteil Mineralölsteuer (aktuell ca 42 Mrd€ in D)ausfällt wegen der E-Fahrzeuge gibt es darauf vergleichbare Steuern. Dank intelligenter, vernetzter Ladesäulen gar kein Problem, den Strom anders zu besteuern.
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. November 2013 23:09
von 1958
Das E- Auto ist ein Luftschloss genauso wie das Wasserstoffauto.
Um diese Alternatieven in die Tat um zu setzen - ohne irgendwelche hypothetischen Berechnungen -
was braucht es hierfür.
ein dichtes flächendeckendes Treibstoffnetzt - Steckdosen mit 380 V Anschluss für schnelle Ladungen und das ganz wichtig im Stadtbereich - im Prinziep an jedem Parkplatz.
Jede Tankstelle muss auch einen Wasserstoff Zapfhahn haben.
Die Batteriefrage - so wie wir sie im Moment auch in unseren neuen Auto's haben - 4 Wochen still stehen und die Batterie ist leer. Ja unsere Elektischen Helfer im auto brauchen Strom. Auch dies ist ein noch zu Lösendes Problem.
Alle Berechnungen der Reichweite ist hinfällig wenn im Winter - Licht - Heizung - Heckscheibenheizung - Sitzheizung - Radio - etc Läuft. So viel mir bekannt ist sind dies Stromverbaucher. Also fähr das Auto schon nach sehr wenigen Km mit Benzien - also zurück mit herkömmlicher Energie.
Die Bequemlichkeit des Konsumenten - wir leben in einer sehr schnell lebigen Gesellschaft.
Der letzte aber sehr entscheidende Punkt ist - wenn der Konsument damit kostengünstiger mit fährt - dann ist er schneller gewillt zu kaufen.
Ich selber bin imer auf der Suche für meine Geschäft - nach weniger Energiekosten für meine Fahrzeuge - dazu gehört auch das E-Mobiel.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 08:30
von netzmeister
1958 hat geschrieben:Das E- Auto ist ein Luftschloss genauso wie das Wasserstoffauto.
Die Dinger funktionieren ganz real. Luftschlösser sind allenfalls Konzepte wie "100% Elektromobilität im Jahr 2020".
Was ich persönlich übrigens für wesentlich sinnvoller hielt, wäre eine flächendeckende Akzeptanz von E-Rollern, wie es mittlerweile in Asien schon weit verbreitet ist. Bei mir vor dem Bürofenster endet die Sackgasse in ein kleines Brückchen mit Geländer quer davor. Ihr könnt Euch vorstellen, wie sich das anhört, wenn Scharen von Jugendlichen den ganzen Tag vom Wohngebiet zum Supermarkt und zurück fahren: *WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHH*...*Wäääh*...*Wäh*...*Wäääh*...*WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHH*...es wird ja grundsätzlich voll aufgerissen, und das bringt einen in den Wahnsinn. Ein Elektro-Roller-Zwang wär eine echte Wohltat.
Peter: Emotionen, richtig. Aber wieso verkauft sich dann der ganze emotionslose Rotz so gut? Die Frage stelle ich mir immer wieder. :-p
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:11
von JWD
netzmeister hat geschrieben:Was mich viel mehr wundert, ist, dass hier mal wieder nur eine handvoll Leute mitdiskutieren. Hat sonst keiner eine Meinung zur Elektromobilität?
Ich glaube, die möchtest Du gar nicht kennenlernen
Mal ernsthaft, ich hatte gestern schon ein längeres Pamphlet für diesen Fred verfasst, um es dann in die Tonne zu treten. In Kürze: 1)E-Autos sind ein Feigenblatt der Autoindustrie um unsere versammelte Gutmenschenschaft ruhig zu stellen. Ernsthafte Versuche zur Abkehr von den gängigen Fahrzeugkonzepten sind (für mich!) nicht zu erkennen. Böswillig könnte man sogar sagen, dass die Verluste die diese Konzeptionen einfahren ja auch steuerlich geltend gemacht werden können 2)Wie hier schon öfter angesprochen; die Rahmenbedingung für E-Konzepte sind nicht nur mangelhaft sondern bizarr! Es soll mal wieder eine Technologie voran getrieben werden, die einem politischen Wunsch entspringt, ohne ansatzweise die technischen Grundlagen verstanden, geschweige denn geklärt zu haben. (Die Rechenbeispiele hier in der Diskussion sind zwar platt, aber sehr anschaulich Danke Don Matias )
Um es bezüglich meiner Meinung auf den Punkt zu bringen, ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt einen Prius anzuschaffen. Zu Zeiten als ich noch an den politischen Willen glaubte, mit teilweise erneuerbaren Energien (was für ein physikalischer Analphabetismus…. ) eine zarte Umstrukturierung der Energieversorgung einzuleiten. Seit dem ich aber festgestellt habe, dass es nur noch um die Durchsetzung von Ideologien und Macht geht, und zwar mit dem Holzhammer, habe ich mich abgewendet. Klingt sicher fatalistisch, aber ich sehe es momentan so. Die ganze Thematik hat eine leider viel zu große ideologisch/politische Komponente, die es mir nicht erlaubt, den Betatester zu machen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:28
von netzmeister
Wieso Betatester? Den Prius gibt es seit 1997, ich glaube der ist soweit ausgetestet. Und ob Du Prius fährst oder nicht, damit haben irgendwelche politischen Konzepte herzlich wenig zu tun. Das Ding rennt ordentlich, braucht wenig, verfolgt einen interessanten Ansatz...mehr Argumente gibt es nicht.
Was die "großen Ideen" für Elektromobilität angeht, das alles überspannende Konzept, da bin ich ähnlich skeptisch: Es wird gewurstelt, aber nicht gemacht. Treiber tatsächlicher Entwicklungen ist und bleibt die Industrie.
Wenn ich aber wieder den Einzelnutzer (vielleicht sogar mit eigener Photovoltaik) betrachte, dann brauche ich auch dafür kein übergeordnetes politisches Gesamtkonzept: Wenn's passt, dann passt es. Der nachbarliche Elektroladen hat einen kleinen Montageflitzer für den örtlichen Kundenverkehr, auf dem Dach die Photovoltaik, vor dem Laden die Ladesäule. Politik hin oder her: In dieser Konstellation funktioniert es einfach.
Aber ja, Du hast recht: Das ist klein-klein. Am tatsächlich entscheidend dimensionierten gesammtwirtschaftlichen Konzept fehlt es hinten und vorne, und so schnell wird das auch nix.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:28
von netzmeister
Andere Frage: Hat jemand von Euch schonmal ein Elektro-Motorrad gefahren?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:38
von JWD
Betatester bezog sich für mich nicht auf das Fahrzeug. Sondern auf die Rolle als "Baustein" einer Strukturveränderung.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:47
von netzmeister
Ich fürchte, die gesamte und durch die vielen Hirnfürze viel zu vieler Köche ständig sich weiter verändernde angestrebte Umstrukturierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist schlicht zu komplex, als dass sie in dem Maße klappen könnte, wie sich so mancher mit grünem Anstrich das gerne vorstellt...aber das ändert nix dran, dass ich die aktuellen und zukünftigen technischen und strukturellen Möglichkeiten super interessant finde.
und die Mautbrücken sowie "Smart Grid" so anschaue, wäre es wohl das Beste, wir vermeiden fürderhin jeglichen Einsatz eigener Denkkraft und verlassen uns nur noch auf behördliche Aufsicht und Anleitung. Spart auch ne Menge Energie, wenn man nicht mehr jede Entscheidung selbst treffen muss.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 09:56
von Feldi
Stephan Walter hat geschrieben:Ich sehe die Überlegungen zum Smart Grid nicht als Bevormundung. Da will doch niemand das Kaffe kochen verbieten. .....Man kann aber leicht über flexible Tarife, die der Lastsituation angepasst sind, Verbrauchsverhalten steuern.
Und das ist keine Bevormundung? Wie willste im Haushalt denn Deinen Verbrauch steuern? Bei Wasch- und Spülmaschine in Grenzen, aber sonst? Kochen, Bügeln, Kühlen, Beleuchten,Surfen und TV nach Tageszeittarif? Nein danke. Das läuft doch darauf hinaus, daß der Stromversorger meinen Tagesablauf bestimmt. Und Du kannst sicher sein, daß die Zeittarife so gestaltet werden, daß wieder ordentlich kassiert werden kann - nach dem Motto "Du hättest ja wannanders kochen können". Abgesehen davon tut sich die nächste Quelle zum Datensammeln auf.
Der Strommarkt ist ein Chaos, dem Verbraucher entstehen nur Nachteile und das ganze wird einem als Fortschritt verkauft - super.
Was viel interessanter als die Leistungsdaten ist: Das Ding wurde von ner Uni entwickelt, nicht von einem Multi-Milliarden-Euro-Konzern. Es mag nicht bis zum letzten ausgereizt sein, aber es funktioniert. Zumindest wird das so kolportiert, aber seit damals habe ich auch nix mehr von dem Projekt gehört...
und die Mautbrücken sowie "Smart Grid" so anschaue, wäre es wohl das Beste, wir vermeiden fürderhin jeglichen Einsatz eigener Denkkraft und verlassen uns nur noch auf behördliche Aufsicht und Anleitung. Spart auch ne Menge Energie, wenn man nicht mehr jede Entscheidung selbst treffen muss.
Wart mal bis die nächste Generation Fahrassistenzsysteme auf den Markt kommt. Überwachung der Wegstrecke und der Massenbeschleunigungskräfte ist da nur ein Subset der Möglichkeiten, die Karren der nicht allzufernen Zukunft werden größtenteils selbst fahren können. Da möcht ich dann gerne wissen, wie es sich so anfühlt in einem rüstigen Baujahr 85 aus dem letzen Jahrhundert, umgeben von Robotern auf der Autobahn
Übrigens, wie meinst du das in Bezug auf Mautbrücken? In den mir bekannten Systemen ist die Weitergabe von Bewegungsdaten schlichtweg undenkbar. Natürlich wecken die produzierten Daten allerlei Begehrlichkeiten, aber da kommt aufgrund vertraglicher Restriktionen schlichtweg nichts raus aus dem System. Was wir teilweise schon machen können damit, ist die Berechnung von Level of Service Verfügbarkeit auf den bemauteten Strassen, sowie Unfallerkennung. Das passiert aber mehr in Hinblick auf Zurverfügungstellung von Daten für Traffic Management Systeme zur Information der Verkehrsteilnehmer. Asfinag geht sowieso eigene Wege und hängt unter jede Mautbrücke oder Verkehrsschilderbrücke mit Stromanschluß ihre eigenen ASIM TT 2x Sensoren, die ihnen Fahrzeugkategorie, Geschwindigkeit und Abstand der Fahrzeuge zueinander übermitteln, und rechnen so quer über das gesamte österreichische Netz Level of Service und kriegen eine recht lückenlose Staudetektion hin. Die brauchsen kein Mautsystem mehr dazu.
Daten, die vorhanden sind, laufen immer Gefahr, irgendwann auch genutzt zu werden.
Aber Du hast recht: Bei der Smartphone-Dichte braucht man keine Mautbrücken mehr.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 11:34
von Gerhard
netzmeister hat geschrieben:Daten, die vorhanden sind, laufen immer Gefahr, irgendwann auch genutzt zu werden.
Aber Du hast recht: Bei der Smartphone-Dichte braucht man keine Mautbrücken mehr.
Ja, du würdest nicht für möglich halten was da alles geht. Aufgrund der Bewegungsmuster kann man berechnen, ob du grad zu Fuß unterwegs bist, oder in der Bahn, und wenn in einem Auto, dann sogar Rückschlüsse auf die Kategorie des Fahrzeugs ziehen. Ein Mitarbeiter eines kleinen Telematikunternehmens, das schon vor 5 oder so Jahren einen Deal mit einem Mobilfunkbetreiber über anonymisierte Bewegungsdaten hatte, erzählte mir, sie können die Straßenbahn kommen sehen - einfach aufgrund einer gewissen Anzahl gleichartiger Bewegungsmuster.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 11:36
von Gerhard
...und das basierte nicht mal auf Triangulationsdaten, sondern lediglich auf Handover-Daten der Zellen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 11:55
von ALI
Irgendwie werden hier gerade ein paar Tröts miteinander verwurschtelt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 12:16
von netzmeister
Ziemlich, in der Tat.
Andere Frage: Vorausgesetzt, Ihr habt neben dem Allradler noch einen Zweitwagen für Autobahn, Family, Stadtverkehr, Job, wasweißich...was müsste der für Voraussetzungen erfüllen, damit Ihr Euch für Hybrid, Elektro oder Brennstoffzelle entscheidet?
Bei meinem persönlichen Fahrprofil käme von den neuen Technologien ohnehin nur Brennstoffzelle in Frage, da ich am Tag auch mal tausend km abspule. Das ginge natürlich dann nur mit entsprechend großem Tank oder entsprechend guter Tankstellendichte.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 12:27
von thores
netzmeister hat geschrieben:Vorausgesetzt, Ihr habt neben dem Allradler noch einen Zweitwagen für Autobahn, Family, Stadtverkehr, Job, wasweißich...was müsste der für Voraussetzungen erfüllen, damit Ihr Euch für Hybrid, Elektro oder Brennstoffzelle entscheidet?
Sach ma, haste son Beratervertrag vonnem Elektrofuzzi angedreht gekriegt?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 12:30
von 1958
Auf Deine Frage == JA
Kleinkrafträder nur als Electro - wie in China - würde gehen, wenn man wie in China, alle Verbrennungsmotoren für Kleinkrafträder verbieten würde.
Dann müssen alle ZWANGSWEISE auf E-KleinKrad umsteigen. Man könnte hier alle neuen Kleinkrafträder nur noch als E-Motoren verkaufen - dann stirbt das alte Mofa aus.
Aber wir haben hier in Europa ja Beamte und Millionen Gesetzte die es halt unmöglich machen
Der Lärm des Kleinkrad - ist das Bruntztgehabe der Junghirsche - um die Weiblichkeit auf sich aufmerksam zu machen.
Ab einem Gewissen Alter wird man halt leiser
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 12:52
von ALI
1958 hat geschrieben:Ab einem Gewissen Alter wird man halt leiser
Wie hört sich eigentlich ein Seitenauspuff be E-Antrieb an?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 12:59
von Bergler
netzmeister hat geschrieben:Vorausgesetzt, Ihr habt neben dem Allradler noch einen Zweitwagen für Autobahn, Family, Stadtverkehr, Job, wasweißich...was müsste der für Voraussetzungen erfüllen, damit Ihr Euch für Hybrid, Elektro oder Brennstoffzelle entscheidet?
Solange z.B. ein Leasing für ein E-Smart so teuer ist wie wie für einen jungen Phaeton habe ich wenig Ambitionen. Ich brauch auch mal ein Auto für die Langstrecke. Einen Hybrid habe ich mir schon mal überlegt, aber die sind alle entweder hässlich (Prius) oder völlig überteuert (Lexus LS600h). Ich hatte mal ernsthaft den Lexus GS 450h überlegt. Aber was da an Folgekosten kommen, konnte mir damals nicht einmal der Autohändler sagen. Der riet mir damals zum reinen Benziner, weil er billiger, beständiger und kalkulierbarer sei. Ist ne Weile her und mag sich geändert haben, aber das steckt bei mir noch im Kopf.
Ich kenne hier einen, der die ganze Zeit an einem Vehikel forscht, das vier Radnabenmotoren haben soll. Es ist aber wohl wahnsinnig schwierig (im Sinne von derzeit unmöglich), diese Motoren im absoluten Gleichlauf zu halten (geradeaus) und in Kurven ein Differential zu simulieren. Aber dieser Ansatz gefällt mir ziemlich gut.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:06
von ALI
Bergler hat geschrieben:Es ist aber wohl wahnsinnig schwierig (im Sinne von derzeit unmöglich), diese Motoren im absoluten Gleichlauf zu halten (geradeaus) und in Kurven ein Differential zu simulieren.
Technisch ist das machbar. Denk mal an Werkzeugmaschinen, deren Achsen synchron fahren.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:21
von Onkelchen
ALI hat geschrieben:
Bergler hat geschrieben:Es ist aber wohl wahnsinnig schwierig (im Sinne von derzeit unmöglich), diese Motoren im absoluten Gleichlauf zu halten (geradeaus) und in Kurven ein Differential zu simulieren.
Technisch ist das machbar. Denk mal an Werkzeugmaschinen, deren Achsen synchron fahren.
Hi,
das ist überhaupt kein Problem.
Funktionieren tut das Ganze ja sogar in noch wichtigerer Variante in den Multicoptern.
Da geht es nicht nur darum, die Kraftübertragung einigermaßen gleich zu halten, sondern gleich darum, das Ding überhaupt stabil flugfähig zu halten.
