Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

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toyotoll
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Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von toyotoll »

Hallo Elektrik-Spezialisten,

wir hoffen, jemand kann uns helfen. Wir sind z. Zt. auf großer Tour (siehe hier: baltikum-russland-mongolei-zentralasien-und-zuruck-t50894.html#p696727 ). Konkret befinden wir uns in Babuschkin an der Ostseite des Baikalsees.

Nun zu unserem Problem. Vor unserer Abreise wurden 3 neue Batterien (1 Starterbatterie, 2 Bordbatterien) und der Solarregler erneuert sowie ein neues Trennrelais eingebaut, da zwei der alten Batterien verschlissen waren. Alle 3 Batterien sind AGM Exide 50 Ah. Beim Solarregler handelt es sich um einen einen Mobile Technology MT150-PP.

Die Bordbatterien werden über 2 Solarpanels mit zusammen 110 Watt gespeist, und während des Fahrbetriebs zusätzlich von der Lima. Der Einbau erfolgte übrigens durch eine Fachwerkstatt, die ich jetzt hier (noch) nicht nennen möchte. Die Werkstatt reagiert seit Wochen weder auf Mails noch auf Anrufe. Ich selbst bin auch nicht gerade ein Elektrik-Spezialist.

Von Anfang an war es so, dass die LEDs für "Batterie voll geladen" bzw. ">80%" NIE leuchteten, selbst nach mehreren hundert km Fahrt nicht. Auch volle Sonneneinstrahlung brachte es nicht zuwege. Es leuchtete immer nur die LED "Laden". Die Werkstatt meinte damals, das sei normal.

Zwei Wochen nach unserer Abreise wurden plötzlich die Bordbatterien nicht mehr richtig geladen (relativ wenig Sonne). Ursache: die 50-A-Sicherung im Kabel von Der Starterbatterie zum Trennrelais war durchgebrannt. Warum? Keine Ahnung. In Irkutsk konnten wir dann endlich eine passende 60-A-Sicherung auftreiben. Bis dahin wurden die Bordbatterien ausschließlich von den Panels geladen.

Nach ca. 10 oder 12 Tagen bemerkte ich nach längerer Fahrt, dass die im Motorraum untergebrachte Bordbatterie regelrecht kochte und glühend heiß war. Diese Batterie abgeklemmmt und weiter ging es. Meine Vermutung: sie hat einen Plattenschluss. Nachdem sie abgekühlt war, lieferte sie noch 7,6 V, aktuell 5,4 V, also tot. Die Tage vorher hatte ich mich schon gewundert, dass die Spannung der Bordbatterien trotz nur ganz weniger Verbraucher und voler Sonne schnell unter 12 V fiel. Die nun noch übrig gebliebene Bordbatterie hielt sich tapfer über 12 V. Also alle Probleme beseitigt, dachte ich.

Doch wir freuten uns zu früh. Gestern wunderten wir uns nach längerer Fahrt über einen eigenartigen Geruch im Fahrzeuginnenraum. Es roch wie faule Eier. Der Verdacht bestätigte sich: auch die zweite Bordbatterie war nun glühend heiß und gaste. Die Spannung lag bei 12,96 V. Heute früh zeigte das Multimeter noch 11,76 V, eine Stunde später 12,43 V (ohne Sonnenschein). Nach 100 km Fahrt waren es dann 12,89 V, aber die Batterie war wieder extrem heiß und begann zu gasen.

Die Lima liefert normale Spannungen, sowohl bei Leerlauf als auch bei erhöhter Drehzahl. Die Starterbatterie verhält sich völlig normal. Die Spannung der Bordbatterie ist inzwischen nach ca. 3 Stunden auf 12,59 V abgesunken (bedeckter Himmel, nur die Kühlbox war eingeschaltet). Die Batterie ist immer noch heiß (da im Innenraum eng eingebaut, keine Kühlmöglichkeit).

