Recht wirre Geschichte, hab am Strand geschlafen, direkt am Surfspot, 8 Uhr morgens fällt mir was auf den Kopf was ich an das offene Fenster gelehnt hatte, wache auf, der Vorhang ist weg und da starrt mich der Kerl an. Ich fahre ihn an was das denn soll, mir meinen Vorhang runterzureissen, doch der kann kein Französisch, brabbelt was in Arabisch und macht die Kippen-Bewegung. Ich schüttel den Kopf, keine Kippen, und sowieso, den Kopf in meinem Wagen, ich Im Bett, ungemütlich. Also stosse ich ihn weg als er auf "Sirr" und "Emschi" nicht reagiert, ziehe das Fenster zu und den Vorhang (Magnetsystem sei Dank is nix kaputt) und zieh mir mal ne Unterhose und Hose an, tür auf und raus da der immer noch um das auto rumschleicht. Wieder viel Blah blah auf arabisch, und irgendwas von PORTABLE... also Handy raus und angeboten zum telefonieren, Taxi, Kumpel, wasweiss ich. Der nur Schhäl (Wieviel)... Ich nein nicht zum kaufen, Taxi! Aber nix iss mit Kommunikation. Da mach ich türe zu, und will ihn mitnehmen zum Campingplatz daneben, die Jungs da kenn ich und die können Arabisch, doch der will nicht mit. Also gut, wenn der Prophet nicht zum Berg will... lass ihn beim Auto, hole den Übersetzer halt her. Camping ist etwa 50 m weg, ich sehe immer seine Füsse unterm Auto. Wecke die Jungs auf, und sehe den Kopf von dem Kerl über mein Auto rausschauen und dann wieder verschwinden! Denk mir der versucht da raufzuklettern und renn e zurück und da ist er schon im Auto drinn, Scheibe in Scherben... Tür entriegelt, den Kerl rausgezerrt und Festhaltegriff. Die Jungs vom Camping komen angerannt, die Nachbarn im Camer daneben haben auch gehört das was nicht gut ist und sind alle zur Stelle. Ich erklär dem Nachbarn aus Frankreich wo ich im Auto die Kabelbinder habe und er reicht mir ein paar für die Fesselaktion. Gut, kann dann mal jemand die Polizei rufen? Niemand kennt die nummer von den Cops, doch am Ende vom Strand hat's nen Militärposten, gut, die werden mir schon weiterhelfen. Fussfesseln aufgeschnitten und abmarsch zu Fuss. Auf halbem Weg will der Kerl plötzlich nicht mehr weitergehen und setzt sich auf den Boden. Ich nur gut, entweder du gehst zu fuss, oder ich schleif dich da runter, packe einen Fuss und schleife ihn ein paar Meter über den Harten steinigen Boden. Da ändert der doch seine Meinung und ich stelle ihn auf seine Füsse und schiebe ihn vor mir her in Richtung Militärposten. Der Militär kukt erst mal blöd aus der Wäsche und holt dann Verstärkung, ich fahre mit Meinem Auto hinterher, erst Militärposten, dann Polizei, 20 mal die Geschichte erzählen, das übliche Afrikaprozedere. Mal schauen ob ich von irgendwem noch nen Wisch für meine Versicherung bekomme... Das Ganze Polizeiformalitätszeugs hat mich mehr Zeit und Nerven gekostet als die Blöde Scheibe, aber wenn man solche Strolche nicht den Behörden übergiebt, dann machen die munter weiter. Tja, da muss ich nun durch.
@ Angela: Wie wir am ersten Militärposten auf Verstärkung gewartet haben wollte er MIR Angst einjagen mit seinen Bösen Blicken und Knast-Tatoos, da das nicht geklappt hat hat er es dann mit weinen probiert... Hat auch nix geholfen...

Das funktioniert in meiner kleinen Welt so, ich masse mir nicht an, Anweisungen zu geben, ebenfalls bin ich nicht haftbar wenn schlechtgelaunte Zeitgenossen, eventuell mit "Scheissemagnet am Bein" negative Erfahrungen Sammeln weil sie irgendetwas nachmachen was ich beschreibe...