Wenn ein Consumer-Teil für 450 Euro vier Propeller so steuern kann, dass der Copter damit flug- und lenkfähig sowie selbststabilisierend ist, dann geht das bei einem Auto, das durch die Radverbindung über den Boden sogar noch eine gewisse Ungenauigkeit erlaubt, erstrecht.
Außerdem ist das bei Fahrzeugen ja schon lange realisiert worden.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:22
von netzmeister
So geht's mir eben auch, Thomas: Die Langstrecke bestimmt die Fahrzeugwahl, ein separates Elektroauto für Kurzstrecke ist für Umwelt und eigenen Geldbeutel völliger Quatsch, das verfehlt völlig den Sinn. Deshalb finde ich die Idee "Plug-in Hybrid" auch so charmant: Für die Kurzstrecke aufladbar bzw. kombinierter Betrieb, für die Langstrecke normaler Ottomotor. Aber nur weil eine Idee "ganz charmant" ist, kauft man kein Auto. Für den Endverbraucher fehlt da noch der absolut zündende Vorteil.
Ich hatte weiter oben erwähnt, dass ich die Sache mal spontan durchgerechnet hatte. Dabei kam raus, dass ich mit 35 km (besser 40) Reichweite im Jahr um die 8.000 km elektrisch fahren könnte. Das würde sogar logistisch ganz gut passen. sind, in Autogas und mit dem zugegeben sehr hohem Gasverbrauch meiner Autobahnkiste gerechnet, zwischen 600 und 800 Euro Ersparnis im Jahr. Das ist für sich genommen ne Menge Kohle, aber dafür rechnet sich nichtmal einer dieser unselig-halbfertigen Twizys, mit all seinen Nachteilen.
Wesentlich mehr (und zwar um ein Vielfaches mehr) als all diese mühsam zusammengestrickten und grün angestrichenen Milchmädchenrechnungen rechnet sich, ein paar der wirklich und wahrhaftig völlig unnötigen Fahrten zu streichen. Aber das gelingt leider auch nicht immer.
Nutzt jemand von Euch Car-Sharing, Stadt-Mobil oder ähnliches?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:26
von 1958
Alex
es gibt Dinge die man nicht Sharen sollte
Geld
Auto's
Frauen
das gibt nur Ärger
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:33
von Onkelchen
netzmeister hat geschrieben:So geht's mir eben auch, Thomas: Die Langstrecke bestimmt die Fahrzeugwahl, ein separates Elektroauto für Kurzstrecke ist für Umwelt und eigenen Geldbeutel völliger Quatsch, das verfehlt völlig den Sinn. Deshalb finde ich die Idee "Plug-in Hybrid" auch so charmant: Für die Kurzstrecke aufladbar bzw. kombinierter Betrieb, für die Langstrecke normaler Ottomotor.
Außerdem ist die Energierückgewinnung nur elektrisch sinnvoll realisierbar. Daher sehe ich den Plug-In Hybrid derzeit auch als den besten Kompromiss.
Die wasserstoff- oder methangasbetriebene Brennstoffzelle würfte den Ottomotorkomponente dann aber über kurz- oder lang ablösen. Den Wahn, Energie in Bewegung zu stecken um sie bei nächster Gelegenheit komplett Wärme umzusetzen, lässt sich halt nur begegnen wenn man elektrische Komponenten im Antrieb verwendet. Den lächerlichen Versuch aus früheren Zeiten, dies mit einem Schwungrad zu realisieren, kann man wohl getrost ad Acta legen.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:53
von buschfieber
aber vielleicht könnte man das System mit den Sklaven, die eine Kurbelwelle antreiben, wieder aufnehmen, so wie bei den ersten U-Bootversuchen.....und statt dem Tempomat eine Trommel.....und als Turbo eine Peitsche....
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 13:55
von TomB
buschfieber hat geschrieben:aber vielleicht könnte man das System mit den Sklaven, die eine Kurbelwelle antreiben, wieder aufnehmen, so wie bei den ersten U-Bootversuchen.....und statt dem Tempomat eine Trommel.....und als Turbo eine Peitsche....
Der Verbrauch von 40 Big Macs/100km bei unseren Gefährten dürfte ein Problem werden.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:02
von buschfieber
womit wir wieder beim Klimawandel wären....irgendwann hängt doch irgendwie irgendwo alles mit irgendwas zusammen....
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:09
von Feldi
netzmeister hat geschrieben:ein separates Elektroauto für Kurzstrecke ist für Umwelt und eigenen Geldbeutel völliger Quatsch, das verfehlt völlig den Sinn.
Verstehe ich nicht. Wenn ich täglich bis zu 30km (einfach) pendeln muß, dann nehm ich dafür die billigste Batterie-Kiste und behalt den großen Verbrenner für die seltene Langstrecke oder den Urlaub in der Garage. Das wäre für mich die perfekte Lösung - aber nicht bei 20 k€.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:12
von Onkelchen
Feldi hat geschrieben:
netzmeister hat geschrieben:ein separates Elektroauto für Kurzstrecke ist für Umwelt und eigenen Geldbeutel völliger Quatsch, das verfehlt völlig den Sinn.
Verstehe ich nicht. Wenn ich täglich bis zu 30km (einfach) pendeln muß, dann nehm ich dafür die billigste Batterie-Kiste und behalt den großen Verbrenner für die seltene Langstrecke oder den Urlaub in der Garage. Das wäre für mich die perfekte Lösung - aber nicht bei 20 k€.
Und nur mit richtigem Wechselkennzeichen.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:20
von Feldi
Onkelchen hat geschrieben:Und nur mit richtigem Wechselkennzeichen.
Eigentlich ja - das haben die Hirnzwerge in Berlin gepennt. Anderseits zahlt man bei E-Mobilen sowieso 10 Jahre lang keine Steuer.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:21
von Bergler
Ich weiß nicht mehr wer, aber irgendein Autohersteller hat doch mal angekündigt, an Tankstellen statt aufzuladen einfach die gesamte Batterieeinheit zu tauschen. Dann würde der "Tankaufenthalt" auch nicht länger als beim echten Tanken dauern. Fänd ich klasse. Dann ließen sich auch längere Fahrten realisieren und die leere Batterie kann die Tanke dann wieder langsam aufladen.
Feldi hat geschrieben:Das wäre für mich die perfekte Lösung - aber nicht bei 20 k€.
Sehe ich auch so. Zudem: Jetzt hab ich schon ein BT, dann noch ein ganzjährig zugelassenes Winterauto, zwei Anhänger, zwei Roller - langsam wird der Platz eng (ich hab nur eine Garage im Mehrfamilienhaus). Jetzt noch zusätzlich ein E-Fahrzeug für die Kurzstrecke? Der kostet bestimmt auch wieder Versicherung und Steuer. Wehe jemand kommt jetzt mit Wechselkennzeichen.
Edit: Onkelchen kriegt den Pokal
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:36
von 12HT
Bergler hat geschrieben:Es ist aber wohl wahnsinnig schwierig (im Sinne von derzeit unmöglich), diese Motoren im absoluten Gleichlauf zu halten (geradeaus) und in Kurven ein Differential zu simulieren.
Bergler, das sollte doch kein Prob sein oder? Sind doch sowieso Asynchronmotoren mit Frequenzumrichter, ein gewisser Schlupf ist doch sowieso immer da.
Stelle mir das jetzt nicht gerade als unlösbares Problem vor...
Gruß Markus
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:40
von Feldi
Feldi hat geschrieben:Wenn ich täglich bis zu 30km (einfach) pendeln muß, dann nehm ich dafür die billigste Batterie-Kiste und behalt den großen Verbrenner für die seltene Langstrecke....
Hier liegt in meinen Augen das größte Potenzial.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 14:56
von netzmeister
Feldi hat geschrieben:
netzmeister hat geschrieben:ein separates Elektroauto für Kurzstrecke ist für Umwelt und eigenen Geldbeutel völliger Quatsch, das verfehlt völlig den Sinn.
Verstehe ich nicht. Wenn ich täglich bis zu 30km (einfach) pendeln muß, dann nehm ich dafür die billigste Batterie-Kiste und behalt den großen Verbrenner für die seltene Langstrecke oder den Urlaub in der Garage. Das wäre für mich die perfekte Lösung - aber nicht bei 20 k€.
Ich sprach ja nur von mir, und bei mir sind Langstrecken an der Tagesordnung.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 15:10
von ALI
netzmeister hat geschrieben:…bei mir sind Langstrecken an der Tagesordnung.
Da gibt's noch die Bahn ... mit E-Lok.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 15:18
von Feldi
netzmeister hat geschrieben:Ich sprach ja nur von mir, und bei mir sind Langstrecken an der Tagesordnung.
Achsoooo..
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 15:18
von Onkelchen
ALI hat geschrieben:
netzmeister hat geschrieben:…bei mir sind Langstrecken an der Tagesordnung.
Da gibt's noch die Bahn ... mit E-Lok.
Bei uns ist die Bahnstrecke noch nicht elektrizitifizititiert.
Es war zwar in Planung, wurde aber verschoben, weil das Geld für Stuttgart 21 gebraucht wird. Den behindertengerechten Umbau der Bahnhöfe hat man aus gleichem Grund gleich mit verschoben ...
Bei uns fährt die Bahn folglich noch eine ganze Weile mit Diesel.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. November 2013 18:53
von 1958
Bergler
das gab es schon - war eine israelische Firma die mit einem Joy venture mit Renault eingegangen ist.
Der Erfolg war so gigantisch das die Firma vor 4 Monaten Pleite gegeangen ist.
Renault mit Wechselbatterien - inneralb von 5 min wurde der complette Batteriesatz ausgetauscht.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. November 2013 16:36
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. November 2013 16:41
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2013 17:18
von netzmeister
Scrollt hier mal ein wenig nach unten zu den E-Bikes:
Ich bin ja kein Motorradfahrer. Aber verflixt, da würde ich glaube ich schwach werden.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2013 18:08
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 12:47
von Stephan Walter
Hi, DIN 18015 legt u.A. die Auslegung der Hauptstromversorgung für Wohngebäude fest. Für ein Einfamilienhaus sind das 63A. DerStandard- Hausanschluss ist derzeit bei unseren Versorgern hier 3x50A, früher waren es 3x63A. Die tatsächliche Ausführung ist Sache des Planers, der bestimmt die Stärke des Hausanschlusses nach dem Leistungsbedarf und der Kunde muss dementsprechend dafür bezahlen. Die Niederspannungsnetzte sind in der Regel für eine Übertragungsleistung von 3KW pro Wohneinheit gebaut.
Einzelne! Geräte über 12kW Anschlussleistung bedürfen grundsätzlich der Zustimmung des Netzbetreibers, darunter nur, wenn es explizit in der jeweiligen TAB gefordert ist. Ladegeräte gehören zur Zeit nicht dazu, sie müssen den geltenden Vorschriften entsprechen und gut. Man könnte also theroretisch 10 12kW Geräte gleichzeitig betreiben, sofern die Anlage dafür ausgelegt ist. Über Elektroherde macht sich auch niemand Gedanken, wenn alle Leute gleichzeitig kochen ensteht das typische EVU Lastprofil. Auch ohne Smart Grid machbar und seit Jahrzenten z.B. dei Durchlauferhitzern Standard wäre eine Verriegelung von Ladegaräten mit anderen starken Verbrauchern. Wobei das Smart Grid nichts ist, über dessen Einführung zu diskutieren ist. Es kommt bzw. ist schon da. OG. DIN fordert z.B. für Neuanlagen grössere Stromkreisverteiler, die die zugehörigen Geräte aufnehmen können. Zählerplätze müssen auch schon dafür ausgelegt werden, die Geräte zur Verbrauchssteuerung kommen in den nächsten ein, zwei Jahren auf den Markt. Grüsse Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 16:28
von Don Matías
/
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 16:41
von PeterC
Don Matías hat geschrieben:1. Mit TESLAS >>HIGH POWER WALL CONNECTOR<< ("Single phase, 208-250 volt AC supply, 60 hertz"; Single Charger 50A, Twin Charger 60A bis 100A*) wird es recht knapp und zustimmungspflichtig
Nicht nur das, man braucht auch noch einen Frequenzwandler: in Europa haben wir 50Hz.
Ich gehe mal davon aus, dass sie getaktete Endstufen einsetzen.
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 16:46
von PeterC
Bergler hat geschrieben: Ich kenne hier einen, der die ganze Zeit an einem Vehikel forscht, das vier Radnabenmotoren haben soll. Es ist aber wohl wahnsinnig schwierig (im Sinne von derzeit unmöglich), diese Motoren im absoluten Gleichlauf zu halten (geradeaus) und in Kurven ein Differential zu simulieren. Aber dieser Ansatz gefällt mir ziemlich gut.
Das ist regelungstechnisch Kleinkram und funktioniert klasse. Wenn du dann noch in den Kurven die äußeren Räder antreibst und die inneren abbremst geht das Ding wie ein Go-kart um die Ecke. Schau mal hier: http://www.green-motors.de/autonews/111006701
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 17:46
von Stephan Walter
Hi, das ist wieder ein perfektes Beispiel für sinnfreie Rechnereinen, bei allem Respekt. Die Ladekonzepte hierzulande sehen ein wenig anders aus. Mann denkt da mehrstufig. Für Heimladestationen, an denen das Auto in der Regel länger, z.B. über Nacht, geladen werden kann, denkt man an Anschlussleistungen zwischen 5 und 10kW. In offentlichen Gebäuden, auf Parkplätzen ect. denkt man an Anschlussleistungen von 20 bis 40kW, damit ein schnelladen möglich ist. Ganz doof sind die Leute, die sich damit beschäftigen auch nicht.
1. Mit TESLAS >>HIGH POWER WALL CONNECTOR<< ("Single phase, 208-250 volt AC supply, 60 hertz"; Single Charger 50A, Twin Charger 60A bis 100A*) wird es recht knapp und zustimmungspflichtig (50A x 230V => ~13,8 kW, ausserdem "Gleichrichter" s. v. TAB 2, (4)), und man muss wohl mit Lastabwurfrelais arbeiten, damit der Elektrodurchlauferhitzer & al. Vorrang erhalten - sonst wird eben kalt geduscht.
Das ist ein Gerät für den US Markt. Der Betrieb un Europa scheitert schon an der Netzfrequenz. Ausserdem betreiben wir hier leistungsstarke Geräte dreiphasig, die Amis kennen das bei Hausnetzten so nicht. Was meinst Du mit " ausserdem Gleichrichter"? Ich hatte ja schon erwähnt, das spielt keine Rolle, musst mal mehr als die Überschrift lesen. Die starken Ladegeräte vehalten sich nicht grossartig anders als eine Heizung, wenn sie den Vorschriften entsprechen. Die erwähnte Vorangschaltung, die früher schon reglmässig angewendet wurde, um die Gesamtleistung einer Vebraucheranlage zu begrezen, funktioniert nicht so, wie Du es beschreibst. Auch hier sind keine Idioten dran gewesen. Also nicht Auto fahren oder warm duschen, sondern warm duschen und kurz die Ladung unterbrechen. Wobei das nur ein Beispiel war, wie die Gesamtleistung einer Anlage begrenzt werden kann, weil die Netze nicht beliebig belastbar sind. Wie das mal exatkt umgestezt wird, muss man sehen, das Smart Grid bietet da viel mehr Möglichkeiten. Und ja, es birgt auch Risiken.
Es gibt schon Versuchsanlagen, kleinere Siedlungen, wo E Fahrzeuge das Netz stützen. Nennt sich Vehicle to Grid. Alles Zukunftskinzepte, deren Umsetzung noch aussteht, aber von den Grundansätzen nicht blöd. Grüsse Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 17:58
von netzmeister
Alter Falter, hier lernt man echt noch was...Danke für die super Diskussion, hört bloß nicht auf damit!
Noch ein Beispiel, wie die Industrie bei sinnvoller Kooperation und staatlicher Unterstüzung die Sache vorantreiben kann: Toyota, Nissan, Honda und Mitsubishi starten in Japan ein gemeinsames Förderprogramm, das den Aufbau eines flächendeckenden Ladesäulen-Netzwerks finanziell unterstützt.
Hintergrund: Wer in Japan Ladestationen für E-Autos und Plug-in-Hybride installieren will, kann sich noch bis zum 28. Februar 2014 um Fördergelder bewerben. Die Ladestationen müssen an zugänglichen Orten wie Einkaufszentren und Hotels oder entlang vielbefahrener Routen beispielsweise an Raststätten, Mautstationen, Parkplätzen und 24-Stunden-Shops montiert werden. Die Zahl der geförderten Säulen pro Standort ist dabei begrenzt, um eine übermäßige Konzentration von Ladestationen zu vermeiden und ein möglichst flächendeckendes Netz zu schaffen.
Ich denke, sinnfreie Rechnerei (Überschlagsrechnung) dient auch dazu, sich einen Eindruck zu verschaffen ob die Idee / Vision ....
- überhaupt machbar ist - wenn machbar: einfach oder komplex
also im Grossen und Ganzen wieviel Aufwand und Forschung = Geld investiert werden muss um sie wahr werden zu lassen.