Hat jemand eine Idee, was die Ursache(n) sein könnt(n) und wie wir das Problem lösen könnten? Klar, neue Batterie(n) besorgen, aber damit ist ja die Ursache nicht beseitigt. Inzwischen bin ich mir auch nicht mehr sicher, dass die erste Bordbatterie einen Plattenschluss hat. Wir haben noch gut 20.000 km vor uns.

Wir sind für jeden hilfreichen Tipp dankbar!

Viele Grüße aus dem fernen Sibirien

Wolfgang

Hier noch der Schaltplan (stammt noch vom Vorbesitzer, wurde aber von der Werkstatt aktualisiert):

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fordfahrer
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von fordfahrer »

Hallo Wolfgang,
also entweder beschreibst Du es falsch oder Dein Schaltplan entspricht nicht der aufgebauten Schaltung.zB
50-A-Sicherung im Kabel von Der Starterbatterie zum Trennrelais
- da kann ich keine entdecken ??
1. Die Batterie darf bei knapp 13V nicht heiss sein und gasen, diese Spannung ist im Limit.
2. Nach dem Schaltplan werden ja im Normalbetrieb einfach alle Batterien parallel zusammengeschaltet. Da sollte kein Unterschied in der Ladung zwischen Start und Bordbatterien sein

Ich würde zuerst alle externen Ladegeräte (inkl Solar) und den 230V Konverter vom Netz nehmen. M.E. hat das nichts mit der Ladung, sondern eher mit einer unkontrollierten Entladung zu tun. Eigentlich kochen die Batterien bei Überspannung und das fängt erst jenseits von 13,8V an. Ich denke, irgendeins von Deinen Geräten ist da kaputt. Rein technisch sollte eigentlich die Ladung durch die Lima erst mal langen. Du musst halt soviel außer Betrieb setzen, bis Du den Übeltäter gefunden hast. M.E. sind die Batterien nur die leidtragenden. Wenn Der Motor an und das Relais geschlossen ist, sollte an allen Batterien die Gleiche Spannung anliegen (nach Deinem Schaltplan).
Bei 13V sollte keine Batterie überhitzen.
Gruss
Christian

PS: was mir grad noch auffiel - das Durchbrennen einer 50A Sicherung ist schon beachtlich, dafür muss es eine Ursache geben - wir reden hier von Leistungen von 600 Watt - soviel könnte der 230 Konverter ziehen?? Die Spannungsspitzen von so einem Ding sind schon beachtlich und können viel Unheil anrichten.

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robert2345
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von robert2345 »

Hallo Wolfgang,
ich bin da kein Spezi habe aber es so ähnlich bei mir im Auto eingebaut.
Ich denke jetzt mal; wenn die Bordbatterien nur heiß werden bei laufendem Motor und längerer fahrt und die Starterbatterie, die dann die gleiche LIMA Leistung bekommt nicht, liegt der Fehler wohl im Kreislauf der Bordbatterien nach dem NAGARES Batterierelais.
Ich würde dann für die nächste Etappe die 30A und 50A Sicherung zu den Strominvertern 110/220V ziehen, wie auch die 25A von Verteilerkasten (wie auch von Christian geraten) und nur mit dem Solarregler weiterfahren, wenn die Bordbatterie wieder zu heiß wird, sollte auch mal der Solarregler während der Fahrt abgeklemmt werden.
Wenn sie nicht heiß wird, dann z.B. die Inverter oder den Verteilerkasten nacheinander zuschalten und so den Fehler eingrenzen.
Wie ist die Masseleitung von den Bordbatterien ausgeführt?? und weshalb hat nur die 2Bordbatterie eine 50A Sicherung und die 1Bordbatterie nicht?? Die 50A zwischen Starter und Relais sind nicht am Plan.
LG
Robert
Zuletzt geändert von robert2345 am 11. Juni 2015 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Bamboo
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Bamboo »

Hallo Wolfgang,

ich vermute mal Du fährst eine Toyo. Da hast Du wahrscheinlich 12V und 24 V. Dies wird durch ein Relais gesteuert......mal so eine Vermutung.......

