Mountaineer hat geschrieben: 27. Oktober 2025 21:06
Kommt halt wie immer drauf an. Sokotra gehört zum Jemen wird aber quasi verwaltet und ist sicher. Trotzdem war man im Jemen. Das muss jeder selbst entscheiden.
VG
Konrad
Manchmal kommt der Konflikt auch zu einem. Ist mir 2022 in Jeddah passiert, als die Huthis ein Tanklager im Norden der Stadt angegriffen haben.
ich würde gerne die Aussage von spec unterstreichen. Ich war mehrmals im Iran zum Arbeiten, manchmal 3 Wochen, manchmal 5 Wochen, in Summe sicher 6 Monate in den letzten 25 Jahren. Außer in Pakistan habe ich nirgends so freundliche und hilfsbereite Menschen erlebt. Und auch die "normale" Polizei ist sehr freundlich und höflich. Ich bin dort schon vor 20 Jahren alleine mit dem Auto gefahren, obwohl es nicht empfohlen wurde. Und ja, manchmal wird man dann von der Polizei angehalten. Sie wollen wissen woher, wohin und ob es mir gut geht. Und am Ende sagt manchmal einer: "sagen Sie den Leuten in Europa, wir sind keine schlimmen Menschen".
Hier mal ein Bericht einer in der Motorradszene bekannten Frau, die seit 6 Jahren alleine die Welt bereist. Dieses Jahr Iraq, Jemen, Pakistan und aktuell Afghanistan. Noch nie ist etwas passiert.
Ganz viel hat man selber in der Hand mit seinem Auftreten...
Gruß Uli
In einem autoritär (um einen härteren Ausdruck zu vermeiden) regierten Land - welches mir vertraut ist - kam ich durch spezielle Umstände in privaten Kontakt zu zwei Leuten der deutschen Botschaft, die sich dort gerade neu installiert hatten. (Basis: der vorgeschriebene Wechsel.)
Das war ein offener und sehr intensiver Austausch. Ich war über ihre Aufgeschlossenheit und Bereitschaft, das Land wirklich intensiv kennenzulernen, erstaunt und begeistert. Aber, es waren politisch unruhige Zeiten und einer der beiden kam dann bei einem banalen “Unfall” ums Leben.
Jedenfalls hat diese intensive Begegnung mich sehr zurückhaltend gemacht, wenn es darum geht, die Hinweise des AA (und der Botschaften) immer sogleich besserwisserisch kritisch zu werten!
Zu den so oft bestätigten guten Erfahrungen mit der Gastfreundschaft der iranischen Bevölkerung kann ich nur sagen, dass ich sie von Grund auf verstehen kann. Dieses Land beruht auf einer uralten Kultur, auf die es zu Recht nicht nur stolz ist, sondern die auch durch die aktuelle Diktatur nicht eliminiert werden kann. Jeder der Kontakte mit den Menschen zeigt, dass sie eben nicht mit deren Auswüchsen gleichgesetzt werden wollen. Man kann ihre Offenheit deshalb durchaus auch als politische Manifestation verstehen!
Zu sehen, wie man auf “Itchy Boots” reagiert, wie man sich mit ihr (einer erstaunlich freien Frau, von dort draußen…) fotografiert, sich mit ihr austauschen möchte, ist spontan und sehr berührend, geht weit über Neugier hinaus. Es wird der Tag kommen, wo Oppression an ihrer eigenen Starrheit zerbricht und die Iraner wieder überall offen zeigen können, wer sie sind!
Wir können allerdings bis dahin nur hoffen, dass die bei uns einsetzenden Entwicklungen dann nicht inzwischen das abgewürgt haben, was uns heute noch so selbstverständlich erscheint.
Sorry ich halte zwar auch die Infos des AA für meist übertrieben ( wenn nach dem österreichischen AA geht sollte man e nur in A bleiben da sonst gefährlich ) aber Jemen ist ja wohl vollkommen hirnrissig
Weißt du, man sollte vorsichtig mit solchen Aussagen sein, wenn man keine persönlichen Erfahrungen in solchen Ländern gemacht hat, oder enge Freunde hat, die dort waren. Wie sehen die Welt von Deutschland aus durch eine ganz besondere Brille, aus einem der reichsten und sichersten Ländern des Globus. Wir trauen ja oft schon dem Arzt in einem südöstlichen Nachbarland nicht wirklich...