Einer meiner Kunden sagte mal so schön: It is better to be approximately right than precisely wrong.
oder auf Deutsch: man sollte sich auch um die Zahlen vor dem Komma kümmern.
Das Thema hat Potential, aber es kostet eine irre Menge Zeit und Geld und ist nicht ohne massive Änderungen am bestehenden Netz zu machen. Oder warum gerät mal wieder die Energiewende ins Stocken, obwohl die Hauptleitungen Nord-Süd noch nicht mal fertig sind?
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 19:53
von JWD
WolfgangK hat geschrieben:Klausenrennen 2013 im Tesla:
Wie geil ist das denn? Da kann ich ja endlich den Brandenburgischen Konzerten ungestört lauschen
Ohne Quatsch - I´m impressed!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. November 2013 19:54
von Stephan Walter
Don Matias, ich will mich nicht mit Dir streiten, aber es stimmt einfach nicht, was Du da von Dir gibst. Zur TAB: Es gibt nicht "die" TAB, höchstens einen Musterwortlaut, die einzelenen Versorger haben jeweils ihre eigene, die sich daran grob orientiert. Du problematisierst den Begriff Gleichrichter. Das spielt hier aber keine Rolle, ab 12kW ist genehmigungspflichtig, drunter nicht, wenn es nicht anders aufgeführt ist, z.B. Elektromotoren, Röntgengeräte Entladungslampen. Da steht nix von Ladegeräten, Netzgeräten ect.. Siehe Abscchnitt 4 des Musterwortlauts, da sind genehmigunspfichtige geräte aufgeführt, ich für meinen Teil sehe da nur die Grenze von 12,5kW. Netzteile über 75W müssen sich praktisch ohmsch verhalten.
Wen Du ein Gerät für den US Markt auf europäische Verhäktnisse umrechnest, mag das mathematisch richtig sein, in der Sache bleibt Unsinn. Wie ich schon schrieb, die Heimladestationen werden wohl in der Regel unter 10kW bleiben. Das sind dann weniger als 16A pro Aussenleiter, wenn wir, wie schon erwähnt, dreiphasig arbeiten. Einphasige Geräte mit hoher Leistung finest Du in den USA, weil deren Netze anders sind. Bei uns macht das kein Mensch. Wenn mehr gewünscht wird, muss man sich das genehmigen lassen, was in der Praxis genau so stressfrei sein wird wie die erwähnten Durchlauferhitzer. Wir werden also keine vestärkten Hausanschlüsse brauchen. Den Rest kommentier ich mal besser nicht. Grüsse Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 18. November 2013 08:49
von netzmeister
Auf Spiegel Online ist heute ein Artikel über die Lade-Infrastruktur.
Zitat:
Als Elektroauto-Käufer in Deutschland sollte man folgende Eigenschaften unbedingt mitbringen: Pioniergeist, Geduld und einen Schuss Fatalismus. Nicht wegen der Fahrzeuge selbst. Die sind inzwischen richtig gut. Wohl aber wegen der mangelhaften Infrastruktur.
Weiterhin wird berichtet, dass es "in Deutschland rund 4400 öffentliche Ladepunkte für Elektroautos" gebe, die sich jedoch auf "lediglich 2033 öffentlich zugängliche Ladestationen" verteilen. Flächendeckend ist anders. Dennoch muss ich zugeben, dass mich die Zahl überrascht: Ich hätte mit weniger gerechnet.
Nuja, den Tweezy kann man an jede Steckdose hängen. Er hat freundlich gefragt und durfte natl laden. Das Kabel hat gerade so gereicht - mit ner Rolle kommt man allerdings schon recht weit. Darf man halt nicht schüchtern sein mit so nem Vehikel
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Dezember 2013 12:26
von RobertL
Der japanische Chemiekonzern Sekisui Chemical meldet einen enormen Fortschritt in der Batterietechnologie: Mit einem neuen Verfahren sollen die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien verdreifacht und die Produktionskosten gedrittelt werden.
Der japanische Chemiekonzern Sekisui Chemical meldet einen enormen Fortschritt in der Batterietechnologie: Mit einem neuen Verfahren sollen die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien verdreifacht und die Produktionskosten gedrittelt werden.
Das wäre ja ein echter Fortschritt, so das dann auf Dauer funktioniert.
Bleibt die Frage, wie man solche Kapazitäten noch in annehmbarer Zeit geladen bekommt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Dezember 2013 13:43
von Onkelchen
Feldi hat geschrieben: Bleibt die Frage, wie man solche Kapazitäten noch in annehmbarer Zeit geladen bekommt.
Hi,
die derzeit in San Fransisco laufenden Teslas haben eine Reichweite von 300 km und sind in 35 Minuten aufgeladen. IMHO sind das bereits alltagstaugliche Werte.
Wenn die neue LiIo Technik nicht nur höhere Energiedichte sondern auch noch größere Lade-/Entladeströme verkraftet wären 30-45 Minuten für 600km Reichweite machbar. Da reicht bei einer längeren Tour schon die Pause für's Mittagessen.
Aber selbst 70 Minuten für 600km Reichweite wären für den Alltag mehr als tauglich.
Die Forschung läuft auf Hochtouren. IMHO wird man in wenigen Jahren über die heutigen Diskussionen und Probleme lachen.
Ähnlich wie es in den vergangenen paar Jahren mit der LED-Beleuchtung war. Es ist noch nicht lange her, da gab es noch Lampen, die mit Petroleum betrieben wurden.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Dezember 2013 14:09
von Feldi
Onkelchen hat geschrieben:die derzeit in San Fransisco laufenden Teslas haben eine Reichweite von 300 km und sind in 35 Minuten aufgeladen. IMHO sind das bereits alltagstaugliche Werte.
Hmm, also wenn ich 56 KWh in 35 Minuten laden möchte, brauch ich 'ne 120 KW-Steckdose. (mal vereinfacht) Wenn sich die Kapazitäten in Zukunft verdoppeln oder -dreifachen und ich mir so'ne Tankstelle mit 10 Ladestationen vorstelle, ist man schnell bei 2 MW Anschlußleistung. Da dürfen EON und Konsorten aber noch 'n paar Strippen zieh'n.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Dezember 2013 14:38
von Asche
Feldi hat geschrieben:Da dürfen EON und Konsorten aber noch 'n paar Strippen zieh'n.
Na das Problem gibt es ja jetzt schon, dass die Strippen nicht zum Energiebedarf passen, bzw. um genauer zu sein: Die Energie wird seltenst dort produziert wo sie gebraucht wird.
Dezentralisierung ist angesagt, d.h. Entwicklung mehr in Richtung vieler kleiner Energieerzeuger und die Energie intelligent verteilen (Smart Grid).
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Dezember 2013 15:53
von Onkelchen
Feldi hat geschrieben:
Onkelchen hat geschrieben:die derzeit in San Fransisco laufenden Teslas haben eine Reichweite von 300 km und sind in 35 Minuten aufgeladen. IMHO sind das bereits alltagstaugliche Werte.
Hmm, also wenn ich 56 KWh in 35 Minuten laden möchte, brauch ich 'ne 120 KW-Steckdose. (mal vereinfacht)
Recht gut getroffen. Teslas Ladestationen haben 135 KW.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 12:12
von netzmeister
"Im Kältetest: Akku-Reichweiten brechen ein" titelt die Auto Bild in ihrer aktuellen Ausgabe.
Gut, das ist grundsätzlich keine Überraschung. Und schon gar kein "Schock", wie ich stellenweise über die Meldung gelesen habe.
Aber weiter im Text, hier die Ergebnisse der Bild:
Tesla Model S, 85 kWh-Akku, offizielle Reichweite 502 km, im Wintertest 206 km Nissan Leaf, 24 kMh-Akku, offizielle Reichweite 199 km, im Wintertest 69,1 km BMW i3, 21,6 kWh-Akku, Reichweite 130 bis 160 km, im Wintertest 61,4 km Mitsubishi i-MiEV, 16 k/h-Akku, Reichweite 150 km, im Wintertest 61,3 km Renault Zoe, 22 kWh-Akku, Reichweite 100 bis 150 km, im Wintertest 58,9 km
Das sind teilweise drastische Einbrüche. Klar: Die Batterien müssen im Winter mehr Verbraucher versorgen (Licht, Heizung, vermutlich auch Sitzheizung), sind aber wegen der niedrigen Temperaturen weniger leistungsfähig.
Allerdings kenne ich nur diese Zahlen hier, ich habe bislang keine Info darüber, WIE getestet wurde. Sprich: Interessant wäre natürlich der Vergleich "keine zusätzlichen Verbraucher" (um den reinen kältebedingten Leistungseinbruch zu ermitteln) zu "winterspezifische Nutzung zu Zusatzverbrauchern". Wenn einer die Bild-Ausgabe von heute hat bzw. sich holt, kann er ja berichten.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 12:33
von Romain
Die offizielle Reichweite von beiden Nissan Leaf die bei uns im Betrieb laufen klappen schon im Sommer nicht. 160 km schaffen die maximal
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 13:29
von Feldi
Elektroheizung im Elektroauto....wie sinnvoll. Aber es arbeiten Ingenieure sicherlich schon daran, die Elektoheizung effizienter zu machen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 13:38
von Onkelchen
Feldi hat geschrieben:Elektroheizung im Elektroauto....wie sinnvoll.
Stimmt ... man sollte besser eine Dieselstandheizung dafür einbauen ...
Nun ja, auch Elektromotoren bringen eine gewisse Abwärme, mit der man Innenraum sowie auch die Batterien heizen kann. Man muss dafür halt den Aufwand steuerbarer Luftströme im ganzen Fahrzeugaufbau berücksichtigen.
Auch das ist - soviel ich weiß - schon in der Entwicklungspipeline.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 13:51
von Feldi
Onkelchen hat geschrieben:Stimmt ... man sollte besser eine Dieselstandheizung dafür einbauen ...
So issses. Könnte natürlich auch Ethanol sein, wenn Dir das lieber ist.
Nun ja, auch Elektromotoren bringen eine gewisse Abwärme, mit der man Innenraum sowie auch die Batterien heizen kann. Man muss dafür halt den Aufwand steuerbarer Luftströme im ganzen Fahrzeugaufbau berücksichtigen. Auch das ist - soviel ich weiß - schon in der Entwicklungspipeline.
Nachdem modernere TD-Fahrzeuge schon einen Zuheizer brauchen, um die Karre warm zu kriegen, frage ich mich schon, wo genügend Abwärme vom wesentlich energieeffizienteren E-Motor herkommen soll, aber "Dem Inschenör is ja nix zu schwör"
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 14:01
von Abadias
Man muss hier einfach mal abwarten, wie sich das ganze entwickelt. Der erste Benz schleppte sich auch nur von Apotheke zu Apotheke um zu tanken.
Gruß Stephan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 14:09
von TomB
Im Winter brauch auch mein Prius fast nen Liter mehr, weil er zur Innenraum Heizung immer wieder den Verbrenner zuschalten muss.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 14:55
von Onkelchen
Feldi hat geschrieben:Nachdem modernere TD-Fahrzeuge schon einen Zuheizer brauchen, um die Karre warm zu kriegen, frage ich mich schon, wo genügend Abwärme vom wesentlich energieeffizienteren E-Motor herkommen soll, aber "Dem Inschenör is ja nix zu schwör"
Ähm ... die CR-Diesel brauchen den Zuheizer nicht um genügend Wärme für den Betrieb herzubekommen.
Der Zuheizer wird benötigt, um den Motor schnell genug auf Betriebstemperatur zu bekommen, damit er die jeweiligen Abgaswerte einhält, die eine vorgegebene Zeit nach dem Kaltstart eingehalten werden müssen.
Da die Abgasmenge aus dem Auspuffrohr des Zuheizers nicht mit ins Abgas des Motors zählt, hat man sich eben diesen Trick einfallen lassen.
Die Steigerung der Effizienz des Dieselmotors ist mit der CR-Technik, um ca. 20% gestiegen. Der Wirkungsgrad damit von ca. 34% auf ca. 40%.
Ein CR-Diesel bringt immer noch genügend Wärme, jedenfalls immer noch so viel, dass der Kühlwasserkreislauf auch bei niedrigen Temperaturen nicht abgekoppelt wird und der Zuheizer bei Bergabfahrt bei Frosttemperaturen die durch die Kühlung abgeführte Wärme wieder nachschaffen muss. Durch die Schubabschaltung des Motors kann in dem Moment ja aus dem Motor selber nur ein wenig Reibungswärme, aber keine Verbrennungswärme kommen.
Bei dem geforderten Wirkungsgrad von 94% bei Elektromotoren sind bei Vollast eines 60 kW Motors immer noch über 3kW Wärmeleistung bzw. werden aus einer Akkuladung eines Tesla immer noch 5 kWh an Wärme produziert. Nicht zu vergessen dass die Wärmeproduktion auch bei der Rückgewinnung entsteht, sowie auch die Regelelektronik in den Leistungsstufen Wärmeverluste hat.
Der Gesamtwirkungsgrad des Tesla ist mir leider gerade nicht bekannt.
Zum Mitwärmen der Batterien und/oder Wärmen des Innenraums steht jedenfalls auch beim Elektroauto noch einiges zu Verfügung. Man muss die Wärme nur dort hin schaffen anstatt sie über Kühlkörper an die Außenluft abzuführen.
Viele Grüße Onkelchen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Januar 2014 18:44
von PeterC
Onkelchen hat geschrieben:Bei dem geforderten Wirkungsgrad von 94% bei Elektromotoren sind bei Vollast eines 60 kW Motors immer noch über 3kW Wärmeleistung bzw. werden aus einer Akkuladung eines Tesla immer noch 5 kWh an Wärme produziert. Nicht zu vergessen dass die Wärmeproduktion auch bei der Rückgewinnung entsteht, sowie auch die Regelelektronik in den Leistungsstufen Wärmeverluste hat.
Der Gesamtwirkungsgrad des Tesla ist mir leider gerade nicht bekannt.
Geh mal im Bestfall von 90% aus.
Aber leider ist es etwas komplexer:
die Maximalleistung braucht man nur kurzfristig, im Mittel ist es deutlich weniger. Der beste Wirkungsgrad liegt praktischerweise in dem meist genutzten Drehmoment/Drehzahlbereich. ein paar Überschlagsrechnungen: - Toyota Urban Cruiser braucht bei 120 km/h etwa 25KW in der Ebene. Ein Tesla wird sich ähnlich verhalten. Also beim Autobahnfahren gerade mal 2,5kW bei gleichzeitig hoher Wärmeabfuhr durch die Umgebungsluft. - zur Zeit geht der Trend Richtung 15kWh/100km. Bei 90% Wirkungsgrad stehen demnach rund 1,5kWh auf der Strecke als Wärme zur Verfügung. Wenn man nicht allzu langsam fährt schafft man ein Mittel von 50km/h, damit stehen nur 750W Heizleistung bereit. Fährst du langsamer, noch weniger. Da bleibt es schattig im Auto. Weitere kleine Energiewandler, die keine nutzbare Wärme produzieren: Beleuchtung, ein Elektrolüfter gegen beschlagene Scheiben: 200W, Elektropumpe fürs Kühlmittel 50W, elektrische Servolenkung...
Der Ethanolheizer hat schon seine Berechtigung. die Autos in US müssen auch Emmissionsvorschriften für Tankgase und Zuheizer erfüllen, die E-Fahrzeuge dürfen sie explizit bis zu einer Grenze einsetzen ohne den zero emission status zu verlieren.
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 4. Januar 2014 11:25
von Feldi
Danke - ich war zu faul, das alles zu schreiben.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 5. Januar 2014 09:07
von Stephan Walter
Hi, die Klimatisierung im Sommer darf man auch nicht vergessen, kostet ebenfalls Energie. Trotzdem ist die grösste Variable bei der Reichweite immer der Fahrer bzw. die Geschwindigkeit. Die Reichweitenmaxima erreicht man nur bei sehr moderater Fahrweise. Grüsse Stephan
Und: Tesla stellt an den Autobahnen kostenlose Schnell-Ladestationen auf. Früher hieß es: "Schenk den Leuten Lampen, und sie kaufen Dein Öl." Tesla macht's jetzt umgekehrt und verschenkt das Öl, damit die Leute Lampen kaufen: http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 58189.html
Re: Elektromobilität
Verfasst: 22. Januar 2014 10:29
von Bergler
Onkelchen hat geschrieben:
Feldi hat geschrieben:Elektroheizung im Elektroauto....wie sinnvoll.
Stimmt ... man sollte besser eine Dieselstandheizung dafür einbauen ...
Das erinnert mich an Zermatt, die Stadt, in der nur Elektroautos fahren dürfen. Da stehen dann überall die Taxis rum und haben ihre Dieselstandheizung permanent laufen.