Folgendes fiel mir ein: :bulb: Wende Dich an Büttner-Elektronik, Büttner ist selbst jahrelang unterwegs gewesen und hat großen Sachverstand. http://www.buettner-elektronik.de/

Gruß, ich drück die Daumen
Bamboo

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Ozymandias
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Ozymandias »

Die 50er Sicherung brennt deshalb durch weil der Erbauer, nun echt keine Leuchte, ein steinzeit Trennrelais verbaut hat. Nur Schade dass eine Lima bereits während der Anlasser noch dreht schon B+ liefert, das Relais macht zu und dann kommt der Anlasserstrom eben von der Bordbatterie(n).

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BJ(42)ÖRN
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von BJ(42)ÖRN »

Servus Wolfgang
Aus der Ferne natürlich etwas schwierig den Fehler auszumachen.
Als erstes würde ich mir eine billige Standartbatterie als Starter Batt einsetzten. Solltest du auch am Hi.. der Welt bekommen.
Dann das Trennrelais Rausschmeißen und Motor Motor sein lassen und die noch heile Batt nur noch über den Solarlader laden lassen. Also Insel System.
Damit solltest du auf jeden Fall die Rest Kilometer Schaffen falls kein anderer schaden ( Regler der Lima oder Lima selbst ) vorliegt.

Ich tippe darauf das deine Batterien sich selbst gegenseitig zerlegt haben. Diese Trennrelais halte ich bei diesen Batterietypen für sehr bedenklich.
Wenn ich mir Überlege , das ich Nachts meine Bordbatt. fast leer ziehe und dann morgens wenn ich den Motor zur weiterfahrt anmache, mal eben schlagartig 50 Ampere oder mehr von meiner Starterbatt. in die Bordbatt fließen, und das auch noch so lange bis die Bordbatt. voll ist, das kann nicht gut sein. Auch der Regler der Lima mag das nicht wirklich. Auch wenn es die AGM Fraktion nicht wahrhaben will, auch diese Batterien mögen das nicht. Sie gehen nur nicht so schnell kaputt von zu viel Ladestrom. Es gilt immer noch 10 % der Nennkapazität ist optimal.
Zumindest sollte der Strom begrenzt werden.
http://www.leab.eu/produkte/relais-lade ... d-24v.html
Vielleicht klappt das ja mit dem Trennen der Stromkreise.
Gruß aus Hamm
Björn

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Theo
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Theo »

Ozy dürfte recht haben, aber in Sibiren wird vermutlich kein spannungsgesteuertes Trennrelais zu finden sein.

Aber die Steuerleitung des Relais kann man aber auch über einen einfachen Schalter schalten,
nur nach dem Abstellen des Motors darf man nicht vergessen den Schalter wieder auszuschalten
und natürlich umgekehrt.

Die Qualität von Exide Batterien ist nach meiner leidvollen Erfahrung meist nicht die beste.

Eine 50Ah Starterbatterie mit einem einfachen Trennrelais mit einem 100Ah Block zu verbinden ist nicht gerade optimal, wenigstens hat der "Konstruktör" gleiche Batterietypen verwendet.

Hoffentlich könnt Ihr die Probleme lösen.

Gute Reise
Theo
www.4buy4.de

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jonas
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von jonas »

Bamboo hat geschrieben:ich vermute mal Du fährst eine Toyo. Da hast Du wahrscheinlich 12V und 24 V. Dies wird durch ein Relais gesteuert......mal so eine Vermutung.......


Hoi Bamboo

Durch ein klein wenig "Recherche" hättest Du herausfinden können, dass Wolfgang einen HZJ78 fährt und der hat nur 12V. Also hilft Deine Vermutung nix... :ka:

@Wolfgang: Ich hoffe, das Problem lässt sich durch die Tipps hier im Forum trotzdem lösen :thumbsup:

Gruss
jonas

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robert2345
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von robert2345 »

Also ich hab seit 2012 mit meinen Optima Yellow Batterien das Ctek D250S und so erspare ich mir das Relais und den Solarregler.
http://ctek.com/Archive/ProductPdf/D250S%20DUAL_DE.pdf
Hilft Wolfgang nur nicht in Sibirien

Vielleicht kann Wolfgang in Sibirien das Cyrix bekommen, zumindest versenden sie in die russische Föderation und Irkutsk ist ja auch nicht so weit:
https://www.fraron.de/batteriemanagemen ... -26657263/

LG
Robert
Zuletzt geändert von robert2345 am 11. Juni 2015 14:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Ozymandias
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Ozymandias »

Mal schnell ein bisschen Basiswissen für den Threadersteller, da kann er mal ausmessen.