Auch in Ländern wie Jemen, Irak, Lybien, Pakistan, Afghanistan oder auch aktuell in Russland sind 85% der Bevölkerung freundlich und hilfsbereit, genau wie 85% der Polizei. Und das ist hier auch nicht besser... Oder hast du schon mal bei einer Panne von orientalischen Menschen am Straßenrand angehalten, geholfen, obwohl du Termine hattest und sie dann noch nach Hause auf einen Tee eingeladen? In diesen Ländern kommt das häufiger vor...
Wir sind in Deutschland viel misstrauischer als die Menschen in den meisten Ländern der Welt. Ich bin über 100.000 km Motorrad gefahren in Nordafrika, Türkei, Iran, Syrien und habe immer mein komplettes Gepäck am Motorrad gelassen, meinen Helm und meine Jacke, natürlich ohne wichtige Dinge drin. Es ist nie etwas weg gekommen.
Man entwickelt über die Zeit ein Gefühl für Menschen und Situationen und das reicht zu 98% der Zeit aus, um sich aus dummen Situationen raus zu halten...
Guß Uli
Das Rentnerleben ist zu kurz, um faule Kompromisse zu machen...
Hier zur Erinnerung, wir suchen Reisebegleitende Pärchen für Georgien. Im Folgenden nochmal die Randbedingungen:
Wanderdüne hat geschrieben: 23. September 2025 14:16
20250923_111917[1].jpgTja dann ist die Entscheidung gefallen.Wir, bis jetzt 2 Fahrzeuge HZJ78 Frank und HDJ80 Peter (Bj.63) jeweils mit Begleiterin werden zur empfohlenen Reisezeit Juni,Juli,August,Sept. 2026 Georgien bereisen. Der genaue Zeitraum wird in Abhängigkeit der Teilnehmer bzw. der Wetterlage noch festgelegt. Grob planen wir 6 Wochen ein, ca. 8 Tage Anreise ca. 3 Wochen Georgien und wieder ca. 8 Tage Rückreise. Wir kennen uns von unserer gemeinsamen Algerienreise in 2023 (Wüstentouren ab Djanet als Basislager). Schön wäre es hier auf diesem Weg noch bis zu 2 Pärchen mit ähnlichen Fahrzeugen und Ambitionen für unsere Abenteuerreise gewinnen zu können.
Wir werden hauptsächlich Wild campieren, so oft wie möglich mit Lagerfeuerromantik, Schlafen im Dachzelt und hauptsächlich auch selbst kochen aber bei Gelegenheit auch ein Restaurant ausprobieren. Priorisierte Stellplätze werden an Flüssen, Seen oder Stränden sein; oder auf Lichtungen und Bergplateaus mit herrlicher Aussicht auch wenn diese etwas schwieriger zu erreichen sind. Bei widrigsten Wetterverhältnissen allerdings werden auch wir Hotels/Pensionen aufsuchen.
Anreise wird gem. Maps über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien,Bulgarien und Türkei sein mit erstem Ziel Batumi in Georgien. Vereinzelte Abstecher an interressante Örtlichkeiten bei der Anfahrt sind nicht ausgeschlossen. Autobahntempo 90 - 110 km/h.
Einreise von Türkei nach Georgien ist der Grenzort Sarpi und geht mit Reisepass, Fahrzeugschein und einer 30 Tage gültigen georgischen Kfz.-Haftpflicht-versicherung welche online für 17,50€ unter https://tpl.ge/en abgeschlossen werden kann. Der Beifahrer muß mit seinem Pass über einen Korridor zu Fuß nach Georgien einreisen.
In Georgien beträgt die Zeitumstellung 2h später. Die Landeswährung ist der Lari (GEL) ungef. 0,31 Lari = 1€ und kann gleich in Sarpi bei den Wechselstuben umgewechselt werden; ebenfalls kann eine SIM Karte für Internet und Telefon erworben werden.