Taxi-Zermatt1.jpg (73.29 KiB) 3047 mal betrachtet
Re: Elektromobilität
Verfasst: 23. Januar 2014 10:48
von niwre77
Das erinnert mich an Zermatt, die Stadt, in der nur Elektroautos fahren dürfen.
Wenn verfügbar, hab ich dort immer diese rote Wildwest-Pferdekutsche genommen. Kein Witz. Das macht mehr Spass als das Rumgehoppel mit diesen merkwürdigen, gummigefederten Elektrogefährten.
Übrigens existiert ein neuer Entwurf eines Schreibens des Bundesfinanzministeriums, wonach die private Nutzung von betrieblichen Elektro- oder Hybridfahrzeugen steuerlich begünstigt wird. Immerhin! -> http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... onFile&v=1
Re: Elektromobilität
Verfasst: 28. Januar 2014 14:33
von Feldi
Bergler hat geschrieben:Übrigens existiert ein neuer Entwurf eines Schreibens des Bundesfinanzministeriums, wonach die private Nutzung von betrieblichen Elektro- oder Hybridfahrzeugen steuerlich begünstigt wird. Immerhin! -> http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... onFile&v=1
Keine Sorge, wenn erstmal genügend E-/Hybridmobile auf der Strasse sind, ändert sich das wieder oder schlägt ins Gegenteil um. Vorher kommt aber erst die Sondersteuer auf EEG-Einspeisevergütungen.
JWD hat geschrieben:http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nQGvXx4rfUY
Kandidat für den Turturorden am grünen Juteband
Physik-Professor von Fach-Reporter interviewed.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. April 2014 10:39
von leoat
Hui, da hat wieder einer dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik ein Schnippchen geschlagen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. April 2014 11:01
von landcruiser
leoat hat geschrieben:Hui, da hat wieder einer dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik ein Schnippchen geschlagen.
Vermutlich meinst du den Energieerhaltungssatz?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. April 2014 11:18
von Hotzenplotz
So ebbes gibt's bei uns scho lang, sogar mit zwoi Brobeller.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Juni 2014 06:20
von TomB
Seit Musk mitmischt haben sich die Elektro-Fahrzeuge unglaublich entwickelt finde ich. Der Tesla S ist ja echt ein hingucker und von der Perfomance her auch besser als 99.9% der Menschen heute haben. Dazu noch das Gratistanken in den USA (kommt das eigentlich auch zu uns?) und plötzlich haben wir ein Package das als Alltagsauto ne richtig gute Figur macht.
Hallo! bin mit Tesla bereits 2x gefahren, das kann man einfach nicht beschreiben, mir gefällt die komlette Idee an sich, Tanken für NIX, Servis-Rangers oder Hilfe per Internet, das Auto ist nach original-Aussage eines mechanikers, wie ein Komputer, man kann fast alles steuern und diagnostozieren per Internet. Der Motor ist ca 2x so groß wie in meiner Waschmachine, zweiter Motor für die Energierückgewinnung....., kopletter Bodenschutz aus 2 cm Aluminiumplatte!!!! nun in D haben die nach eigenen Aussagen des Managements kräftigen "Gegenwind" wegen Autoindistrie und Politik!?! , da die diese Wende offensichtig verschlafen haben..... und wollen keine Konkurenz hier haben !! nun aber kann nur empfehlen eine Probenfahrt als erfahrung, in Hamburg steht ein Rohbau von Tesla für "Technik"-Interessierte.
Ein Problem wird aber immer bleiben- der Preis dieser Fahrzeuge. Bei uns hier laufen etliche Tesla, die Autos sind schon ein technischer und optischer Leckerbissen.
Selbstverständlich hat auch unsere Regierung einen Plan: 1 Million E-Autos sollen bis 2020 auf unseren Straßen fahren und dafür lobt sie 1 Milliarde Euro als Subvention aus. Und da es die Hersteller nicht mit der Regierung verderben wollen, spielen sie mit – verbal jedenfalls. Sie haben das Problem, dass sie sich nicht auf den Markt verlassen können, sondern damit rechnen müssen gegen alle Vernunft zum Bau von Autos gezwungen zu werden, die nur mit noch mehr Milliarden zu verkaufen sind.
Was für ein Allwissenheitswahn von Merkel und Co. Glauben sie wirklich, sie wüssten, was für ein Antrieb in 20 Jahren unsere Autos bewegen werden? Glauben sie wirklich, sie wüssten welche Technologien sich durchsetzen und welche Autos auf dem Markt erfolgreich sein werden? Es ist zu befürchten, dass sie so von sich überzeugt sind, nicht zuletzt, weil sie Opfer ihrer eigenen Propaganda werden. Im regierungsnahen Sender ZDF lieferte dafür die Sendung „Zoom“ im Oktober ein Musterbeispiel. „Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?“ lautete für diese Werbesendung für das E-Auto der Titel. 43 Minuten lang führte ein zappeliger Reporter, Peter Ruppert den Zuschauer durch die weite Welt von China bis nach Kalifornien. Überall fand er Beweise, dass die Welt schon viel weiter ist, um den „größten Umbruch in der Geschichte des Automobils“.
Sowohl BMW als auch VW bieten im Normalmodus bei diesen Temperaturen voll aufgeladen nur Reichweiten um die 90 Kilometer. Zu Erinnerung: Im Datenblatt ist von 190 Kilometern die Rede....................
Tatsächlich wird auch die Reichweite von 90 Kilometern leicht ausreichen, um alle Wege im städtischen Nahverkehr zu erledigen. Doch psychologisch ist es kein guter Gedanke, sich zwischen Frieren und ein paar Kilometern zusätzlich entscheiden zu müssen. Das lässt die beiden üppig ausgestatteten Fahrzeuge irgendwie komisch aussehen: Sie können alles (edle Navis, sorgfältige Verarbeitung etc.), nur um das Fahren muss man sich Sorgen machen.
Neben der Reichweite haben die Elektros auch noch mit einem Problem zu kämpfen, das fest im österreichischen Unterbewusstsein verankert ist. Wenn es im Winter wirklich automobile Probleme gibt, dann mit der Batterie. Ein Elektroauto hat aber nur eine Batterie . . .
Der Elektro-Golf ist in jeder Hinsicht ein vollwertiger Golf. Was auch sein größtes Problem ist: Denn schon für weniger Geld bekommt man einen Golf, der alles kann, was der E-Golf kann, nur ohne Reichweiten- und/oder Heizeinschränkungen.
Der i3 überzeugt mit seiner Fahrdynamik und einem konkurrenzlosen Innenraum (hell, großzügig, stylish), kann aber aufgrund seiner geringen Praxistauglichkeit nur der Gruppe doppeltes Einkommen, keine Kinder, keine Haustiere, keine großen Einkaufstaschen und keine schmutzigen Schuhe mit gutem Gewissen empfohlen werden.
Tesla Model S P85D: the electric car that feels faster than a Veyron
And I promise you, from any of its seven possible seats (you can spec two rear-facing child seats), the Tesla feels even faster than the Veyron because of the way it gets from standstill to 30mph or so: pretty much instantly, as far as I could tell, accompanied only by the usual Tesla whoosh.
Machbar ist Elektromobilität auf faszinierendste Weise mit überbordender Leistung und ausreichender Reichweite offenbar schon, die etablierten Hersteller bekommens nur selber nicht auf die Reihe...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 24. Februar 2015 07:21
von niwre77
Machbar ist Elektromobilität auf faszinierendste Weise mit überbordender Leistung und ausreichender Reichweite offenbar schon, die etablierten Hersteller bekommens nur selber nicht auf die Reihe...
Stimmt. Allerdings verständlich, denn bei einigen traditionellen Fahrzeugherstellern geben die Grossaktionäre den Ton an. Und darunter sind nun mal einige "Ölscheichs", die sich ihr bewährtes Geschäftsmodell erhalten wollen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 25. Februar 2015 20:49
von PeterC
niwre77 hat geschrieben:Und darunter sind nun mal einige "Ölscheichs", die sich ihr bewährtes Geschäftsmodell erhalten wollen.
Das glaube ich kaum, sonst hätten wir jetzt viel höhrere Spritpreise. Die Jungs haben jetzt und auch in Zukunft soll schnell kein Geldproblem.
So wie ich die Lage erlebe (bin in der Branche beschäftigt) entwickelt man einfach wie immer: deutsch gründlich, auf Englisch "german overengineering", verschlossen für Neues ("die Panasonic 18650 Zellen von Tesla haben so viele Kontakte, das ist viel zu teuer in der Fertigung und nicht zuverlässig"), umständlich und optimiert für eine Großserienfertigung obwohl nur ein paar tausend Autos überhaupt abgesetzt werden. Also jeden Müll entwickeln um das Optimum (was auch immer das sein mag: kostengünstig, ausfallsicher, einfach zu fertigen..) zu erreichen und dabei wird man überholt von Firmen, die man es einfach machen und den Nachweis erbringen das es auch anders geht. Die Irrwege gesteht man sich nicht ein, und reitet sich immer weiter rein.
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 25. Februar 2015 22:30
von niwre77
Das glaube ich kaum, sonst hätten wir jetzt viel höhrere Spritpreise. Die Jungs haben jetzt und auch in Zukunft soll schnell kein Geldproblem.
Abwarten. Das kommt schneller als uns lieb sein kann. Dzt. wird nur der Markt bereinigt. Strategisches Kapital ist im Überfluss vorhanden.
Zwei prominente deutsche Beispiele, wo die "Ölscheichs" namhafte Aktienpakete halten. Diese Firmen sind nicht unbedingt als Vorreiter der Elektromobilität bekannt. Untermauert meine These.
Verstehe ich das richtig? Du bezeichnest Tesla als Irrweg und Müll? Tu Dir mal den Gefallen und lege ein paar Kilometer damit zurück. Denke, das reicht, solche Vorurteile über Bord zu werfen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 26. Februar 2015 11:51
von Feldi
niwre77 hat geschrieben:ich das richtig? Du bezeichnest Tesla als Irrweg und Müll?
Tut er nicht. Peter beschreibt bloß typische Denkweisen deutscher Entwickler.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 26. Februar 2015 11:57
von niwre77
Alles klar! (Daher meine Verständnisfrage) So macht das dann ja auch Sinn.
Alles Eitel Wonne ist allerdings auch bei Tesla nicht: Die permanente Onlineverbindung zum Hersteller würde mich persönlich schon sehr stören.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 26. Februar 2015 21:00
von PeterC
niwre77 hat geschrieben:Die permanente Onlineverbindung zum Hersteller würde mich persönlich schon sehr stören.
das ist leider nicht auf Tesla beschränkt. BMW Connected Drive macht das auch, und die anderen arbeiten dran. Update über Nacht mit anderem Fahrverhalten, in dem Fall war es Rekuperation, im i3. Muss man mögen...
Ich find das absolut unglaublich. Das erste selber gebaute Auto und die schlagen nicht nur andere Elektro-Autos, oder andere Limusinen, nein sie verblasen auch Supersportwagen. Wer hätte sowas vor 3 Jahren für möglich gehalten? Frage mich gerade, was der neue Roadster wohl für Leistungen haben wird. Es scheint eine Zeit anzubrechen bei der man sich mit Verbrennern beim Beschleunigungsrennen erst gar nicht mehr blicken lassen muss.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 20. Oktober 2015 23:20
von RobertL
Mhhm - die Umsetzung bei Tesla ist natürlich sehr fabelhaft! Aber vom rein technisch, physikalischen Standpunkt ist das an sich kein Wunder! Beim E-Motor liegen halt volle Leistung und volles Drehmoment von 0 weg an! Der Kolbenmotor braucht halt mal Drehzahl - und bis er die erreicht hat ist der Tesla schon eine "Wolke"! Die Videos hören ja immer nach kurzer Zeit auf, nachdem die Kolbenmaschinen Drehzahl aufgenommen haben!
Hinter dem Tesla findest du dann Namen wie: McLaren MP4-12C Ferrari 458 Italia Chevrolet Corvette Z06 Porsche 911 GT3 Ferrari Enzo Audi RS7 Mercedes-Benz E63 AMG S-Model 4matic Porsche 911 Turbo Ferrari 599 GTB Fiorano Porsche Panamera Turbo Mercedes-Benz SLR McLaren Noble M12 GTO-3R Dodge Viper SRT-10 Ford Shelby GT350 Lamborghini Gallardo LP560-4 Saleen S7 Twin Turbo Ford Mustang Shelby GT500 Mercedes-Benz SLS AMG
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:13
von niwre77
Leider besteht das Leben nicht aus 1/4Meilen Rennen. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema überzeugt mich das Tesla Konzept hinsichtlich Energieversorgung nicht mehr. Der Hype scheint ohnehin vorbei zu sein: http://www.finanzen.at/nachrichten/akti ... 1000868077
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:27
von Feldi
RobertL hat geschrieben:Aber vom rein technisch, physikalischen Standpunkt ist das an sich kein Wunder! Beim E-Motor liegen halt volle Leistung ...........von 0 weg an!
Vom rein technisch, physikalischen Standpunkt aus....Nö.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:30
von 12HT
Leistung bei Drehzahl 0 = 0 Drehmoment schon eher!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:31
von TomB
niwre77 hat geschrieben:Nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema überzeugt mich das Tesla Konzept hinsichtlich Energieversorgung nicht mehr.
Inwiefern?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:53
von niwre77
Habs ohnehin schon mal erläutert, daher nur in Kürze:
Das Tesla-Konzept halte ich für Alltags-Langstreckenbetrieb als nicht geeignet. Die Reichweite ist bescheiden. Das wäre ja an sich noch nicht so schlimm, wäre nicht das Problem des Nachladens. Eine engesteckte Geschäftsreise nach Verfügbarkeit von Ladestationen und Ladedauer zu planen ist in der Praxis für mich völlig indiskutabel.
Ergänzung: Das Elektroauto ansich finde ich äusserst faszinierend. Für gewisse Profile und Fahrzyklen mag das Teslakonzept durchaus brauchbar sein. Muss jeder für sich selbst entscheiden.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 08:53
von RobertL
12HT hat geschrieben:Leistung bei Drehzahl 0 = 0 Drehmoment schon eher!
Ihr seid aber pingelig!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 21. Oktober 2015 09:16
von TomB
Ehrlich gesagt hätte es mich auch gewundert, wenn da ne Firma kommen könnte und mit ihrem ersten selber gebauten Modell gleich ein Zuverlässigkeits-Sieger hinstellen würde. Alle anderen Firmen haben da über 100 Jahre Erfahrung. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie schnell lernen. Etwas Kaizen wär in der Situation wohl nicht verkehrt
Re: Elektromobilität
Verfasst: 23. Oktober 2015 23:05
von PeterC
niwre77 hat geschrieben:Habs ohnehin schon mal erläutert, daher nur in Kürze:
Das Tesla-Konzept halte ich für Alltags-Langstreckenbetrieb als nicht geeignet. Die Reichweite ist bescheiden. Das wäre ja an sich noch nicht so schlimm, wäre nicht das Problem des Nachladens. Eine engesteckte Geschäftsreise nach Verfügbarkeit von Ladestationen und Ladedauer zu planen ist in der Praxis für mich völlig indiskutabel.
Ergänzung: Das Elektroauto ansich finde ich äusserst faszinierend. Für gewisse Profile und Fahrzyklen mag das Teslakonzept durchaus brauchbar sein. Muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich habe in Heilbronn einen Tesla Fahrer aus Hamburg getroffen. Fahrstrecke einfach gut 600km. Er erzählte mir folgendes: hat das Auto seit 9 Monaten, seitdem 30 000km abgespult. Die Schnellladerdichte reicht aus, der nächste wäre in Bad Rappenau neben der Autobahn. Dort wird er seine Unterlagen während des Ladens erstellen und während der notwendigen Pinkelpause auf der Hälfte der Strecke laden und die Unterlagen weiter bearbeiten.
Klingt für mich tragfähig, 40 000km im Jahr mit einem E-Auto erscheint mir schon ordentlich. Die meisten Verbrenner erreichen diese Fahrleistungen nicht.
Peter
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 12:52
von TomB
Eigentlich wär der Tesla S das optimale Vielfahrer-Auto. Welches andere Auto bietet schon eine 8 Jährige, unbegrenzte Garantie auf den Antriebsstrang? Ja, inklusive der Batterie.
TomB hat geschrieben:Eigentlich wär der Tesla S das optimale Vielfahrer-Auto. Welches andere Auto bietet schon eine 8 Jährige, unbegrenzte Garantie auf den Antriebsstrang? Ja, inklusive der Batterie.