Thema Lichtmaschine; Ladestrom der Lima muss bei laufendem Motor bei 13,6-14,2V liegen, dieser Wert muss im ganzen System anliegen, Starter - wie Bordnetz.

Kabelquerschnitt, wie wurde die Starterbatterie mit den Bordbatterien verbunden?

Thema Batteriespannung; die Batterien sollten direkt nach dem ausschalten des Fahrzeugmotors etwa 13,2V haben wenn sie voll geladen sind, dieser Wert darf dann langsam auf etwa 13V absinken im Standby solange keine Verbraucher am Netz ziehen.

Thema Ausgasung, entweder wie genannt massivste Dauerentladung zb. durch Seilwinde etc. Oder - massive Überladung, Ladespannung jenseits der 16 Volt meistens durch defekten Limaregler.


Weiteres Vorgehen, wie gesagt wurde die Netze mechanisch trennen und schauen wie sich dann das Fahrzeugnetz verhält - liegen wieder die normalen 13,8V an bei laufendem Motor?
Danach Stück für Stück die Bordnetz Bestandteile wieder anschliessen.

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Ozymandias
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Ozymandias »

Nachtrag; ein hochwertiger Spannungsprüfer ist Voraussetzung zur akkuraten Eruierung solcher Dinge, der billige Baumarktplunder zeigt oft 0,5-1 Volt falsch an, also Unbrauchbar da wir auf Komma messen.

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Onkelchen
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Onkelchen »

Theo hat geschrieben:Aber die Steuerleitung des Relais kann man aber auch über einen einfachen Schalter schalten,
nur nach dem Abstellen des Motors darf man nicht vergessen den Schalter wieder auszuschalten
und natürlich umgekehrt.


Hi,

als schnelle Abhilfe würde mir einfallen, den Schalter in die Steuerleitung (D+) der Lichtmaschine zu schalten.
Dann kann man manuell verzögert zuschalten, beim Abstellen des Motors wird das Relais aber trotzdem abgeschaltet, selbst wenn man den Schalter vergessen hat.
So wird wenigstens vermieden, dass im Stand die Starterbatterie mit durch die Verbraucher leergezogen wird.

Vor dem nächsten Starten des Motors dann den Schalter aber wieder auf "aus" damit das Relais dann wieder manuell verzögert zugeschaltet werden kann.

Hätte so den Vorteil, dass man sich kein neues Problem durch Vergessen des Ausschaltens schafft sondern in dem Fall nur auf den jetzigen Zustand schaltet.


Wenn Du unterwegs einen halbwegs versierten Elektriker findest, kann er Dir als verbesserte Variante statt des Schlters ein Selbsthaltekreis mit einem kleinen zusätzlichen Relais in die D+ Leitung der LiMa einbauen.

Dann könntest Du manuell mit einem Taster zuschalten und nach Abstellen des Motors fällt das Relais von alleine ab sodaß die Gefahr des Ausschaltvergessens weg ist.

Das ist kein Hexenwerk. Jeder halbwegs versierte Elektriker baut Dir sowas aus dem FF. :-)

Es kommt halt darauf an, inwieweit man auf der Reise einen Elektriker findet und inwieweit man sich in der jeweiligen Sprache mit ihm verständigen kann um ihm zu erklären was man braucht. :ka:

Somit hättest Du zumindest das Problem für den Rest der Reise mal erledigt.

Viele Grüße
Onkelchen
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landcruiser
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von landcruiser »

Das Problem dürfte (wie fast immer) das bescheuerte Trennrelais sein.