Unsere Planungshilfe ist das Roadbook von mdmot.de bzw. www.4x4Europa.de Georgien.
Vorfreudige Reisegrüße
Peter & IngridGeorgien Rundreise 2026.jpg
Servus beinand,
wir kennen uns ja schon von Algerien und würden uns gerne der Georgien - Reise anschließen.
Als Literatur haben wir uns den Hobo-Reiseführer besorgt.
LG von Uschi und Erwin
Hallo Uschi, hallo Erwin,
das ist ja großartig; dann werd ich euch in die WattsApp Gruppe mit aufnehmen und an den Planungs- und Vorbereitungsbesprechungen beteiligen. Gespannt bin ich natürlich auch über Eure Reiseideen über Anfahrt, Zeitraum, Reiseziele und Hobo´s Reisetipps.
Auf gutes Gelingen
Peter & Ingrid
Danke Dir Serge für Dein Engagement und Hilfe. Wird natürlich für uns berücksichtigt. Danke. Peter alias Wanderdüne aus Bayern.
PS: Reisezeitraum ist jetzt konkret von Mai bis Juli über Zakopane (Polen), Rumänien, Bulgarien, Türkei, Georgien.
Danke Dir Serge für Dein Engagement und Hilfe. Wird natürlich für uns berücksichtigt. Danke. Peter alias Wanderdüne aus Bayern.
PS: Reisezeitraum ist jetzt konkret von Mai bis Juli über Zakopane (Polen), Rumänien, Bulgarien, Türkei, Georgien.
Klingt nach einem guten Plan.
Bei der Anreise würde ich die türkische Schwarzmeerküste um Samsun, Trabzon, Rize etc. meiden.
Vom Meer sieht man dort nicht viel und gefühlt fährt man durch eine einzige, nicht endende Agglomeration.
Die nervigsten Verkehrsverhältnisse auf unserer gesamten Tour hatten wir genau dort.
Die Anreise über Erzincan, Erzurum und Ardahan ist landschaftlich reizvoller und wesentlich entspannter.
Der Grenzübergang Türkgözü/Vale war völlig problemlos und ohne Wartezeit, kein Vergleich zur Grenze bei Sarpi.
Falls sich die Lage für unsere Tour Rtg. Saudi-Arabien/Oman verschlechtern sollte
( meine Mitarbeiter in Riad haben mich ohnehin schon für reduziert zurechnungsfähig erklärt - "Saudia is a safe airline, Sir!" ) , wären Georgien und Armenien unser Plan B für dieses Jahr. Wir sind dort noch nicht fertig...
Danke für die Info´s und die Einschätzungen, das hilft mir für die weitere Planung. An Spec: Wie ist das Offroadfahren und das Wildcampen in Georgien geduldet? Nachdem in Griechenland jetzt für Wildcampen extra das Bußgeld auf 3000€ festgesetzt wurde und offensichtlich nicht mehr geduldet wird? Reisefreudige Grüße PeterK1024_K1024_K1024_20180930_121721.JPG
Moin,
wir waren 2017 in Georgien und konnte keine Probleme mit dem Wildcampen feststellen. In 5x Wochen haben wir eigentlich fast ueberall gestanden.
Kleiner Kaukasus, Grosser Kaukasus und Alazani Tal (sehr im July zu empfehlen weil dann Obst und Gemuese super lecker sind).
Credo: "Working kills surfing skills" | "Machen ist geiler als wollen"
2001 HZJ 78 - Kasten
Also bisher überhaupt keine Probleme zwecks Wildcampen trotz Kontrollen.
Auch bei mehrtägigen stehen am selben Ort (Heiße Quellen.)
Es sind einige Deutsche ExMo / LKW unterwegs, die stehen gerne mal länger.
Ab und zu kommt das "Department of Environmental Supervision"
kurz: Ranger vorbei und fragen ob alles in Ordnung sei. Manchmal auch spät nachts.
Passkontrollen können durch die Polizei stattfinden sind aber überall im Land seit einiger Zeit Alltag und nichts bei dem man sich Sorgen machen muss. Bisher wurden wir immer auf Augenhöhe und freundlich behandelt.