Kauf ihn doch einfach. Bankzinsen sind im Keller, falls das Kleingeld knapp sein sollte.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 13:18
von TomB
Doctor do Little hat geschrieben:Kauf ihn doch einfach,
Jederzeit, hast du mir mal kurz die Kohle dafür?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 13:19
von Doctor do Little
Meinen zweiten Satz bitte noch lesen Dankeschön.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 13:23
von TomB
Hab noch nie Schulden gemacht für ein Auto, ich hoff ich werds auch nie. Was ich mir aber sehr gut vorstellen könnte, wär eine Art Mobility-Miete. Sprich ich zahl pro Monat Y und hab dafür ein immer gewartetes Auto nicht älter als Y mit einem Kaufswert von Z. Für den daily driver wär das für mich kein Problem, den muss ich nicht umbauen, der muss nur mich und meine Hunde von A-B bringen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 13:25
von Doctor do Little
TomB hat geschrieben:Hab noch nie Schulden gemacht für ein Auto,
Sehr vernüftig, ich auch nicht. Wenn ich so überlege, habe ich/ wir noch nie irgendwelche Schulden gemacht, auch nicht für eine Immobilie. Wäre jederzeit, wenn gewollt, ablösbar gewesen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. November 2015 15:06
von RobertL
TomB hat geschrieben:Hab noch nie Schulden gemacht für ein Auto, ich hoff ich werds auch nie.
Dito - auch kein Leasing!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 22. Dezember 2015 15:52
von C71
Ein Elektromotor hat ein Drehmoment von dem ein Benziner oder Diesel nur träumen kann.
Es gibt nun auch eine Studie einer Firma die einen Umrüstsatz für Anhänger auf Elektro anbieten soll (in naher Zukunft mal). Also quasi ein Schubanhänger. Es gab auch schon ein Video dazu. Ich finde es nicht mehr und weiss auch nicht mehr wie die Firma heisst (irgend eine firma die schon längere Zeit mit elektromobilität zu tun hat).
coole Sache, damit hätte ich ein 6x6. Und trotz Anhänger immer gute Traktion.
Auch bei diesen Ziehharmonika-Bussen sitzt der Motor sowie die angetriebene Achse quasi im "Anhänger"
Vielleicht wurde auch alles wieder eingestellt. Die Probleme sind sicher gewaltig. Denn keiner würde einen Anhänger ziehen wollen der nur herum ruckelt. Ob das überhaupt lösbar ist ohne Änderungen am Zugfahrzeug ist für mich fraglich.
Nochmals: Warum sind Elektroautos solch ein hype? Umweltbewusstsein, das ruhige Dahingleiten?? Oder einfach nur "in" sein. Überlegt, woher der Strom zum Aufladen der Akkus kommt? Aus der Steckdose! Da muss er erst einmal hinkommen. Nun gute Leitungen durchs ganze Land an die Steckdosen,-Tankstellen. Und vorher? Richtig, er muss erzeugt werden! Also noch mehr Ressourcen, noch mehr Windkraftgeneratoren, Solarpaneele, Kraftwerke.
Das ist genau solch ein Hirngespinst, wie Nutzpflanzen (Raps, Mais etc.) anzubauen, um sie anschließend als "Beisatz" den Motoren zu verfüttern!!
Meine Meinung.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 24. Dezember 2015 13:16
von Ozymandias
Recht hast du - leider stehst damit auf der "falschen Seite" und wirst egal mit welchen Argumenten entweder ignoriert oder diffamiert.
Erdöl nutzen heisst nix anderes als Sondermüll aus längst vergangener Zeit recyceln. Wir reinigen die Erde von Altlasten, so siehts aus.
Grüsse Ozy
Re: Elektromobilität
Verfasst: 24. Dezember 2015 13:20
von Ozymandias
C71 hat geschrieben:Ein Elektromotor hat ein Drehmoment von dem ein Benziner oder Diesel nur träumen kann.
Es gibt nun auch eine Studie einer Firma die einen Umrüstsatz für Anhänger auf Elektro anbieten soll (in naher Zukunft mal). Also quasi ein Schubanhänger. Es gab auch schon ein Video dazu. Ich finde es nicht mehr und weiss auch nicht mehr wie die Firma heisst (irgend eine firma die schon längere Zeit mit elektromobilität zu tun hat).
coole Sache, damit hätte ich ein 6x6. Und trotz Anhänger immer gute Traktion.
Auch bei diesen Ziehharmonika-Bussen sitzt der Motor sowie die angetriebene Achse quasi im "Anhänger"
Vielleicht wurde auch alles wieder eingestellt. Die Probleme sind sicher gewaltig. Denn keiner würde einen Anhänger ziehen wollen der nur herum ruckelt. Ob das überhaupt lösbar ist ohne Änderungen am Zugfahrzeug ist für mich fraglich.
Elektro ist genau so lange wirklich sinnvoll wie es an einem Kabel hängt. Am Kabel können wir ganze Länder mit enormen Mengen an Energie versorgen, genauso können wir am Kabel riesige Kraftwerke laufen lassen egal welcher Bauart - super Sache so ein Kabel, kein wunder wurde das schon vor 150 Jahren erfunden.
Aber sobald das Wireless werden soll wirds ein Nonsens bei grossem Energiebedarf, die Verlustleistungen und die Speichergewichte- Kapazitäten sind ein Irrsinn.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 24. Dezember 2015 22:26
von RobertL
Ozymandias hat geschrieben:Erdöl nutzen heisst nix anderes als Sondermüll aus längst vergangener Zeit recyceln. Wir reinigen die Erde von Altlasten, so siehts aus.
Grüsse Ozy
Aber nur wenn die Theorie des abiotischen Erdöls nicht stimmt!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 25. Dezember 2015 10:54
von TomB
Ozymandias hat geschrieben: Aber sobald das Wireless werden soll wirds ein Nonsens bei grossem Energiebedarf, die Verlustleistungen und die Speichergewichte- Kapazitäten sind ein Irrsinn.
Ozy sorry aber das ist ganz grosser Blödsinn wenn als Referenz ein System weniger als 50% Effizienz genommen wird. Ein E-Motor ist zu 95% effizient, die Speicherung ist mit nahezu 100% Effizienz wohl auch nicht das Problem. Da entwischt dir beim Tanken deutlich mehr Energie durch dämpfe. Ich sehe jetzt auch nicht wirklich was denn so schlimm sein soll daran auf jedes einzelne Dach Solarzellen zu packen, wenn wir das tun würden, hätten wir nämlich bereits schon mehr als Energie genug für den ganzen Verkehr.
Warum eigentlich das Gemotze gegen die E-Mobilität? Ihr stört euch ja auch nicht dran, wenn einer Benzin statt wie ihr Diesel in den Tank kippt. Was stört euch also?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 3. Februar 2016 22:49
von ThomasC
TomB hat geschrieben: Warum eigentlich das Gemotze gegen die E-Mobilität? Ihr stört euch ja auch nicht dran, wenn einer Benzin statt wie ihr Diesel in den Tank kippt. Was stört euch also?
Wer so einen Rasierapparat fahren will, der soll`s gefälligst auch sebst bezahlen.
Und während viele in Deutschland ausrangierte Benziner und erst recht Diesel anschließend noch viele Jahre in Osteuropa oder Afrika unterwegs sind, ist eine solche nachhaltige Zweitverwertung von Elektroflitzern kaum möglich. Überhaupt sind die CO2-Einsparungen höchst dürftig. Selbst bei einer Nutzungsdauer von rund 150.000 Kilometern entstehen, wie Björn Lomborg vorrechnet, insgesamt lediglich Einsparungen von rund fünf Tonnen CO2. [4] Entsprechend der aktuellen Preise im Europäischen Emissionshandel von rund fünf Euro pro Tonne würde man dafür gerade einmal 25 Euro erhalten. Da muss man fragen: 5000 Euro Subvention, um CO2 im Wert von 25 Euro einzusparen, ist das wirklich ein gutes Geschäft?
Hat die deutsche Automobil-Wirtschaft dies wirklich derart verpennt? Wiederholen die den gleichen Fehler wie beim Hybrid, wo sie 20 Jahre lang nix liefern konnten und den Japanern den Markt überlassen mussten?
Dies mal ganz abgesehen davon, dass die ganze Förderung vermutlich mehr ein Boni-Förderungsprogramm für Automobil-Manager ist.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. April 2016 22:22
von RobertL
Wien – Das zum ÖVP-geführten Landwirtschafts- und Umweltministerium gehörende Umweltbundesamt lässt in einer Studie zur Energiewende mit ambitionierten Forderungen aufhorchen. Schon ab dem nächsten Jahrzehnt sollen keine Benzin- und Dieselautos mehr verkauft werden, sondern nur mehr Stromfahrzeuge. Weiters wird eine CO2-Steuer verlangt.
Was fällt einem dazu ein?? Wenn ich gläubig wäre würde ich sagen: "Herr - lass es Hirn regnen!!"
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. April 2016 23:03
von 1958
@ Robert
das gleiche Ziel verfolgen die Niederlande - Dänemark und Norwegen. Ab 2020 keine Verbrennungsmotoren zu verkaufen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. April 2016 09:19
von RobertL
Abgesehen von der Sinnhaftigkeit und rechtlicher Durchführbarkeit dieser Zwangsmaßnahme ist das doch technisch völlig utopisch!!
Es gibt zu diesem Zeitpunkt - garantiert keine ausreichende Ladeinfrastruktur - mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausreichend PKW Fahrzeugmodelle mit ausreichenden Reichweiten für alle Anforderungsprofile - garantiert keine Lösung für den leichten und schweren Nah-/Fern-Güterverkehr
Aus meiner Sicht sind das absolut behämmerte Wolkenkuckucksnest-Phantasien von Spinnern erster Klasse!!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. April 2016 09:53
von JWD
RobertL hat geschrieben:t und rechtlicher Durchführbarkeit dieser Zwangsmaßnahme
Darüber würde ich mir keine Sorgen machen. Rechtsgrundlagen sind Nebensache in einer Ideologie, die sich für die alternativlose Rettung der Welt einsetzt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 22. April 2016 22:55
von RobertL
10.000 Euro – Zuschüsse in dieser Höhe sind in manchen Ländern beim Kauf eines E-Autos üblich. In Singapur musste der Käufer eines Tesla jedoch einen Import-Aufschlag in dieser Höhe zahlen. Warum bloß?
Elektroautos sind teuer, zumindest teurer als in Format und Leistung vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor. Zwar sinken die Preise für die kostentreibenden Batterien zusehends. Doch weil man die Elektromobilität im Prinzip für eine gute Sache hält, der man schnell zum Durchbruch verhelfen will, bekommen Käufer in vielen Ländern finanzielle Unterstützung.
In Singapur dagegen sind fette Strafzahlungen möglich. .........
Die Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und in Höhe von 3.000 Euro für Plug-In Hybride wird jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Das zu fördernde Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60.000 Euro aufweisen.
....dann werden alle Elektrofahrzeuge (Autos, Roller, Fahrräder etc) mit € 4000 gefördert, die Autos dürfen allerdngs netto nicht mehr als 60k€ kosten.
Die Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und in Höhe von 3.000 Euro für Plug-In Hybride wird jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert. Das zu fördernde Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60.000 Euro aufweisen.
....dann werden alle Elektrofahrzeuge (Autos, Roller, Fahrräder etc) mit € 4000 gefördert, die Autos dürfen allerdngs netto nicht mehr als 60k€ kosten.
Feldi hat geschrieben:Wenn man unsere Regierung beim Wort nehmen könnte
Das zu fördernde Elektroauto.... die Autos ....
Dann müsste dort statt "Auto" aber "Fahrzeug" stehen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 31. Mai 2016 08:39
von Feldi
Merkwürdig. Auf meine Anfrage bei der Bafa
In Ihrer Beschreibung des Fördergegenstands wird einmal von Elektrofahrzeugen und einmal von Elektroautos gesprochen. Was ist denn nun richtig?
kam
Der Fördergegenstand sind Elektrofahrzeuge. Das Fahrzeug muss sich auf der Liste der förderfähigen Fahrzeugmodelle der am Umweltbonus teilnehmenden Automobilhersteller befinden. An der Liste wird momentan gearbeitet und bei Inkrafttreten der Förderrichtlinie auf http://www.bafa.de zur Verfügung gestellt.
Da heißt es explizit "Fahrzeuge", aber dann doch wieder Automobilhersteller.
Renault IST doch ein Automobilhersteller! Wo ist das Problem?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 13:49
von Feldi
RobertL hat geschrieben:Renault IST doch ein Automobilhersteller! Wo ist das Problem?
Der Twizy ist offiziell ein Quad, kein PKW. Außerdem glaube ich kaum, daß RENAULT bei dem Fahrzeugpreis noch € 2000 drauflegt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 14:13
von RobertL
Ich habe mich natürlich nicht mit dem Thema bei euch in D intensiver auseinander gesetzt sondern nur die Beiträge hier gelesen. Und da drehte es sich doch immer um die Begriffe "Elektrofahrzeuge" und "Automobilhersteller". Der Twizy ist ein Elektrofahrzeug von einem Automobilhersteller........
Ich dachte übrigens dass es das Teil mangels Verkaufserfolg nicht mehr zu kaufen gibt! Mit anständigen Fenstern wäre es übrigens tatsächlich ein nette Option!
Och nöö - Feldi, bitte nicht…. Da kannst Du Dir auch nen Krankenfahrstuhl zulegen. Frag mal bei der Krankenversicherung Deines Vertrauens nach Fördermöglichkeiten.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 15:07
von Feldi
JWD hat geschrieben:Och nöö - Feldi, bitte nicht…. Da kannst Du Dir auch nen Krankenfahrstuhl zulegen. Frag mal bei der Krankenversicherung Deines Vertrauens nach Fördermöglichkeiten.
Wo ist das Problem? Ich muß täglich 2x15km pendeln - schmale Landstraße. Warum soll ich da jedesmal 2t Auto bewegen? Der Twizy läuft 80km/h und ist als "Gemeinderenner" völlig ausreichend.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 15:22
von Peter_G
Den Twizy habe ich mal im Februar Probe gefahren, fand ich auch ohne Fenster spassig, für den Zweck ist der doch absolut okay. Die Sushi Bar in Jena hat den als Lieferfahrzeug. Es gibt ja den Zweisitzer und den Cargo mit nur einem Sitz und 'Kofferraum' 150 Ltr oder so.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 15:39
von JWD
Feldi hat geschrieben:
JWD hat geschrieben:Wo ist das Problem?
Ich finde u.a. das Preis/Leistungsverhältnis dieser Batterie auf vier Rädern eher suboptimal. Auch mit Subventionierung.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 15:49
von RobertL
Peter_G hat geschrieben:Den Twizy habe ich mal im Februar Probe gefahren, fand ich auch ohne Fenster spassig, ...
Aber halt für die Klimazone Alpen bzw. Alpenvorland völlig ungeeignet wegen Regen & Temperaturen! Nur bei Trockenheit und nicht im Winter betreiben zu können schließt einen Kauf eigentlich aus!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 15:58
von Feldi
RobertL hat geschrieben:Nur bei Trockenheit und nicht im Winter betreiben zu können schließt einen Kauf eigentlich aus!
Oooch, mit etwas bastlerischem Geschick........
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 16:03
von Peter_G
@ RobertL Ich bin einen ganzen Winter mit einem VW 181 ohne Verdeck gefahren. Hab mir nur vorgestellt die Russen sind hinter mir her, dann war mir warm.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 16:05
von JWD
Feldi hat geschrieben:
RobertL hat geschrieben:Nur bei Trockenheit und nicht im Winter betreiben zu können schließt einen Kauf eigentlich aus!
Oooch, mit etwas bastlerischem Geschick........
Ein großes Dachzelt mit umlaufender Regenrinne. Dann klappt´s auch mit dem Twizzi bei Schietwetter.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 16:14
von Feldi
JWD hat geschrieben:Ein großes Dachzelt mit umlaufender Regenrinne. Dann klappt´s auch mit dem Twizzi bei Schietwetter.
Alter Miesepeter! (Betonung nach Wahl) Für das Teil gibt's Türen und Fenster, nur gefällt mir die angebotene Lösung nicht so recht.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 16:25
von fsk18
Feldi hat geschrieben:
JWD hat geschrieben:Och nöö - Feldi, bitte nicht…. Da kannst Du Dir auch nen Krankenfahrstuhl zulegen. Frag mal bei der Krankenversicherung Deines Vertrauens nach Fördermöglichkeiten.
Wo ist das Problem? Ich muß täglich 2x15km pendeln - schmale Landstraße. Warum soll ich da jedesmal 2t Auto bewegen? Der Twizy läuft 80km/h und ist als "Gemeinderenner" völlig ausreichend.
DIE Idee hatte ich auch schon
Re: Elektromobilität
Verfasst: 1. Juni 2016 16:42
von JWD
Feldi hat geschrieben:Alter (Betonung nach Wahl) ….. nur gefällt mir die angebotene Lösung nicht so recht.