Das Fliegen der Sicherung und das "Kochen" der Batterien deutet daraufhin, dass es einfach klebt (das Übliche ...) oder, wie Ozy schon schrieb, zum falschen Zeitpunkt (zu früh) schaltet.

Der Anschluß an die Lichtmaschine in der Zeichnung ist undefiniert!

Wenn man so ein Mistding einbauen will, gehört das an D+, damit es erst anzieht, wenn die Lima auch läuft und Strom liefert.

Also

a) prüfen, ob das Relais überhaupt arbeitet oder klebt/hängt (Prüflampe reicht)

wenn es arbeitet, dann

b) Leitung weg von der Lima und das Relais mit einem Schalter, der + von Kl. 15 (Zündung) holt manuell schalten. Daran denken das Ding vor dem Starten abzuschalten bzw. immer nach dem Motor "aus" auch Schalter "aus".

Wen das Relais im Eimer ist, raus damit.

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Willem Jan Markerink
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von Willem Jan Markerink »

Falls nicht D+ (*und* kein klebendes Relais!), dann waere, wenigstens bei Dauerlichtfahrer, das Lichtsignal vielleicht noch eine deppensichere Variante, als Schalt-Steuerung.
(ich hoffe mal das alle TLC (seit J8?) ab-Werk ein Lichtwarner haben?....:))
(andersrum, deppensicher einschalten: hab Japaner ergonomisch immer sehr gemocht, weil "Licht-Ein" fuehlbar/tastbar ist, bei jeder Betaetigung des Blinkers....:))
(nur in die Wueste oder auf ewig lange einsame Strecken waere das aber immer noch nicht 100% Deppensicher....;)))

Dass Relais kleben koennen ist mir klar, nur hab ich dieses Argument eigentlich nie gelesen bei die Befuerwortung von Solid-State-Relais (die von aeltersher uebliche Dinger mit etwa 0,7V Spannungsfall (obwohl es mittlerweile auch solche gibt mit 0,1V(?)).

Wenn es aber kein 200-400A Relais ist, dann *wird* es, per B+, kleben, irgendwann, wenn nicht gleich beim ersten mal....8-))
(bei Starthilfe-Einspeisung dann das gleiche Malheur)


PS: ob die doofe LED-Anzeige hiermit auch erklaert ist....??


PPS, fuer Bastelbuben und solche die es werden wollen: es gibt auf Ebay seit einiger Zeit ganz nette Batterie-Kleinstanzeiger mit LED-Grafik, fuer 5-10 Euro (Balken-/Stufen-Diagramm; monochrom oder mehrfarbig; mit oder ohne zusaetzliche numerische Anzeige), fast wie im Smartphone....:))
(fuer 24v haette ich dann aber gerne noch etwas wie eine Spannungsdifferenzanzeiger, grafisch....;))
**Verkaufe Battery-Equalizer/Charge-Balancer/Spannungswandler 24->12v/100A**

"Those who wander are not necessarily lost"
(J.R.R. Tolkien)
'....and not all who launder are washed'
(WJM....;))

http://www.a1.nl/phomepag/markerink/main_4x4.htm

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TomB
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Re: Hilferuf aus Sibirien - Batterieprobleme

Beitrag von TomB »

toyotoll hat geschrieben:Doch wir freuten uns zu früh. Gestern wunderten wir uns nach längerer Fahrt über einen eigenartigen Geruch im Fahrzeuginnenraum. Es roch wie faule Eier. Der Verdacht bestätigte sich: auch die zweite Bordbatterie war nun glühend heiß und gaste. Die Spannung lag bei 12,96 V. Heute früh zeigte das Multimeter noch 11,76 V, eine Stunde später 12,43 V (ohne Sonnenschein). Nach 100 km Fahrt waren es dann 12,89 V, aber die Batterie war wieder extrem heiß und begann zu gasen.


Könnte eine der Zellen kurzgeschlossen sein? Dann wären 13V doch überm Limit der restlichen Zellen und sie würde wirklich anfangen zu gasen.

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