BAFA hat geschrieben: Die Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge...
da wird der TWIZZY richtig billig
gruß Sigi
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Juni 2016 16:48
von ALI
Im Tuk-Tuk von Bangalore nach London: Der Autoingenieur Naveen Rabelli hat sich auf diese Reise gemacht. Zehn Länder, 100 Tage, 10.000 Kilometer. Und null Emissionen - denn sein Dreirad fährt mit Solarstrom. SPON
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Juni 2016 19:24
von Onkelchen
ALI hat geschrieben:Im Tuk-Tuk von Bangalore nach London: Der Autoingenieur Naveen Rabelli hat sich auf diese Reise gemacht. Zehn Länder, 100 Tage, 10.000 Kilometer. Und null Emissionen - denn sein Dreirad fährt mit Solarstrom. SPON
Dann ist das kein Tuk-Tuk mehr, sondern ein Sst-Sst.
Ich finde es klasse. Er zeigt einfach, dass es funktionert.
Kleiner Rückblick - immer wieder erfrischend, aus heutiger Sicht die Geschichte zu betrachten...
Man fragt sich dann warum solche Träumer so viel Geld bekommen.
Wegen ihrer Qualifikation können sie ihren Posten kaum bekommen haben?
Und jetzt stellen sie sich alle zusammen hin, beklagen die schlechte Wirtschaftslage und fordern vom Staat, als allein Schuldigem, Unterstützung.
Als sie schick share holder value abräumen könnten, haben sie sich, als einzig Kompetente, jegliche Einmischung des Staates verbeten.
Ever the same old story ...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 15. Januar 2025 23:36
von zottel
@ landcruiser: frag mal welcher Autokonzern (mit Aussicht auf schlechte Zeiten) am 29.05.2024 beschlossen hat eine Dividende in Milliardenhöhe an die Aktionäre auszuzahlen... (Anm,: Aktiengesellschaften sind NICHT verpflichtet Dividende auszuzahlen) - zottel.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. Januar 2025 00:13
von landcruiser
Vermutlich derselbe Konzern, der seinen Mitarbeitenden (!) extrem hohe Löhne+ monatliche Zulage + jährliche Leistungsprämie (wofür) zahlt und dann Werke schließen wollte, weil die Erträge nicht mehr passten und dessen Kisten aufgrund der Preise niemand mehr kaufen will?
Das Thema Elektromobilität ist hier am Forum in einigen markenspezifischen Freds angesprochen. Ich mache mal einen generischen Fred auf aus gegebenem Anlass.
Ich habe heute den Link zu einem Interessanten Vortrag gefunden
Elektromobilität: Revolution der Automobilindustrie von Lars Thomsen
..........
Hauptaussage: If a trend becomes obvious, you are too late!
Vorhersagen
o 2014: Batteriepreis unter 120$/kWh und Erhöhung der Ladezyklen auf 2400 (Tesla gibt 8 Jahre Garantie auf die Batterien), 3-4 neue Hersteller am Markt (z.B. Samsung, LG, …)
o 2015: 5% Hürde Anteil an E-Fahrzeugen am Markt erreicht
o 2016: Nachfrage für Verbrennungsfahrzeuge geht zurück
o 2017: Hybrid-Ende, kaum mehr Verbrennungsmotoren, Ende Formel 1 mit Verbrennungsmotoren
o 2018: E-Busse, E-LKW, Personennahverkehr elektrisch
Wenn wir mal den Eröffnungsthread aus 2013 gemeinsam einordnen - wo stehen wir heute tatsächlich bezüglich der damals gemachten Prognosen? Ich denke meilenweit entfernt. Den heutigen Batteriepreis pro kWh kann ich nicht einschätzen.
Die beiden Punkte unten sind auf alle Fälle nicht eigetroffen, schon gar nicht zum vorhergesagten Zeitpunkt. E-Busse gibts, aber eher als Nischenprodukt, E-LKW sind eher im Versuchsstadium denke ich.
Da sieht man was man von solchen Prognosen halten sollte. "2017 - Ende Formel 1 mit Verbrennungsmotoren" - ich lach mich scheckig!!
o 2017: Hybrid-Ende, kaum mehr Verbrennungsmotoren, Ende Formel 1 mit Verbrennungsmotoren
o 2018: E-Busse, E-LKW, Personennahverkehr elektrisch
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. Januar 2025 01:29
von landcruiser
Lifepo4 liegen derzeit bei 63€ pro kW, das sind EK für Großabnehmer m.W.. Ich habe dafür aber keinen konkreten Beleg. Habe ich die Tage irgend in einer Zeitschrift gelesen.
E-LKW hat Daimler gerade ca. 200 an Amazon verkauft. Stand bei tagesschau.de
Obd das jetzt große Fortschritte sind, kann ich nicht einschätzen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 16. Januar 2025 16:10
von wüstenfreund
Mate Rimac hat sowohl VW (Tycan/Etron GT) als auch HKMC
Hyundai-Kia Motors Corporation beraten.
VW hat Rimac dann enger an sich gebunden mit Bugatti Rimac.
Seine Lehrer haben ihm damals keinen Realschulabschluß zugetraut
Wie sich der Lehrkörper doch manchmal täuschen kann!
wüstenfreund hat geschrieben: 13. Januar 2025 19:14
Bei den meisten 800 Volt Fahrzeugen steckt Know How von Mate Rimac
Bei VAG vielleicht (machen die überhaupt noch was selber?), bei Hyundai würde mich das sehr wundern ...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 17. Januar 2025 18:50
von RinaMat
Ah - die (HyundaiKia) hatten sogar Anteile an Rimac! Danke f.d. Info @wüstenfreund!
Re: Elektromobilität
Verfasst: 9. Oktober 2025 20:48
von GRJ78
"Tesla hat keine Bedeutung mehr.
Gerade die Deutschen E-Autos sind so beliebt wie noch nie und technologisch haben die schon lange alles was es gibt überholt..."
So kann man über die Berichterstattung der letzten Monate hier in den Medien in etwa zusammenfassen. Die Realität ist: Europäischer Auto Hersteller haben keine Relevanz mehr, und Tesla Verkauft in einem Monat 100k Model Y.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 08:59
von Zitronante
Liebes Forum,
bin hier relativ neu und bau gerade einen Overlander auf. Ich finde dieses Thema sehr interessant.
Das Thema ist gegessen und die Gegenwart sowie die Zukunft fährt elektrisch. Daher meine ernst gemeinte Frage: wie seht Ihr das Thema in unserem Bereich der Geländewagen/Overlander/Pickups. Von „völlig Weltfremd“ bis „echte Autarkie: große Chance den Treibstoff unterwegs selbst zu erzeugen“ könnte hier evtl. alles drin sein an Meinungen . Da ich noch keine weiten Reisen unternommen habe kann ich es null einschätzen, denke allerdings das dies aktuell utopisch ist, trotzdem begreife ich Veränderungen gerne als Chance. Ich freu mich jedenfalls auf die Reaktionen!
LG
Stefan
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 09:21
von Bondgirl
Mit der aktuellen Technologie ist es nicht möglich mit einem 2-3,5t schweren Fahrzeug im Solarbetrieb zu fahren über die Entfernungen die für uns Reisende interessant sind.
Das sich vereinzelt Leute Kabinen und Sandbleche an Rivians und Co dengeln bedeutet nicht dass man mit diesen Fahrzeugen die Sorte Reisen nachvollziehen kann die wir heute mit Diesel und Benzin machen.
Deshalb-ganz neutral-im Moment uninteressant. Nur Augenwischerei.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 10:30
von se7en6
Zitronante hat geschrieben: 10. Oktober 2025 08:59
Liebes Forum,
bin hier relativ neu und bau gerade einen Overlander auf. Ich finde dieses Thema sehr interessant.
Das Thema ist gegessen und die Gegenwart sowie die Zukunft fährt elektrisch. Daher meine ernst gemeinte Frage: wie seht Ihr das Thema in unserem Bereich der Geländewagen/Overlander/Pickups. Von „völlig Weltfremd“ bis „echte Autarkie: große Chance den Treibstoff unterwegs selbst zu erzeugen“ könnte hier evtl. alles drin sein an Meinungen . Da ich noch keine weiten Reisen unternommen habe kann ich es null einschätzen, denke allerdings das dies aktuell utopisch ist, trotzdem begreife ich Veränderungen gerne als Chance. Ich freu mich jedenfalls auf die Reaktionen!
LG
Stefan
Hallo Stefan,
der Traum vom völlig autarken Reisen ist mit dem Konzept eines fahrenden Pisten-Apartments bisher meiner Kenntnis nach nicht erreicht worden. Es gibt Liegefahrräder mit Anhänger, auf dem sich hocheffiziente Solar-Panele befinden, die sich während der Fahrt automatisch zur Sonne hin ausrichten. Damit hat es Weltumrundungen gegeben. Aber auch hier ist der Mensch mit In- und Output primär verantwortlich für das Vorankommen. Also auch nur bedingt autark aus energetischer Sicht. Die Gegenwart fährt derzeit überhaupt nicht elektrisch. Schau in die Industrie, in die Landwirtschaft, auf die Kriegsschauplätze. Weltweit. Fahren die da elektrisch? Triff dich mal mit dem lokalen Trecker-Verein auf ein paar Schnapsl, vielleicht können die das besser erklären als ich
Naja, ich fahre im Alltag auch hybrid-elektrisch, stimmt also doch was du schreibst. Zumindest für Pendler und Alltagsautofahrer ist es wohl die Gegenwart und Zukunft. Im Fernreisebetrieb hat sich das bisher nicht bewährt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 10:46
von sendtime
Ich schließe mich an, aktuell ist das jedenfalls für Fernreisen nicht praktikabel. Camping-Reiseziele im Inland oder mit genug Zeit im europäischen Ausland sind inzwischen mit EV sicherlich darstellbar, solange die Route genug Schnellladesäulen enthält. Was dann jedoch entfällt sind nennenswerter Geländeeinsatz (Verbrauch wäre zu hoch) und Reisen abseits der Zivilisation (keine Lademöglichkeiten). Innerhalb Europas inkl. Skandinavien sicherlich machbar, das ist allerdings eine Zeit- und Organisationsfrage.
Per Solarladung unterwegs die Antriebsenergie zu erzeugen scheitert m.E. an der sinnvoll zu transportierenden Solarfläche in Relation zum Verbrauch. Einzige mir bekannte Ausnahme sind Pedelecs (i.d.R. 3- oder 4-rädrig) mit Gepäckanhängern, auf denen man großflächig Solarpaneele verbaut. Im Pedelecforum gibt es ein paar solcher Eigenbauten. Damit kann man dann für Fahrradmaßstäbe schon ordentliche Distanzen mit viel Gepäck zurücklegen. Sicherlich eine sehr energieeffiziente Art des Reisens, allerdings auch sehr exotisch, wodurch man nirgends richtig hin passt mit dem Fahrzeug. Insgesamt ist das immer noch nah am Fahrradreisen, gerade was Witterung, Gepäck, Mitfahrende und darstellbare Distanzen angeht. Trotzdem cool, dass Leute zeigen, was so alles geht.
Wenn wir von fahrzeugbasierten Fernreisen sprechen, fehlen aktuell noch ausreichende Akkukapazitäten in Relation zum Gewicht. Das wird kommen, wann genau weiß ich nicht. Wenn du da auf Nummer sicher gehen willst, würde ich aktuell einen Pickup wählen und eine Kabine drauf packen. Das ist wohl eine der flexibelsten Lösungen, Wohnkabinen sind ziemlich wertstabil und ein Fahrzeugtausch ist schnell und einfach möglich.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 13:05
von Zitronante
Hello,
Ich will euch jetzt meine Glaskugel Wahrheiten bzgl. Elektromobilität nicht aufs Aug drücken. Nur so viel: Geld ist das Schmiermittel unserer Gesellschaften und E-Mobilität bedeutet einen wirtschaftlichen Vorteil zu nutzen.
Bzgl. Fernreisen möchte ich folgendes Gedankenexperiment anstellen:
200L Diesel hat ein Fernreisefahrzeug eingebunkert. 60L davon werden effektiv für den Vortrieb genutzt. 60L entsprechen 588kWh eingebunkerter elektrischer Energie. Jetzt brauche ich sagen wir mal 10% mehr weil der E-Pickup (haha er hat E-Pickup gesagt) auch keine 100% Wirkungsgrad hat, sondern sagen wir mal 90% Akku mit ca. 650kWh. Bei den aktuellen Energiedichten von Akkus 200Wh/kg würde das einem Akku Pack mit 3.250kg. Der arme Hilux Rahmen . Die ganze Welt sucht und forscht nach Akkus die Energiedichter sind. BYD spricht von 400Wh/kg. Sagen wir mal sowas in der Art kommt in den nächsten 5 Jahren, dann wiegt der Akku schon nur mehr 1.625kg. Jetzt haben wir das mal grob eingeordnet.
Das Gedankenexperiment soll mit groben Einordnungen weitergehen: Wie weit würde ich an einem Fernreisetag im Gelände kommen wenn ich gleichzeitig nicht mehr Akku Gewicht als 170kg (entspricht einem 200L Tank) herumschleppen will? 170kg Akku entsprechen bei einer Energiedichte von 400Wh/kg ca. 68kWh. Wie weit komme ich mit 68kWh elektrischer Energie im Gelände? Das weis ich jetzt nicht wirklich. Ich schätze 100km sollten schon drinnen sein (auf der Strasse brauchen effiziente Autos 18kWh)?
Und wie lange brauche ich um diese 68kWh mit einem Photovoltaik Generator aufzuladen? Sagen wir, wir haben ein Reisetempo von 1 Tag 100km fahren und 1 Tag Pause Akkus laden. Keine Ahnung ob das machbar oder praktikabel ist, jedenfalls braucht man Zeit zum laden. Sagen wir, wir wollen diese 68kWh in 4 Stunden an einem sonnigen/optimalen Tag voll bekommen so würden wir 17kW photovoltaik Leistung durchgehend benötigen. Jetzt wollen wir auf Nummer sicher gehen und es auch in 2 Std. schaffen können, bzw. wenns nicht so schön ist vielleicht auch an einem ganzen Tag, d.h. wir brauchen ca. einen 30kW photovoltaik Generator, sprich 30kWp Paneelleistung.
Da man eine praktikable Lösung braucht, müsste sich dieser PV Generator ausrollen lassen. Rollbare PV Generatoren haben eine geringere Umwandlungseffizienz als moderne PV Module. Nehmen wir mal folgendes bezogen auf 1m2 Fläche an:
--> 200Wp Leistung (wahrscheinlich eher hoch geschätzt aber möglich)
--> 2-3kg
Daraus folgt, ich brauche: 150m2 Fläche und somit eine 450kg schwere PV Rolle, die man dann z.b. bei 2m breite 75m weit ausziehen können müsste. Würde also sagen. entweder kommt man mit der Hälfte aus (also Akku voll nach 4 Std. bei gutem Wetter), oder man verwendet Weltraum Grade zukunfts PV Module mit doppelter Leistung damit man in Größendimensionen kommt die man evtl. noch konstruktionstechnisch beherschen könnte – PV Rolle 2mx33m mit 225kg.
Für die ganze Umwandlung und DC Ladung am CCS Stecker (des Rivian ) würde ich ca. 30kg oder weniger veranschlagen.
So, ran an die Arbeit, wie könnte man so eine PV Rolle praktikabel gestalten um sie anwendbar zu machen ?
Dünnes strapazierfähiges Material ausgezogen und befestigt am Baum der naheliegendsten Oase und zusätzlich mit Sandankern im Boden befestigt
Die Rumrechnerei ist muessig, klar ist, dass die gespeicherte chemische Energie in flüssigen fossilen ode rnicht fossilen) Treibstoffen nicht durch Akkus getoppt werden kann.
Es gibt Anwendungen, da klappt das dennoch ganz gut, und eben andere, da klappts eher nicht. Overlanding für echte Langläufer würde ich meinen, ist auch so ein Gebiet. Aber das bleibt eben eine sehr kleine Niche.
Für Interkontinental-Flüge gibts in naher und mittlerer Zukunft auch keine Alternativen. Rettungsdienste, Feuerwehr, etc. kann sicherlich teilweise auf EVs gehen, aber die werden sich sicherlich Dieselfahrzeuge vorhalten.
Es werden da ja immer Weltuntergangsszenarien gemalt, wenn die Institutionen mal vom Diesel weg müssen. Ich glaube, dass wird auf mittlere Sicht andersrum laufen: Mobile "Generatoren", EV-Einsatfahrzeuge, etc. sind deutlich pflegeleichter. Kein Diesel der die Dieselpest bekommt, keine Ölwechsel, keine Bewegungsfahrten (oder nur wenige), usw usw. "Tanken" einfach in der Garage.
Ich gehe davon aus, dass es noch lange Diesel/Benzin zu tanken gibt. Nicht zu vergessen, fast alle Benziner kann man auch einfach auf Ethanol laufen lassen.
Aber ich fahre im Alltag auch nen PHEV und das funktioniert tadellos. Ich fahren zu 95% elektrisch obwohl die Karre nur eine elektrische Reichweite von gut 120km hat. Ich habe nun eher das Problem, dass ich den Sprit nicht verbraucht bekomme, bevor er zu alt wird.
Auf Langstrecke kommt er min 1000km weit, und das mit einem 52L Tank.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 14:18
von cgrab
Auch ich möchte hier meinen unfachmännischen Senf dazugeben. Meine Reiseart besteht aus einigen langen Anfahrten und Verbindungsstrecken und dem Aufenthalt an Reisezielen mit geringen oder gar keinen Fahrstrecken. Die Anfahrt nach Marokko, oder in die Türkei etc. lässt sich wahrscheinlich schon heute vernünftig mit Ladestationen und den damit verbundenen Pausen bewältigen. Wenn man vor Ort dann drei Tage am Strand steht, oder zum Wandern irgendwo, geht wahrscheinlich auch ein langsamerer Ladevorgang und eine geringere Panelfläche. Aber wie Stefan in einem Post vor mir berechnet hat, ist einen voll autarke Reise im Bereich der Elektromobilität für Leute mit unseren Vorstellungen und Ansprüchen noch sehr weit entfernt.
Was aber immer mehr umsetzbar scheint, ist die Elektrifizierung der Standzeiten. Kochen, kühlen, sonstige Elektrogeräte. Dafür braucht man zunehmend weder Landstrom noch Generator. Vielleicht führt der Weg für uns über Hybridfahrzeuge mit großen Batterien, die für das Fahren wie das Stehen verwendet werden können.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 15:21
von GRJ78
Abwarten
Manchmal ist wandelt sich auf der Welt ganz schnell mal was...
Was mich zuversichtlich stimmt, einen LandCruiser kann man recht unkompliziert elektrifizieren...
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 15:46
von Bondgirl
Mit einem Elektro 79 bin ich seinerzeit schon gefahren auf dem BTT in Schorndorf 2014(?).
Und das wurde mir heute aktuell angezeigt:
Glaubt ihr, dass es sich unser Fiskus erlauben kann, auf seine Mineralölsteuer, die darauf noch anfallende MwSt. und auf die Kfz-Steuer zu verzichten ?
Was wäre, wenn demnächst einfach jeder e-Wagen einen Streckenzähler für jeden in Deutschland gefahrenen Kilometer braucht ? Wäre doch ganz einfach mittels GPS machbar. Hat doch je schon jedes Auto. Einfach mit einer Kreditkartenabrechnung kombinieren. Einfach und kostengünstig in der Umsetzung (für den Staat kostengünstig). Und schon muss er nicht mehr auf seine Mineralölsteuereinnahmen verzichten.
Ach so ... Blitzer brauchen wir dann auch keine mehr
(ja, das Bild ist KI-generiert - ein e-Auto hätte vermutlich keinen Drehzahlmesser )
Ich habe nun eher das Problem, dass ich den Sprit nicht verbraucht bekomme, bevor er zu alt wird.
Ging mir so, als ich am neuen Wohnort nach dem Sommerurlaub den leeren Tank wie gewohnt voll getankt habe.
Auf einmal war Winter, und der Tank noch 3/4 voll.
Seit dem lass ich im Tank genügend Platz für Winterdiesel.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 19:19
von Jelonek
ihr musst einfach die Kisten fahren !
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 19:19
von netzmeister
AlpenCruiser hat geschrieben: 10. Oktober 2025 17:38
Glaubt ihr, dass es sich unser Fiskus erlauben kann, auf seine Mineralölsteuer, die darauf noch anfallende MwSt. und auf die Kfz-Steuer zu verzichten ?
Was wäre, wenn demnächst einfach jeder e-Wagen einen Streckenzähler für jeden in Deutschland gefahrenen Kilometer braucht ? Wäre doch ganz einfach mittels GPS machbar. Hat doch je schon jedes Auto. Einfach mit einer Kreditkartenabrechnung kombinieren. Einfach und kostengünstig in der Umsetzung (für den Staat kostengünstig). Und schon muss er nicht mehr auf seine Mineralölsteuereinnahmen verzichten.
Lassen wir doch sowas einfach mal beiseite, wenn's um rein technische Gedankenspiele geht, OK?
Mit einem Elektro 79 bin ich seinerzeit schon gefahren auf dem BTT in Schorndorf 2014(?).
Was die Umbauer wie FD mittlerweile auf die Räder stellen, hat mit dem Extrem/Huber-Prototyp nichts mehr gemein, das ist eine völlig andere Liga.
Ändert nix daran, dass das derzeit noch Nischenlösungen für spezielle Anwendungen sind (Minenbetrieb z.B.). Aus den vorgenannten Gründen. Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 19:25
von xsteel
Na, alte Ideen wieder aufgreifen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 10. Oktober 2025 19:33
von RobertL
AlpenCruiser hat geschrieben: 10. Oktober 2025 17:38
Glaubt ihr, dass es sich unser Fiskus erlauben kann, auf seine Mineralölsteuer, die darauf noch anfallende MwSt. und auf die Kfz-Steuer zu verzichten ?
Sind in D die e-Autos noch von der KFZ-Steuer befreit? Bei uns ist das nicht mehr der Fall.
Die motorbezogene Versicherungssteuer, wie das bei uns holprig heisst, gilt seit 1.April 2025 (kein Aprilscherz!) auch für e-Autos.
Screenshot_20251010_192408_Firefox.jpg (21.26 KiB) 1590 mal betrachtet
Haha, ich stell mir gerade vor, wie der "Tankvorgang" aussehen soll, wenn man das Ding "leergefahren" hat.
Entweder den größten Teil der Reichweite nutzen, um ständig nach Pakistan zu pendeln, um über dunkle Kanäle
"Treibstoff" zu bunkern, oder hierzulande 4 Jahre auf eine Genehmigung zum Auffüllen der Vorräte zu warten.
Dazu noch die Behinderungen durch Demos, Garagenbesetzungen und Protestmärsche sowie Gerichtverfahren wegen der Entsorgung
der Altlasten.
Da kann man jeden Morgen den Atomgegnern einen Kaffee rausbringen, die "wohnen" dann da auch.
AlpenCruiser hat geschrieben: 10. Oktober 2025 17:38
Glaubt ihr, dass es sich unser Fiskus erlauben kann, auf seine Mineralölsteuer, die darauf noch anfallende MwSt. und auf die Kfz-Steuer zu verzichten ?
Sind in D die e-Autos noch von der KFZ-Steuer befreit? Bei uns ist das nicht mehr der Fall.
Die motorbezogene Versicherungssteuer, wie das bei uns holprig heisst, gilt seit 1.April 2025 (kein Aprilscherz!) auch für e-Autos.
Benützt du beim e-auto-fahren keine Strassen also warum soll man für e-kiste keine kfz steuer zahlen -oder fliegen die
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Oktober 2025 15:02
von Odessa
Frag das doch bitte die Bundesregierung in D @middeldorfklaus3
Und hin und wieder benutze ich auch eure Straßen in Tirol und bezahle keine österreichische KFZ-Steuer .
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Oktober 2025 16:52
von superXcruiser
.....seit wann wird KFZ Steuer für Straßen genutzt in Deutschland?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Oktober 2025 16:59
von superXcruiser
Noch was zur Autarkie zu Autos. So lang Autos gebaut werden und von gewinnabhängigen Konzernen geleitet werden, werden wir wohl immer tanken müssen, egal ob Strom, Sprit, Wasser oder Licht. Sonst können die anderen Konzerne nix mehr verdienen.
Gutes Bei"spiel" gerade die Solarzellen auf dem Dach.......die RWE hasst sie und der Staat möchte nichts mehr für die Ministromerzeuger tun. Sondern am liebsten wieder abschaffen, ach ja, die ehemalige Verbotspartei hat sowas gefördert........
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Oktober 2025 18:33
von AlpenCruiser
Lasst uns bitte jetzt hierzu nicht weiter diskutieren.
Netzi hatte Recht, dass er auf meinen Post schnell interveniert hatte. Es triftet gleich in die Politik ab, und das hat dann nichts mehr mit Land Cruisern zu tun.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 11. Oktober 2025 18:46
von se7en6
Wo ist denn bei dem Nucleon vorne und hinten?
Und warum ist eine Achse fast in der Mitte des Fahrzeuges?
Jedenfalls ein wildes Gerät für "nach dem Fallout".
Schade, dass es nicht ein mal gebaut worden ist.
AlpenCruiser hat geschrieben: 10. Oktober 2025 17:38
Glaubt ihr, dass es sich unser Fiskus erlauben kann, auf seine Mineralölsteuer, die darauf noch anfallende MwSt. und auf die Kfz-Steuer zu verzichten ?
Sind in D die e-Autos noch von der KFZ-Steuer befreit? Bei uns ist das nicht mehr der Fall.
Die motorbezogene Versicherungssteuer, wie das bei uns holprig heisst, gilt seit 1.April 2025 (kein Aprilscherz!) auch für e-Autos.
Wo ist denn bei dem Nucleon vorne und hinten?
Und warum ist eine Achse fast in der Mitte des Fahrzeuges?
Jedenfalls ein wildes Gerät für "nach dem Fallout".
Schade, dass es nicht ein mal gebaut worden ist.
War wohl ein Designer, der sich ein wenig von den Kollegen der Ranchero- und Thunderbirdabteilung hat inspirieren lassen,
wegen seines Cab-Forward-Ticks aber irgendwann wohl zu Oshkosh in die Schwerlastersparte abgeschoben wurde.
Oder er ist bei den Telekränen gelandet.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 18:39
von Zitronante
Wieviel km Reichweite unter Tags wären für Reisen in abgelegenen Gebieten ausreichend wenn man annimmt das diese an jedem neuen Tagesbeginn wieder zur Verfügung steht? Wieviel verbraucht ein effizienter aktueller Verbrenner LKW <7,5T pro 100km im Gelände?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 18:52
von AlpenCruiser
Mein J9 braucht im Gelände 3-4 Liter pro Stunde bei 30 bis 50 km Tagesetappe (6-10 Stunden).
LKW im Gelände ? Vielleicht das Doppelte ???
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 19:32
von Odessa
@AlpenCruiser
Überschlägig gäbe das ja bei acht Stunden und 4 l/h 32 l/Reisetag. Wenn der dann "nur" aus 50 km besteht, sind wir bei über 60 l/100km.
Stimmt die Rechnung für dich?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 19:52
von AlpenCruiser
Ja, die Rechnung stimmt.
Wir müssen spätestens am dritten Tag nachtanken. Wir haben 90 Liter.
Meist sind es eher 3, als 4 Liter pro Stunde. Meist sind es eher 30 km pro Tag als 50.
1.000 U/Min im 1. Gang sind etwas unter 3 km/h.
Zum Vergleich : Wenn du mit 90 km/h Landstrasse fährst, ist der Tank nach einem Tag leer. Im Gelände hält er 3 Tage. Ich finde das einen guten Wert.
Zum Vergleich : Die KI sagt mir, dass ein 7,5 t - LKW bei Standgas ca. 2 Liter pro Stunde braucht. Da bin ich mit 3 Liter pro Stunde bei Geländefahrt sehr zufrieden.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 20:05
von superXcruiser
Hi
Im mauretanischen Sand verbrauchte mein dreitüriger J9 mit D4D Motor, 21l Diesel. Der Diesel hatte aber nicht die Qualität wie in Marocco.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 20:15
von Odessa
AlpenCruiser hat geschrieben: 12. Oktober 2025 19:52
Wir müssen spätestens am dritten Tag nachtanken. Wir haben 90 Liter.
Meist sind es eher 3, als 4 Liter pro Stunde. Meist sind es eher 30 km pro Tag als 50.
1.000 U/Min im 1. Gang sind etwas unter 3 km/h.
Das macht den Verbrauch auch nicht besser. Drei Liter die Stunde sind dann eben 24 l/30km. Sind am Ende auch über 60 - in diesem Beispiel sogar über 70 - l/100km.
Völlig rätselhaft für mich, wie man das schafft
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 20:41
von Zitronante
Ich habe mich mit ChatGPT gespielt. Das Ergebnis:
Gedankenexperiment: Autarker 10-t-4×4-E-Lkw mit PV-Karosserie & Enerkite-Nachladung
Ziel dieses Gedankenexperiments ist zu prüfen, ob ein geländegängiger 10-t-Lkw theoretisch allein mit Solar- und Windenergie autark betrieben werden könnte.
1.Annahmen:
Fahrzeug: 4×4-Lkw, 10 t zGG
Leergewicht Basis: 6 500 kg
Entfall Diesel-Strang: –900 kg (Motor, Getriebe, Tank, Abgas)
E-Antrieb gesamt: +500 kg
Batterie: 400 kWh Feststoff @ 400 Wh/kg → 1 000 kg
Nutzbar: ~320 kWh (10–90 % SoC)
PV-Karosserie: 30 m² ≈ 6 kWp, ca. 200 kg, Ertrag ~40 kWh/Tag
Enerkite EK15: 15 kW, ca. 1 000 kg, Nachtladung ~150 kWh/10 h
2. Energiebedarf des Fahrzeugs (bei 50 km/h)
Untergrund Verbrauch [kWh/100 km] Reichweite (320 kWh nutzbar)
----------------------------------------------------------------------
Asphalt 40 800 km
Piste / Schotter 68 470 km
Fester Sand 113 280 km
5. Dauerbetrieb
Mit rund 190 kWh Nachladung pro Tag (PV + Enerkite) kann das Fahrzeug langfristig etwa
• 470 km/Tag auf Asphalt oder
• 170 km/Tag auf festem Sand
zurücklegen, ohne Netto-Entladung des Akkus.
Für längere Etappen steht der 320 kWh-Akkupuffer bereit (1–2 Nächte zum Wiederaufladen).
Das Konzept zeigt, dass ein elektrischer 10-t-4×4-Lkw mit
400 kWh Feststoffakku, PV-Karosserie und Enerkite-System
theoretisch energieautark in der Wüste fahren könnte.
Mit PV am Tag und Windkraft in der Nacht sind etwa 190 kWh Nachladung pro Tag möglich.
Bei 10 t Gesamtgewicht blieben rund 1,7 t Zuladung.
Fazit: Heute noch Zukunftsmusik – aber mit kommender Feststoff-Technologie und Airborne-Wind-Systemen ab den 2030ern durchaus ein realistisches Szenario.
Frag das doch bitte die Bundesregierung in D @middeldorfklaus3
Und hin und wieder benutze ich auch eure Straßen in Tirol und bezahle keine österreichische KFZ-Steuer .
Steuerbefreiung wird such in D fallen-wirst scho sehen
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 20:44
von holefire
Zitronante hat geschrieben: 12. Oktober 2025 20:41
ab den 2030ern durchaus ein realistisches Szenario.
nein
Re: Elektromobilität
Verfasst: 12. Oktober 2025 21:50
von xsteel
@Zitronante
.... und des Teil zieht der 10 Tonner hinter sich her?
Wenn wir vom Dünenhüpfen sprechen: Zum einen, weil ständig Volldampf. Zum anderen, weil die Räder im Sand eine ganz andere Strecke hinter sich bringen als das Auto, man fährt ja ständig mit Schlupf. 30/40 Liter pro 100 km sind da je nach Fahrer lässig drin...60 halte ich auch für viel. Vor allem fährt man ja eher selten drei Tage durchgehend durch Weichsand, wenn man sich nicht gerade im Erg Oriental verliert. Aber wie gesagt: Fahrer-, Fahrzeug- und Terrain-abhängig, die Bandbreite ist gerade im Sand recht groß.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 10:24
von Zitronante
d.h. worst case 60L pro Tag, entspricht ca. 180kWh. Man fährt dann auch nicht mehr als 100km weit pro Tag? Dies wäre nicht utopisch und auch nicht völlig unmöglich, im Gegenteil, es ist realistisch machbar. Es ist wie auf der Autobahn auch, es geht mehr um das Laden als um die Reichweite. Wie schnell und wo kann ich laden, und am wichtigsten - wieviel Zeit habe ich dafür….. Evtl. ist es ja auch so das man als Weltreisender Zeit hat…..
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 10:25
von Toyo75
Beim Enerkite sehe ich für Wüstenreisen ein Problem: die nächtliche Windstille. Klassisch ist doch die Zu- und Abnahme der Windenergie abhängig von Sonnenstand und Geländeerwärmung. Wenn nicht gerade eine Störung durchzieht.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 10:42
von Zitronante
Das würde ich gerne erproben .
Bedenken muss man das die Drachen Höhenwinde in 100-200m Höhe ausnutzen können. So wie ich das verstanden habe gibt es in diesen Höhen permanent ausreichend Windströmungen.
Dies ist ja auch der Vorteil dieser Windkraftanlagen, dass Sie permanent als Grundlaskraftwerk fungieren können, also bei den größeren für den Netzanschluss, die noch viel höher fliegen…..
@AlpenCruiser
Überschlägig gäbe das ja bei acht Stunden und 4 l/h 32 l/Reisetag. Wenn der dann "nur" aus 50 km besteht, sind wir bei über 60 l/100km.
Stimmt die Rechnung für dich?
Mein alter 4Liter-Diesel braucht das auch ziemlich genau. Also meist so 3.5-3.8 L/h wenn ich in den unteren Gängen bei wenig/mittlerer Last rumdümpel. Im Leerlauf (habe ich mal gemessen) sind es recht exakt 0.85L/h.
Je nach Durchschnittsgeschwindigkeit kommen dann recht hohe Streckenbezogene Verbräuche raus, das stimmt. Meist ist die aber nicht so niedrig (auf lange Sicht), dass man irgendwo bei 40-50L/100km raus kommen würde.
Jetzt habe ich nen kleinen/"leichten", den ich auf Langstrecke auch unter 8.5L/100km bekomme, der will dann ab und an knapp das Doppelte, wenn es so langsam zugeht. Am "schlimmsten" ist aber Stadtverkehr mit ständigem Bremsen/Beschleunigen.
Ich habe bei mir auch nen Betriebsstundenzähler verbaut, da kann man solche Sachen gut nachrechnen.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 11:18
von sendtime
Cooles Gedankenspiel, Daumen hoch dafür! Unfassbar, welche Energiemengen eine PV-Anlage in der Wüste produzieren kann. Man muss ja auch mit einbeziehen, dass ein Elektromotor gegenüber einem Dieselmotor den zwei- bis dreifachen Wirkungsgrad hat. Man kommt also mit der reinen erzeugten Energiemenge mindestens doppelt so weit wie mit dem Äquivalent an Diesel.
Das heißt, die 40 kWh pro Tag (rein PV) entsprechen rein vom Brennwert 4 Litern an Diesel. Durch den schlechten Wirkungsgrad des Motors braucht man aber etwa 10 l Diesel für die gleiche Leistung. Und das produziert so ein Teil dort quasi jeden Tag. Jetzt schon. Das sind äquivalent 300 l Diesel pro Monat, wenn man die Energie jetzt zum Fahren verwenden würde. Ich finde das unglaublich
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 12:54
von AlpenCruiser
Ich möchte meine Angabe von 3 (bis 4) Liter je Stunde noch etwas erklären.
Das bezieht sich auf anspruchsvolleres Gelände in den Bergen. Also nicht auf Sand.
Dabei fahren wir ausschliesslich in den Gängen 1, 2, 3 der Untersetzung. Den höchsten Verbrauch haben wir meist im 2. Gang (LowRange). Im 1. Gang haben wir meist Streckenabschnitte, bei denen wir uns vorsichtig durchtasten müssen. Da brauchen wir keine Leistung. Beim 3. Gang (LowRange) können wir es meist laufen lassen. Der 3. im LowRange ist bei uns gleich untersetzt wie der 1. Gang auf der Strasse.
Die meisten Hindernisse nehmen wir im 2. LowRange. Dabei ist auch ständig das Gaspedal in Bewegung. Ständig mehr und wieder weniger Gas. Still halten wir das Gaspedal im 2. LowRange fast nie. Dabei ist der Motor auch sehr ineffizient. Wir haben noch einen alten Wirbelkammer mit Turbo ohne Luftmassenmesser. Bei jedem Gasstoss braucht im ersten Moment der Turbo ein bisschen, bis er angetrieben wird und Druck aufbaut. Das weiss die Einspritzpumpe aber nicht, und spritzt die Menge ein, die der Motor bräuchte, wenn der Turbo den vorgesehenen Druck aufgebaut hat. Im ersten Moment ist der Motor aber erstmal überfettet. Zudem sind wir meist etwas höher, wo die Luft schon etwas dünner wird.
Wir merken das leider auch recht deutlich, da er anfängt zu russen und wir aufgrund unserer geringen Geschwindigkeit den Russ auch dann selbst abbekommen.
Also die Angabe von 3 (bis 4) Liter je Stunde ist schon sehr spezifisch. Ich denke, dass Zitronante sich nicht an unserem Szenario orientieren muss. In dem Umfeld, wo wir unterwegs sind, könnte man auch alle paar Tage mal eine Ladestation erreichen. Bei Zitronantes Szenario für den 4x4 LKW ist vermutlich der von superXcruiser genannte Wert relevant. Und wenn ich Reichweite brauche, muss ich ja nicht Dünenhüpfen.
Im speziellen will ich aber nicht nur in die Wüste. Wenn ich YT-Videos schaue, in denen Australier über 400, besser 800Ah Batteriekapazität reden, nur damit sie autark induktionskochen können, sind wir vom autarken Fahren noch ein ordentliches Stück entfernt. Gefühlt weiter jedenfalls als die 2030er.
Woanders produzieren die 30m2 PV ja auch nur 20 kWh? In Europa bspw.? Und da will ich ja auch fahren...
Und der EnerKite? Cooles Ding, die Story erinnert mich ein bisschen an den Cargolifter, schöne Idee auf den ersten Blick, aber vielleicht auch nur eine Investoren-Melkmaschine. Mechanisch und elektronisch aber sehr komplex, wenn man sich die Flugtests anschaut. Eine ganze Menge Seile, Umlenkrollen, Rollen, der Arm selbst usw. die sich da bewegen. Das Ding wird sehr wartungsintensiv sein.
Ich meine, wir haben hier Threads, in denen über die Rückrüstung elektrischer Fensterheber auf mechanische diskutiert wird, weil die elektrischen in der Wüste den Geist aufgeben! Warum sollte ich da so ein hochkomplexes Gebilde in die Wüste schleifen? Und schaue ich mir mal den Flächenbedarf von dem Teil an, wird's wohl nix mehr mit Wildcampen hinter Bergkuppen oder schön versteckt im Wald oder Gebüsch. Und die Seile, pfeifen die eigentlich bei ordentlich Wind? Jaja, ei know, typisch deutscher Pessimismus...
Für den Anfang würde es mir reichen, wenn ich Batteriekapazität für sagen wir 1000 oder 1500km normale Strecke an Bord habe. Die darf am Anfang auch gerne das Doppelte wiegen wie 200l Sprit. 80% Ladung in 10min. Und selbst das wird noch einige Jahre dauern, irgendwann in den 2030ern schätze ich...
Ach ja, dann gibt's ja noch die Hybris der Hersteller. Die seinerzeit sehr gute Idee standardisierter Akkus, die an speziellen Tankstellen automatisiert getauscht werden, stieß nicht gerade auf positive Resonanz, weil sich alle für DAS Erfindergenie hielten, das alles besser kann als andere...steht uns auch ein bisschen im Weg...
Cooles Gedankenspiel, Daumen hoch dafür! Unfassbar, welche Energiemengen eine PV-Anlage in der Wüste produzieren kann. Man muss ja auch mit einbeziehen, dass ein Elektromotor gegenüber einem Dieselmotor den zwei- bis dreifachen Wirkungsgrad hat. Man kommt also mit der reinen erzeugten Energiemenge mindestens doppelt so weit wie mit dem Äquivalent an Diesel.
Das heißt, die 40 kWh pro Tag (rein PV) entsprechen rein vom Brennwert 4 Litern an Diesel. Durch den schlechten Wirkungsgrad des Motors braucht man aber etwa 10 l Diesel für die gleiche Leistung. Und das produziert so ein Teil dort quasi jeden Tag. Jetzt schon. Das sind äquivalent 300 l Diesel pro Monat, wenn man die Energie jetzt zum Fahren verwenden würde. Ich finde das unglaublich
Achtung bei guten Verhältnissen als Maximalwert zu sehen und wenn die gesamte Karosserie eines LKWs aus Solarzellen besteht mit entsprechend effektiver Elektronik dazu, so wie es beim Projekt Sion entwickelt wurde. https://en.wikipedia.org/wiki/Sono_Motors_Sion
Im speziellen will ich aber nicht nur in die Wüste. Wenn ich YT-Videos schaue, in denen Australier über 400, besser 800Ah Batteriekapazität reden, nur damit sie autark induktionskochen können, sind wir vom autarken Fahren noch ein ordentliches Stück entfernt. Gefühlt weiter jedenfalls als die 2030er.
Woanders produzieren die 30m2 PV ja auch nur 20 kWh? In Europa bspw.? Und da will ich ja auch fahren...
Und der EnerKite? Cooles Ding, die Story erinnert mich ein bisschen an den Cargolifter, schöne Idee auf den ersten Blick, aber vielleicht auch nur eine Investoren-Melkmaschine. Mechanisch und elektronisch aber sehr komplex, wenn man sich die Flugtests anschaut. Eine ganze Menge Seile, Umlenkrollen, Rollen, der Arm selbst usw. die sich da bewegen. Das Ding wird sehr wartungsintensiv sein.
Ich meine, wir haben hier Threads, in denen über die Rückrüstung elektrischer Fensterheber auf mechanische diskutiert wird, weil die elektrischen in der Wüste den Geist aufgeben! Warum sollte ich da so ein hochkomplexes Gebilde in die Wüste schleifen? Und schaue ich mir mal den Flächenbedarf von dem Teil an, wird's wohl nix mehr mit Wildcampen hinter Bergkuppen oder schön versteckt im Wald oder Gebüsch. Und die Seile, pfeifen die eigentlich bei ordentlich Wind? Jaja, ei know, typisch deutscher Pessimismus...
Für den Anfang würde es mir reichen, wenn ich Batteriekapazität für sagen wir 1000 oder 1500km normale Strecke an Bord habe. Die darf am Anfang auch gerne das Doppelte wiegen wie 200l Sprit. 80% Ladung in 10min. Und selbst das wird noch einige Jahre dauern, irgendwann in den 2030ern schätze ich...
Ach ja, dann gibt's ja noch die Hybris der Hersteller. Die seinerzeit sehr gute Idee standardisierter Akkus, die an speziellen Tankstellen automatisiert getauscht werden, stieß nicht gerade auf positive Resonanz, weil sich alle für DAS Erfindergenie hielten, das alles besser kann als andere...steht uns auch ein bisschen im Weg...
Die Ertragswerte sind mal eine grobe Annäherung zu verstehen bitte.
Die 6-7 Fache Energiedichte zu jetzt die du gerne an Bord hättest sind dann wahrscheinlich doch noch eher sehr weit weg! Aber, wenn man rein elektrisch fährt, dann ist die Ladestartegie viel wichtiger als die eingebunkerte Reichweite. Die Reichweite sollte minimal abgestimmt auf das Nutzungsverhalten (inkl. Lademöglichkeiten) sein.
Dann muss man abwägen, soll ich den Drachen starten und mich zu erkennen geben, oder doch lieber nicht, oder nur in der Nacht? Neue Wege neue Entscheidungen Was der für Geräusche macht würde mich auch interessieren, und ob dann das ganze Fahrzeug in der Nacht wackelt
Re: Elektromobilität
Verfasst: 13. Oktober 2025 14:59
von wüstenfreund
Elektromobilität macht vielleicht mehr Sinn bei Baumaschinen und Logistikfahrzeugen
Dass Elektromaschinen zwei- bis dreifach effizienter als Dieselmotoren seien – das ist in dieser Pauschalität vielleicht etwas überzogen. Moderne Dieselmotoren (nicht etwa der betagte 1HZ oder 3B) erreichen im optimalen Lastbereich immerhin Wirkungsgrade von rund 45 %. Dennoch gibt es Bereiche, in denen elektrische Antriebe dem Diesel deutlich überlegen sind – und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch im Einsatzalltag.
Maximale Leistung – minimal genutzt
Ein gutes Beispiel sind Baumaschinen wie Bagger. Diese werden oft für die maximale Leistung ausgelegt, aber diese wird nur selten abgerufen:
Der hydrostatische Fahrantrieb kommt je nach Einsatzprofil nur ca. 5 % der Zeit zum Einsatz.
Beim eigentlichen Baggern wird überwiegend die Arbeitshydraulik genutzt – und das oft nur mit 2 bis 10 kW.
Der Diesel läuft trotzdem die ganze Zeit im erhöhten Leerlauf, was einem Verbrauch von 6–10 Litern pro Stunde entspricht – selbst wenn nur wenig Leistung gebraucht wird. Elektromotoren arbeiten nur, wenn sie gebraucht werden.
Hier spielt die Elektrifizierung ihre Stärken aus. Ein Elektromotor liefert Leistung nur dann, wenn sie wirklich benötigt wird – unabhängig davon, wie groß er dimensioniert ist. Damit entfallen Leerlaufverluste fast vollständig.
Moderne batterieelektrische Systeme mit AC-Motor und Inverter erreichen Wirkungsgrade von über 90 %.
Wenn nur die elektrifizierte Arbeitshydraulik läuft, sinkt der Energiebedarf signifikant.
In Anwendungen mit vielen Bremsvorgängen wird zusätzlich Rekuperationsenergie in die Batterie zurückgeführt.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 06:04
von Zitronante
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 07:41
von cgrab
In der Zeitschrift "make" gibt es in dieser Ausgabe den ersten Teil eines langen Beitrags zum Selbstbau eines Solarkraftwerks auf einem Anhänger. Manches davon könnte vielleicht auch für Reisezwecke eine Inspiration bieten.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 09:20
von AlpenCruiser
Wenn wir die Inspiration der klappbaren Seitenwände (vgl. Anregung cgrab) auf das Bild von Zitronantes übertragen, könnte man den Wirkungsgrad der PV steigern.
Elektromotoren hätten ihr max. Drehmoment auch in den Drehzahlen, die wir im Gelände benötigen.
Wenn wir 4 kleine Motoren direkt an den Rädern haben, brauchen wir auch keine Differentiale und keine Differentialsperren mehr.
4 getrennte Motoren könnten auch über 4 getrennte Controller und 4 getrennte Akku-Sets gesteuert werden. Damit reduziert sich auch ein Ausfallrisiko deutlich.
Würden die benötigten Akkus nicht auch in einen 78'er passen ?
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 09:28
von Pathfinder
Hallo,
Wenn ich die Ideen so alles lese...... wieviel Gesamtgewicht darf ich mit einem PKW Führerschein fahren?
Nicht die Alten vor 99. Da ist ganz fix Schluss, zumal wenn ich auf Reisen nicht ein leeres Auto spazieren fahre.
Die heutigen E SUV kratzen doch schon fast an der Grenze.
VG
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 14:07
von wüstenfreund
Hallo,
der 79er Umbau von Huber hatte 27,5 KWh nutzbare Energie, der FD liegt bei geschätzten 35 KWh mit Doppelbatterie ca. 70 KWh
Durch den großen mechanischen Widerstand reicht das für maximal 200 km auf der Straße.
Moderne eFahrzeuge kommen auf 15 KW/h auf 100 km
Wenn der 1HZ Motor rausgerechnet ist, ist das Gewicht bei Einzelbatterie ca. pari.
Über Solar am Fahrzeug sind maximal 1 KW Ladeleistung die Stunde drin.
Solarmodule brauchen die exakte Südausrichtung und den richtigen Winkel für volle Leistung.
Solarmobile funktionieren aktuell nur mit Fahrradleichtbau
Nuna II mit 9m² Solarfläche schon 2003 Solarmodule mit 24,5 % Wirkungsgrad
braucht halt nur 1800 Watt für 100 km/h
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 14:31
von PEOPLES
landcruiser hat geschrieben: 9. November 2013 23:15
Da würden u.U. sogar Einfachlösungen mit 100 km Reichweite reichen.
Also ich habe so nen PHEV mit 120km Reichweite und das langt bei mir für 95% aller Fahrten. Alles darüber ist dann Landstrecke. Ob ich nun aber nen Auto mit nur 100km Reichweite kaufen würde -> Keine Ahnung. Ich habe ja nun immer den Verbrenner als "Backup", aber ich bin selbst überrascht wie weit man damit kommt.
Passt sicherlich nicht zu jedem und vor allem nicht zu Overlander, aber so für den Alltag sicherlich nicht abwegig.
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 15:07
von AlpenCruiser
Re: Elektromobilität
Verfasst: 14. Oktober 2025 17:43
von wüstenfreund
Ja das war der Huber, sind mittlerweile insolvent.
AlpenCruiser hat geschrieben: 13. Oktober 2025 12:54
Wir haben noch einen alten Wirbelkammer mit Turbo ohne Luftmassenmesser. Bei jedem Gasstoss braucht im ersten Moment der Turbo ein bisschen, bis er angetrieben wird und Druck aufbaut. Das weiss die Einspritzpumpe aber nicht, und spritzt die Menge ein, die der Motor bräuchte, wenn der Turbo den vorgesehenen Druck aufgebaut hat. Im ersten Moment ist der Motor aber erstmal überfettet.
Aber irgendwas vom Ladedruck bekommt er mit.
Da geht ein kleines Schläuchlein vom Ansaugkrümmer zu einer kleinen Druckdose, die dann am Kabelbaum hängt.
Ohne diesen kleinen Schlauch fehlt deutlich Leistung.
Dafür sind dann die Trübungswerte sehr gut.
Zitronante hat geschrieben: 13. Oktober 2025 13:56
Dann muss man abwägen, soll ich den Drachen starten und mich zu erkennen geben, oder doch lieber nicht, oder nur in der Nacht?